Welser-Möst

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    • Welser-Möst

      Stardirigent Welser-Möst in Salzburg geehrt

      Die vom Herbert-Batliner-Europainstitut verliehene Auszeichnung „Pro Arte Europapreis“ geht diesmal an den Dirigenten Franz Welser-Möst. In der Laudatio wurde die große Werktreue in Welser-Mösts künstlerischer Arbeit betont.

      Franz Welser- Möst arbeitet derzeit als Musikdirektor des Cleveland Orchestras. Seine Auszeichnung mit dem mit 30.000 Euro dotierten Preis, begründet die Jury des Herber-Batliner Instituts damit, dass Welser-Möst nicht nur Botschafter der europäischen Kultur in Amerika sei, sondern auch mit seiner besonderen Interpretation von Werken des 20. Jahrhunderts neue Maßstäbe gesetzt habe.
      Präsident des Herbert Batliner-Institut ist der ehemalige ÖVP-Vizekanzler Erhard Busek. Er erklärte bei der Verleihung in Salzburg, dass das Institut mit dem Preis auch ein Signal für die Bedeutung der Kunst und Kultur in Europa setzen wolle.
      Große Werktreue in Welser-Mösts Arbeit
      Die Laudatio auf Welser-Möst hielt Clemens Hellsberg, der ehemalige Vorstand der Wiener Philharmoniker: Er strich vor allem die Werktreue in der künstlerischen Arbeit von Welser-Möst hervor. Er bezeichnete den Dirigenten als geborenen Pragmatiker und hob dessen soziale Empathie, Neugier, Mut, Disziplin, Naturverbundenheit, Intellektualität und Introvertiertheit als einige von insgesamt zwölf Facetten seiner Persönlichkeit hervor. Sein musikalisches Talent würde diese zwölf Eigenschaften noch erhöhen.
      „Fixstern“ bei den Salzburger Festspielen
      Auch Festspiel Präsidentin Helga Rabl Stadler hielt eine Ansprache auf den Dirigenten, der bei den diesjährigen Festspielen Aribert Reimanns Oper „Lear“ unter der Regie von Simon Stone in der Felsenreitschule dirigieren wird. Welser-Möst sei zum „Fixstern“ im Salzburger Festspiel-Himmel geworden, sagte Rabl-Stadler in ihren Begrüßungsworten. Es gebe kaum einen Dirigenten in seinem Alter, der bereits so ein „Riesenrepertoire“ absolviert habe. Zum 100-Jahr-Jubiläum der Salzburger Festspiele im Jahr 2020 werde es eine große Premiere mit Welser-Möst und den Wiener Philharmonikern geben, kündigte Rabl-Stadler an.
      APA/Franz Neumayr
      Batliner-Institutsvorstand Erhard Busek, Herbert Batliner und Franz Welser-Möst
      Welser Möst selbst kritisierte in seiner Dankesrede Selbstvermarktung, Populismus und Effekthascherei in der Kunst. „Das Ausmaß des Ungebildetseins führt auch in unserem Metier zu Populismus.“ In der Kunst gehe es aber darum, „was können wir tun, dem Zuhörer das Mysterium eines Werkes erahnen zu lassen“. Das sei schwierig und erforderte Demut dem Werk gegenüber und eine Herangehensweise „mit tiefstem Respekt, Hingabe und Engagement. Es geht nicht um den Kick, sondern um die Suche nach dem Wesentlichen“, betonte Welser-Möst. Er wünsche sich, dass seine Botschaft auch in Europa ankomme: „Hört auf mit den dummen Etikettierungen und Marketingstrategien“, appellierte er an seine eigene Branche.
      Vier Jahre lang an Spitze der Wiener Staatsoper
      Franz Welser Möst wurde 1960 in Linz geboren und zählt zu den bedeutendsten Dirigenten unserer Zeit. Von 2010 bis 2014 war er Generalmusikdirektor der Wiener Staatsoper.
      Mit dem „Pro Arte Europapreis“ ehrt das Herbert Batliner Institut alle zwei Jahre hervorragende Persönlichkeiten oder Institutionen, die sich um die Schaffung, Festigung und Vermittlung der vielfältigen kulturellen Identität Europas verdient gemacht haben.
      orf.at
    • Der Name kam mir bekannt vor. Laut Wikipedia betrieb Herr Dr. Dr. Herbert Batliner bis 2002 die Anlageberatungskanzlei Dr. Dr. Batliner & Partner in Vaduz. Er gilt als Erfinder der Familienstiftungen, mit deren Hilfe Millionäre ihr Vermögen vor dem Fiskus in Sicherheit konnten. Für die Anlage einer solchen Familienstiftung wurde ein Mindestvermögen von 1,5 Millionen Euro gefordert, für die Gründung verlangte Batliner ca. 30'000 Schweizer Franken.
      Schon der erste Bundespräsident, Theodor Heuss, nannte die Angehörigen der Freien Berufe. Avantgardisten des Gemeinwohls. Schön, dass er während seines Arbeitslebens das Gemeinwohl an vorderster Front gefördert hat, noch schöner, dass er jetzt Zeit und Geld findet mit dem Herbert-Batliner-Europainstitutdie Schönen Künste zu fördern.
    • The Botanist schrieb:

      m.kurier.at/kultur/kein-guter-…uer-die-kunst/280.581.922

      Interessant ist die Frage: Interessiert Sie selbst so ein Job (Musikdirektor) noch einmal?
      Und die Antwort: Wenn Sie in so einem Haus wirklich etwas verändern wollen, dann brauchen Sie einen Zeitraum von zehn Jahren. Will ich mir das mit Mitte 60 dann noch antun? Eher nicht.

      Die Münchner können also beruhigt sein. ;)

      Wieso mit "Mitte 60"? Er ist doch grade mal 57...