Denis Matsuev stellt sich als Capell Virtuos vor

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    • Denis Matsuev stellt sich als Capell Virtuos vor

      Es ist eine schöne Gepflogenheit, dass der Capell-Virtuos der Staatskapelle in einem Konzert sein musikalisches Können völlig allein dem Dresdner Publikum präsentiert.

      Der Virtuosus der Saison 2017/18 Denis Matsuev hat das am 8. Oktober mit einem Klavierrezital im Semper-Bau getan.

      Der 41-jährige Sibirier betrat zügig die Bühne und stürzte sich nach knapper Begrüßung auf den Flügel und begann unverzüglich zu spielen.

      Zunächst bot er die zwölf charakteristischen Bilder „Die Jahreszeiten“ op. 37b von Peter Tschaikowski.

      Temporeich, mit weichen Bässen entstanden nahezu perfekt als leuchtende Kantilenen die zwölf Monatsbilder seines Landsmannes.

      Insbesondere das „Herbstlied“ für den Monat Oktober stattete er mit einer poetischen Tiefe aus.

      Danach folgte die Klaviersonate Nr. 31 As-Dur op. 110 von Ludwig van Beethoven.

      Den ersten und dritten Satz spielte er mit verführerischer Klangfülle und erzeugte so dank seiner intuitiven Spielweise regelrecht luxuriöse Eindrücke.

      Im Allegro molto des zweiten Satzes war dann doch ein Bemühen spürbar, dem Wohlklang nicht die Transparenz und Substanz der Komposition zu opfern.

      Der „Meditation“ 0p. 72 Nr. 5 von Tschaikowski folgte dann als Programmabschluss die Klaviersonate Nr. 7 B-Dur op. 83 von Sergej Prokofjew.

      Regelrecht gehetzt erklang der erste Satz Allegro inquieto, während im Andante caloroso eine eher verhangene Lyrik zum Ausdruck gebracht wurde. Die etwas chaotische Komposition des dritten Satzes war dann auch wenig geeignet, zu einer Art Klärung des Gehörten beizutragen.

      Deshalb war es auch folgerichtig, dass Denis Matsuev mit üppigen fünf Zugaben sein Publikum in die zweite Tageshälfte entlassen wollte. Dabei hatte er natürlich auch die Möglichkeit ergriffen, die Musik Edward Griegs, die ihn in seiner Heimat besonders populär gemacht hat, den Dresdnern zu bieten.

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