Domingo dirigiert Walküre

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    • Was Domingo braucht, ist ein kräftig buhendes Publikum, um endlich - endlich! - zur Einsicht zu kommen, dass er schon lange weder auf der Bühne als Sänger noch am Dirigentenpult etwas verloren hat und seine letzten Jahre in Ruhe genießen sollte. Hoffentlich gelangt das Bayreuther Publikum nächstes Jahr auch zu dieser Einsicht.

      Und dann wählt die Festspieldirektion auch noch den schwächsten Teil des Rings...
      Garstig glatter
      glitschriger Glimmer!
      Wie gleit' ich aus!
      Mit Händen und Füßen
      nicht fasse noch halt' ich
      das schlecke Geschlüpfer!
      Feuchtes Naß
      füllt mir die Nase:
      verfluchtes Niesen!
    • peripatetica schrieb:

      Th.E. schrieb:

      Und dann wählt die Festspieldirektion auch noch den schwächsten Teil des Rings...
      Ich dachte, er dirigiert die "Walküre"......
      Ich hätte vielleicht noch "des Castorf-Rings" dazuschreiben sollen.

      peripatetica schrieb:

      Ich gebe Ihnen einen guten Rat: gehen Sie einfach nicht hin.
      Danke für den Rat, er ist aber nicht nötig; das hatte ich, seit ich "Domingo" gehört habe, auch nicht vor.

      Und ich bin prinzipiell gegen das Buhen - und tue es auch nicht persönlich -, aber anders wird Domingo nicht einsehen, dass er mittlerweile eine Zumutung ist - eine Zumutung, die zwar vom Namen und von den Erinnerungen an die guten, alten Zeiten lebt und wahrscheinlich deswegen beim Publikum gut ankommen wird, aber eine Zumutung ist immer noch eine Zumutung.
      Garstig glatter
      glitschriger Glimmer!
      Wie gleit' ich aus!
      Mit Händen und Füßen
      nicht fasse noch halt' ich
      das schlecke Geschlüpfer!
      Feuchtes Naß
      füllt mir die Nase:
      verfluchtes Niesen!

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Th.E. ()

    • Also als Germont Senior vor kurzem in den Münchner Opernfestspielen war er alles andere als eine Zumutung. Da habe ich schon viel schlechtere gehört. Was allerdings nicht heißt, daß es mal dazu kommen könnte. Ich finde ja auch, er sollte aufhören. Domingo hat mein Opernleben geprägt, es täte mir wirklich leid, wenn seine Karriere so unrühmlich enden würde. Ich wiederhole: das hat er nicht verdient.
      Ich hatte ja gehofft, daß er mit seiner Gala zum 50. Bühnenjubiläum in Wien aufhört. Das wäre der passende Zeitpunkt gewesen. Aber da hatte er ja schon weitere Verträge. Er kann einfach von der Bühne nicht lassen, das ist schon fast tragisch.
    • @peripatetica
      Respekt vor der Lebensleistung: okay. Aber wenn sich Domingo mit einer "aktuellen" Leistung" dem Publikum stellt, dann muss er sich messen lassen an gewissen "Standards". Und dass er diesen nicht genügen wird, steht zu befürchten. Ihn nur wegen eines tollen xxx in xxx vor 40 Jahren zu bejubeln, ist vielleicht nachvollziehbar, aber unfair den Künstlern gegenüber, die mit einer aktuellen "Leistung" bestehen müssen.
      Überhaupt ist für mich die Verpflichtung Domingos ein ziemlich offensichtlicher PR-Coup, um Bayreuth irgendwie interessanter zu machen, aber auch ein Affront all den professionellen Dirigenten gegenüber, die sich den Weg nach Bayreuth erst durch ihre jahrzehntelange Dirigiertätigkeit erarbeitet haben.
      Und ein Domingo neben Thielemann, Jordan etc.: nein.

      Und Sie haben vollkommen recht: Er kann nicht von der Bühne lassen. In einer Weise scheint er süchtig danach zu sein. Aber macht es nicht gerade die Größe eines Künstlers aus, erkennen zu können, wann Schluss sein sollte?

      Ich erinnere mich an eine Neujahrsgala (?) aus der Bayerischen Staatsoper ca Ende 1980er/Anfang der 1990er. Fischer-Dieskau sang Falstaff-Monolog und am Schluss die Fuge. Es war schlimm, ganz schlimm. Kurz danach hatte er dann seine Sänger-Karriere beendet, obwohl er bspw. noch Brittens War Requiem im darauffolgenden Juni hätte singen sollen. Vielleicht hatte ihm damals ja auch Sawallisch ins Gewissen geredet...

      Hut ab vor der Ligendza. Die hat ja so ziemlich von heut auf morgen aufgehört.
      Die schöne Musi …
    • qintir mele schrieb:

      Respekt vor der Lebensleistung: okay. Aber wenn sich Domingo mit einer "aktuellen" Leistung" dem Publikum stellt, dann muss er sich messen lassen an gewissen "Standards"
      Natürlich, aber zu fordern, daß man ihn ausbuht, finde ich nicht in Ordnung. Genauso wie ich es nicht in Ordnung finde, daß er in Bayreuth dirigiert, klar. Das kann er irgendwo machen, gerne mal wieder beim Wiener Opernball. Und natürlich ist es ein PR-Coup, der aber kräftig nach hinten los gehen kann.

      Es gibt etliche Sänger, die die Größe hatten, mit dem Aufhören nicht so lange zu warten, bis das Publikum sagte, was, singt der immer noch? Auf Abhieb fällt mir da Gottlob Frick ein. Ich glaube, das war auch ziemlich plötzlich.
    • Nein Buhen um des Buhens willens ist nicht okay.
      Und Frick klingt auf der Kubelik-Parsifal-Aufnahme besser als im Solti-Ring, und der war fast 10 Jahre früher.
      Und die Ludwig hat den Münchnern nochmal eine Klytämnestra um die Ohren gehauen, dass einem schwindlig wurde. :)
      Aber ich verstehe schon auch, wenn ein Mensch ein Leben lang im Rampenlicht stand und von seinem Publikum umjubelt wurde, dann kann er vielleicht einfach nicht drauf verzichten, braucht er das vermutlich wie der Fisch das Wasser .....
      Die schöne Musi …
    • Katharina Wagner zur Verantwortung des Domingo-Dirigats in BT(Zitat aus einer Presseveröffentlichung):

      Ach ja, und Plácido Domingo soll nächstes Jahr noch dreimal die Castorf-„Walküre“ dirigieren. Katharina Wagner hat das Engagement geerbt, aber im Bayreuther Graben sieht man den dilettierenden Tenorissimo, der hier schon Parsifal und Siegmund sang, ja zum Glück nicht.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von thomathi ()