Gärtnerplatztheater Saison 2016/18 - wieder am Platz

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    • Ich habe nie verstanden, warum das Genre Operette so von oben herab behandelt wird. M. E. kann es Lehár leicht mit einem x-beliebigen Donizetti oder Bellini aufnehmen.
      Früher wurde im Gärtnerplatztheater spritzige Operette gemacht. Das war noch zu Zeiten als dort ein Anton de Ridder sang und als Buffo-Paar Harry Friedauer und Isy Orén. Als man dann auch Oper spielte, wurde die Operette stiefmütterlich behandelt. Meine letzte Operetten-Aufführung am Gärtnerplatz war eine stinklangweilige "Nacht in Venedig."
      Ich habe diese "lustige Witwe" nicht gesehen, zur Beschreibung der Szene in der Kritik von Brembeck kann ich also nichts sagen.
      Aber schon beim Untertitel kriege ich soonen Hals: "Kann eine auf alt gemachte "Lustige Witwe" den miesen Ruf der Operette bessern?" Und: "Der Regisseur betreibt historische Theatermacherei".
      Hallo? So, wie ich das lese, hat der Regisseur, Josef Köpplinger, nicht ganz unbewandert in Operette und Musical, das Stück da spielen lassen, wo es hingehört, nämlich in die K.u.K Zeit, da braucht nichts aktualisiert zu werden (dadurch wird sich nämlich der Ruf der Operette mit Sicherheit nicht bessern, ganz im Gegenteil!). Brembeck scheint das aber zu vermissen: "Er versucht in keinem Moment, die Geschichte um die reiche Witwe Glawari und den Adelsstenz Danilo ins Heute zu holen."
      Ich kann nur sagen: GOTTSEIDANK! Das fehlte noch. Wenigstens die Operette sollte man - bitteschön! - vor Zwangsaktualisierungen verschonen!
      Ich hoffe, daß man jetzt mal wieder in den Genuß kommt, wirklich gute Operettenaufführungen im neuen Gärtnerplatztheater erleben zu können.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ira ()

    • Was heißt hier "endlich einmal"??
      Ich habe z.B. von "Beatrice di Tenda" einmal eine Aufnahme gehört. Vom Stuhl hat mich das wirklich nicht gerissen. Vor allem nicht die Orchesterbehandlung.
      Ich werde aber an dieser Stelle hier nicht mit Ihnen über Bellini diskutieren. Wenn Sie ihn für einen großartigen Komponisten halten, ist das ja schön für Sie.
      Ich halte Lehár für grob unterschätzt, und das war mein Punkt.
    • peripatetica schrieb:

      „Die lustige Witwe“ am Gärtnerplatz: Nachkriegstonfilm 2.0
      merkur.de/kultur/josef-e-koepp…platztheater-8795094.html
      Was fehlt, ist der Hinweis, dass es sich dabei um die Lieblingsoperette von Hitler handelt, so wie es bei der Besprechung von Wagner-Aufführungen unweigerlich der Fall ist.
      It is only shallow people who do not judge by appearances. The true mystery of the world is the visible, not the invisible. Oscar Wilde
    • Zwischenrufer2 schrieb:

      Das hätten Sie auch ausdrücken können, ohne dabei Donizetti und Bellini abzuwerten.
      Das habe ich nicht. Ich habe verglichen und es ging mir vor allem nicht um "abwerten", sondern um "aufwerten". Von Lehár nämlich.

      Zwischenrufer2 schrieb:

      Habe ich auch nicht, falls sie von Johann Strauss oder Jacques Offenbach stammen.
      Nach Ihrer Logik haben Sie jetzt all die anderen Operettenkomponisten "abgewertet".

      Zwischenrufer2 schrieb:

      Er hat auch "I Puritani" geschrieben. Die spielt in einer höheren Liga als "Norma". :!:
      Das ist reine Geschmackssache. Wie meistens.