Wo sollte man in der Semperoper sitzen

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    • Dr. Schoen schrieb:

      thomathi schrieb:

      JLSorel schrieb:

      Wie ist es Parkett, Reihe 16 Mitte?
      Das dürfte sowohl in Oper, als auch im Konzert noch ein vernünftiger Platz sein, aber eben kein Spitzenplatz.Abrisskante vom Mittelrang-eben PG 3.
      Dabei zu bedenken die Loge, die in der Mitte hineinragt. Reihe 16 könnte da sogar schon richtig drunter sein, ist ja in der Mitte die vorletzte. Ist halt die Frage, was man noch vernünftig nennen mag.
      Natürlich ist die Reihe 16 bereits unterhalb der Mittelloge, Aber eben so weit, dass die Unterkante kaum stört.
      Deshalb erhält man ein gutes symetrisches Klangbild.
      Wir haben in diesem Bereich schon gesessen und waren vom Musikeindruck angetan.
      Aber eben nicht Preisgruppe 1.
    • Die Götterdämmerung im 4. Rang

      Am 1. November gab es nun meinen zweifelsfrei subjektiven Vergleich der Hörverhältnisse einer „Götterdämmerung“ im 4. Rang des Semper-Baues mit dem Hörerlebnis der eigentlich identischen Aufführung in der Mitte der 7.Parkett-Reihe vom 29. Oktober 2017.
      Zunächst war ich doch angenehm überrascht, wie gut man im 4.Rang hören kann. Die von mir erwartete breiige Vermischung der Orchesterinstrumente fand nicht statt.
      Vom Orchesterschall kommt natürlich ein erheblich größerer Direktschallanteil da oben an, was aber in den Piano-Passagen kaum Beeinträchtigungen der Differenziertheit der Instrumentenklänge zur Folge hat.
      Wenn allerdings C.T. die Musiker Fahrt aufnehmen lässt, so kommen dann unter anderem die Tuben und Pauken schon deutlich kräftiger unter der Decke an. Aber die befürchteten chaotischen Schallreflexe von den zerklüftetenSeitenrängen werden nicht unangenehm.
      Der Gesang der Solisten kommt natürlich da oben nicht so intensiv an, wie bei der Direktansprache im vorderen Mittelparkett. Der Hörerist da oben eben nicht so nah dran. Auch hatte ich den Eindruck, dass die Qualität des Gesanges ob der Entfernung einen größeren Einfluss auf den Klangeindruck hat. Mäßige Gesangsleistungen und zurückgenommene Schon-Phasen der Spitzen-Solisten wirken sich deutlich empfindlicher aus.
      Immer wieder bin ich aber überrascht, wie Klang-demokratisch das doch eigentlich monarchistisch konzipierte Opernhaus ist, während doch im bürgerlich-demokratischen Auftrag entstandene neuere Konzertsäle gehäuft doch immer wiederakustisch unterprivilegierte Hör-Bereiche aufweisen.
      Aber die Mär von der „besten Akustik im 4. Rang der Semperoper“ möchte ich nicht bestätigen.
      Dafür kann man sich aber, falls einen die Staatskapelle mal loslässt, an den herrlichen Übertexten der englischen Übersetzungen der doch bereits ausreichend verrückten Wagnerschen Originale ergötzen.