Repertoire 2017/18

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    • Vermutlich hätte sich Erwin Schrott dann auch eine andere Kluft zugelegt.

      Zitat Salzburger Nachrichten:
      "Der mit Starfaktor versehene Bassbariton Erwin Schrott zeigt als unerbittlich seinen Rachegelüsten nachgehender Procida, in einem komischen Prunkgewand wie eine Mischung aus Winnetou und Montezuma aussehend, äußerst bedenkliche, farblos bis graue Stimmqualität."
    • Aida, 25.3.2018

      „Italienische Opernwochen: Italienisches Repertoire mit prominenten Gästen“, so wurd’ es uns verhießen. Wer jetzt der prominente Gast des heutigen Abends gewesen sein soll, weiß ich nicht (Kristin Lewis, die ihr Hausdebüt gab?), ist aber auch egal: die besten Sänger der Welt hätten es bei diesem verk..kten Dirigat :thumbdown: (Renato Palumbo) nicht rausgerissen. Unfähig, den Laden zusammenzuhalten, abstruse Tempi und Tempiwechsel, kein Wunder, dass die Sänger mehr als irritiert waren. Am besten schlug sich Elena Zhidkova (Amneris), die sich wenig beeindrucken ließ. Auch Robert Frontali (Amonasro) hat mir sehr gut gefallen. Kristin Lewis (Aida) war noch in Ordnung, wenngleich sie kaum große Bögen gestalten konnte. (Und die metallische Schärfe ihres Timbres ist nicht so ganz mein Fall.) Völlig unterirdisch Marco Berti (Radamès), der mir als Otello noch so gut gefallen hatte. „Celesta Aida“ hat er völlig versemmelt, z.T mehr geschrien als gesungen, und wenn gesungen, dann mit sehr unsauberer Intonation. ;( (Nach der Pause war er besser, aber trotzdem … :/ ) Alin Anca als Ramfis hatte leider die tiefen Töne seiner Partie nicht zur Verfügung, was schade war, denn in der Mitte und oben klang seine Stimme schön voll und rund. Vielleicht hätte er mit Alexander Roslavets (Il Re) die Rollen tauschen sollen, letzterer bewältigte seine doch eher kleine Partie sehr gut.

      So, jetzt geht es mir besser! 8)
    • Reingold schrieb:

      die besten Sänger der Welt hätten es bei diesem verk..kten Dirigat :thumbdown: (Renato Palumbo) nicht rausgerissen. Unfähig, den Laden zusammenzuhalten, abstruse Tempi und Tempiwechsel, kein Wunder, dass die Sänger mehr als irritiert waren.
      Wunderbar, dass es den noch gibt. In Berlin ist er nach seiner fast zwei Jahre währenden GMD-Zeit an der DOB eine Legende. Unvergessen das Fiasko der „Freischütz“-Premiere mit versemmeltem (und niedergebuhtem) Jägerchor. Legendär auch die Premieren-Kritik von Christine Lemke-Matwey damals:

      m.tagesspiegel.de/kultur/der-g…%3A%2F%2Fwww.google.de%2F

      Schön, dass er ganz der Alte geblieben zu sein scheint.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Heerrufer ()

    • Tosca, 29.3.2018


      Italienische Opernwochen, die 2.

      Diesmal war der prominente Gast leicht auszumachen, wurde doch eine Extrapause auf Wunsch der Diva zwischen 2. und 3. Akt eingefügt. Ich hatte Angela Gheorgiu zuletzt vor 6 Jahren als Mimì, und auch damals war ich nur mäßig beeindruckt. Sicher, als Tosca hat sie alle Töne, aber ihre Stimme hat so etwas Verschattetes, wenig Strahlendes, - sie erreicht mich nicht.

      Riccardo Massi (Mario Cavaradossi) klang anfangs noch nicht ganz frei, das änderte sich aber, und er trumpfte mit seiner mächtigen, heldischen Stimme kräftig auf. Dass die Vorstellung später zu Ende war, lag nicht nur an der zusätzlichen Pause, sondern auch an den Ewigkeiten, die er die Spitzentöne hielt. Leider hat er die Unart, diese von unten anzuschleifen. Was mir schon bei Kollo nicht gefiel, gefällt mir heute immer noch nicht.

      Rundum begeistert war ich mal wieder (nach seinem Rigoletto) von Franco Vassallo. Endlich mal wieder ein grundböser Scarpia, sehr nuancenreich gesungen von diesem Bariton, der mich fast Grundheber vergessen lässt.

      Eine positive Erwähnung verdient hat sich Alexander Roslavets, der den Sagrestano so ausdrucksstark gesungen hat, wie ich es in HH selten gehört habe.

      Das Dirigat von Pier Giorgio Morandi war nicht revolutionär, aber zweckdienlich – nach der Aida freue ich mich ja schon, wenn der Dirigent den Laden zusammenhalten kann.

      Ach ja, noch eine Frage: War es nur an diesem Abend ein Problem von A.G., dass sie Probleme hatte zu gehen? Wenn sie sich auf der Bühne schneller bewegen musste, konnte sie nur trippeln.
    • JLSorel schrieb:

      "Es gebe in der Inszenierung eine Vielzahl von körperlich sehr fordernden Szenen, darunter mehrere Flugszenen, die für schwangere Frauen prinzipiell verboten seien."
      Wie muss man sich das denn vorstellen?

      Ich muß zugeben, ich weiß es nicht mehr, weil ich die ganze
      Vorstellung über nur gedacht habe, wie schade, daß man dafür die
      Freyer-Inszenierung eingemottet hat.