Präludium-Staatsoper Tickets...

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    • Präludium-Staatsoper Tickets...

      An alle Ticket-Insider in Berlin: kann es wirklich sein, dass das Präludium im Oktober schon ausgebucht ist (Ausnahme bislang nur der zweite Abend des Konzerts, und der in der Philharmonie!)? Wollte gar nicht in den "Faust", wollte nur in das Konzert mit den Wienern.
      Heißt das, daß das "Präludium" im Oktober Kult für die Adabeis ist, die sich das Haus anschauen wollen? Oder geben die die Tickets tranchenweise raus?
    • Der Hit war diese Eröffnung ja wirklich nicht, ich habe es nicht bis zum Schluß durchgehalten.

      Misslungener Auftakt mit Goethe und Schumann
      Nach der feierlichen Eröffnung der Berliner Staatsoper zeigt sich unser Opernkritiker Jürgen Liebing mit dem Auftakt wenig zufrieden. Er erlebte eine zähe Festaufführung, bei der bereits nach der Pause viele Stuhlreihen leer blieben.
      deutschlandfunkkultur.de/wiede…ml?dram:article_id=397361

      Schwacher Abend zur Eröffnung
      Nach sieben Jahren und vielen Bauskandalen wurde am Dienstagabend in Berlin die neu renovierte Staatsoper Unter den Linden wiedereröffnet. Aus technischen Gründen kann momentan noch keine Oper aufgeführt werden. Stattdessen standen Schumanns "Szenen aus Goethes Faust" auf dem Programm. Daniel Barenboim dirigierte die Staatskapelle Dresden, Regie führte Jürgen Flimm. Kritikerin Maria Ossowski erlebte einen Abend mit Zumutungen
      br-klassik.de/aktuell/news-kri…daniel-barenboim-100.html
    • Ein bißchen Präludium auf diesem Wege: gestern war ich im Konzert der Staatskapelle, allerdings dem 2. Abend in der Philharmonie. Der Beginn war etwas ruppig, tobte doch noch der Sturm in Berlin. Noch bei der Anfahrt dachte ich: "... wenn ein paar Musiker die Anfahrt nicht schaffen sollten, war es das...".

      Es wurde dann doch ein anregender Abend. Das Stück "Zweites Labyrinth für Orchestergruppen" von Widmann stellt die Fähigkeiten der Gruppen, sich zuzuhören, auf eine harte Probe. Man konnte Details hören, die auftraten und verschwanden und oft überraschten.

      Höhepunkt war dann der zweite Teil, Schumann Klavierkonzert mit Pollini. Beim Erscheinen auf der Bühne (ich saß auf dem Podium) dann der "Schock": ist der alt geworden! Nun fiel mir ein, daß ich Pollini seit fast 15 Jahren nicht mehr erlebt haben dürfte; er macht sich hier wie überall recht rar. Eine Eigenschaft ist geblieben: das laute Mitsingen des Stückes. Ich erinnere mich, daß ich so um 1999 herum mal eine total wichtigtuerische Dame traf, die sich über das Mitsingen des Stückes bei den Philharmonikern beschweren wollte.
      Der Schumann wurde zum untypischen Barenboim : Härten geglättet, Übergänge sehr sanft, Polllini spielte das Stück ohne Ecken und Kanten, fast etwas Mozart-tönend. Interessant wäre die Frage, ob das an anderer Stelle am Tag zuvor auch so klang.... Der Kritiker des RBB meint, daß Pollini technisch laufend ins Schwimmen kam und daß die Staatskapelle dann viel ausgeglichen hätte.
      Das Zusammenspiel Dirigent-Orchester-Solist tadellos, man spielte sich die Bälle mit großer Freude zu. Ein unvergessener Abend. Leider das Podium (Ceterum censeo!) nicht mehr mit dem Traumpublikum der 1990er Jahre besetzt; diesmal Tante Gitti mit mitgebrachtem Sitzkissen, während des Stückes den Platz wechselnd. Dazu intalienische Touris, die noch stehend während des Stücks fotografieren wollten und sich die Schuhe auszogen : My home is my castle!
      Im zweiten Teil Images pour Orchestre von Debussy, mit viel Rhytmus und solistischer Raffinesse vorgetragen.

      Noch ist kein neues Konzept der Staatsoper für das "neue" Haus zu erkennen; nicht auszuschließen ist aber, daß man den Konzertbereich austesten will (Wiener Philharmoniker am Samstag, Berliner im November). Die Staatskapelle hat nun optimale Probenmöglicheiten, vielleicht gibt es wenigstens hier eine auffällige Veränderung.

      seenandheard-international.com…-unter-den-linden-berlin/
    • Ja, komme gerade vom Präludium, diesmal in der Staatsoper selbst. Es war eine Reise in die 50er Jahre! Was man bisher als etwas morbide, gebrochen aufgenommen hat, wird nun zur absoluten Aussage: der Wunsch der Nachkriegszeit nach "Schönheit". Fast die gleichen Stühle, die kleinen Foyers und Gänge, lediglich die Treppenhäuser etwas aufgehellt, völlig überforderte Gastronomie und Garderoben, war`s das schon?

      Sicher wirkt der Zuschauerraum nicht mehr so beengt, nach oben ist Luft, und die Netzkonstruktion passt zum Rest. Das ist sicherlich zum Vorteil für die Besucher in Rang3; man fühlt sich nicht mehr so eingeklemmt und hat den Kronleuchter direkt vor der Nase. Aber es gibt weiter schlechte Sichtverhältnisse (selbst im Konzert standen viele im 3. Rang). Und das Publikum erinnerte mich sehr an die alte Staatsoper: einerseits overdressed, mit Opernglas natürlich (da schaut man, wer in der Mittelloge sitzt, wichtig, wichtig!), anderserseits berlin-prollig oder selfie-touristisch.

      Nun ja, bei den Wienern mit Mehta konnte man wenigstens die Akustik testen. Dazu aus der Sicht von Rang 2, Reihe4, außen, folgendes:

      Der Brahms , Tragische Ouvertüre, klang an lauten Orchesterstellen sehr direkt (gut, irgendwie hat man als Berliner immer die Philharmonie im Ohr, dieser Vergleich taugt aber nicht...), sonst hört man die Solisten im Bläserbereich gut heraus. Ich meine, daß die Wiener das normalerweise gut aussteuern können und hier deutliche Probleme hatten.
      Der Haydn, Sinfonia Concertante B-Dur HOB. I:105, dann ganz hervorragend: alles im Orchesterbereich durchhörbar, ebenso die hervorragenden Solisten aus den Reihen der Philharmoniker.

      Dieser Eindruck bestärkte sich beim Bartok, Konzert für Orchester: die leise, dunkle Streichereinleitung ein Traum, die dann folgenden Dialoge der Solisten klangen hervorragend. Akustisch scheint hier etwas gelungen zu sein, wenngleich ich im großen spätromantischen Konzertbereich (Bruckner, Mahler) Zweifel anmelden möchte.
      Ist halt doch ein Opern-Rangtheater und kein Konzerthaus. A propos Konzerthaus: da würde ich die Staatsoper nach dem heutigen Eindruck schon als besser einschätzen.
      Im Konzertbereich dürfte dann noch ein netter Effekt eintreten: Rang außen hört am besten, ich meine Parkett am schlechtesten. Da soll auch der Widmann am 04.10.2017 einfach drüber geschwappt sein!

      Warten wir also, was ab Dezember kommt, ich hatte heute abend nicht den Eindruck, hier heimisch zu werden: diese ganze Atmosphäre der Wichtigtuerei passt doch sehr zur Architektur. Konnte heute leider nicht feststellen, ob die Stühle immer noch so klappern, wenn man aufsteht (immer schön, wenn im 3.Rang jemand mittendrin aufgestanden ist - rumms! im Parsifalvorspiel).

      Auf der Facebook-Seite der Philharmoniker übrigens sehr schöne Fotos.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Gast1 ()

    • Augustin Moser schrieb:

      Waren das wirklch die Dresdner?
      Ich habe nur zitiert, dabei ist mir der Fehler nicht aufgefallen.
      Das waren natürlich nicht die Dresdner, sondern die Staatskapelle Berlin. Alles andere wäre ja auch ein Witz gewesen. Da sieht mal mal wieder, was von Kritiker-Genauigkeit zu halten ist.

      Gast1 schrieb:

      Vielleicht waren das gestern abend auch gar nicht die Wiener Philharmoniker
      Doch das waren sie:

      "...am 7.10. das Konzert für Berlin und das Konzert der Wiener Philharmoniker"

      staatsoper-berlin.de/de/
    • peripatetica schrieb:

      Da sieht mal mal wieder, was von Kritiker-Genauigkeit zu halten ist.
      Ich glaube noch nicht 'mal, daß solche Dinge kritikerspezifisch sind, denn daraus, was in den letzten Jahren an sachlichen Unrichtigkeiten, Rechtschreib-, Satzzeichen- und allen möglichen anderen Fehlern in unseren Zeitungen anzutreffen ist, muß man schließen, daß es mit den Zeitungsschreibern allgemein abwärts geht - oder sie haben zu wenig Zeit. Das Lustigste - ich habe es hier wohl schon erwähnt - war(en) für mich die "Achillesverse".

      Übrigens wollte ich Ihnen Ira, keineswegs einen Vorwurf machen, ich habe mich ja auf den von Ihnen verlinkten Zeitungsartikel bezogen.
    • Augustin Moser schrieb:

      Übrigens wollte ich Ihnen Ira, keineswegs einen Vorwurf machen, ich habe mich ja auf den von Ihnen verlinkten Zeitungsartikel bezogen.
      Das habe ich auch nicht so aufgefaßt, lieber Augustin Moser. Es war mir allerdings schon etwas peinlich, daß ich diesen Fehler beim Einstellen des Artikels übersehen hatte (vielleicht ja deshalb der "rote Knaller" vom Daumler. Ansonsten erschließt sich mir nicht, warum man für das schiere Einstellen eines Zeitungsartikels ein Dislike bekommt.)

      Augustin Moser schrieb:

      Ich glaube noch nicht 'mal, daß solche Dinge kritikerspezifisch sind, denn daraus, was in den letzten Jahren an sachlichen Unrichtigkeiten, Rechtschreib-, Satzzeichen- und allen möglichen anderen Fehlern in unseren Zeitungen anzutreffen ist, muß man schließen, daß es mit den Zeitungsschreibern allgemein abwärts geht - oder sie haben zu wenig Zeit.
      So ist es! Möglicherweise liegt es daran, daß es keine Schlußredaktion mehr gibt. Das heißt, es liest niemand mehr Korrektur.

      Augustin Moser schrieb:

      die "Achillesverse".
      Oder "Fussball". Das liegt m.E. an dem Durcheinander, das durch die Rechtschreibreform mit dem scharfen "ß" entstanden ist.
    • Bevor Sie fragen: Mein "Dislike" haben Sie aus 2 Gründen bekommen:
      Einmal das Thematisieren von Dislikes. Der Daumler wird schon seine Gründe haben - oder er hat einen Zufallsgenerator. So what - who cares?
      Und dann für den von Ihnen gefundenen Zusammenhang von "Fussball" und "Achillesverse". :S Das Durcheinander bezüglich des "ß" scheint mir nur in Ihrem Kopf zu bestehen.
    • Reingold schrieb:

      oder er hat einen Zufallsgenerator.
      Wahrscheinlich.

      Reingold schrieb:

      So what - who cares?
      Sie wissen genau, daß mir das ansonsten wurscht ist. Bei einem Zeitungsartikel-Link frage ich mich allerdings schon, was das soll. Und da frage ich halt manchmal nach.
      Ihre Dislikes brauchen Sie mir nicht zu erklären, woher die kommen, weiß ich.

      Reingold schrieb:

      Und dann für den von Ihnen gefundenen Zusammenhang von "Fussball" und "Achillesverse".
      Da irren Sie. Ich habe keinen "Zusammenhang gefunden" (wie kommen Sie darauf?), sondern das fiel mir einfach beim Thema "Fehler" ein. Der übrigens auch öfter hier im Forum zu finden war,.

      Reingold schrieb:

      Das Durcheinander bezüglich des "ß" scheint mir nur in Ihrem Kopf zu bestehen.
      Mitnichten.
      Da scheint Ihnen einiges entgangen zu sein, z.B. die Stellungnahme des ehemaligen Kultusminister Hans Zehetmaier. Wie auch Ihnen bekannt sein dürfte, war er maßgeblich an der Rechtschreibreform beteiligt. Um hinterher zurückzurudern und festzustellen, daß ein ziemlicher Scheiß dabei herausgekommen ist. Unter anderem bei der "daß"/"dass"- Regelung. Und er führte genau das an: daß die Leute nicht mehr wissen, wann das scharfe "ß" sein muß.