Neue Intendantin an der Staatsoperette gefunden

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Neue Intendantin an der Staatsoperette gefunden

      Eine junge Dramaturgin vom Theater Weimar soll ab der Spielzeit 19/20 die Leitung der Staatsoperette Dresden übernehmen.
      Diese Findung scheint noch einigen Zündstoff zu bergen, zumal hier wohl auch nicht alles mit (ge)rechten Dingen zugegangen sein soll und es zudem für dieses Haus durchaus adäquatere Kandidaten gegeben hätte.

      Es bleibt also sicherlich spannend: m.sz-online.de/nachrichten/kul…n-frauenhand-3796560.html
    • Ha. Oha.

      Kulturbürgermeisterin Klepsch schrieb:

      ... wird nicht nur die Zukunft des Staatsoperette Dresden als renommiertes Musiktheaterensemble gesichert, sondern auch der Erwartung in Dresden und außerhalb nach einer künstlerischen Weiterentwicklung des Hauses entsprochen.
      Das sind ja auf einmal völlig neue Töne ...

      Dresdner Neueste Nachrichten schrieb:

      Wolfgang Schaller [...] wollte den Vorschlag der Findungskommission nicht kommentieren. Aber er stehe natürlich für die „bestmögliche kollegiale Zusammenarbeit für den Übergang“ bereit.

      Und hier die sozusagen antagonistische publizistische Meinung:

      MDR Kultur schrieb:

      Zu wünschen wäre, dass mit dieser Berufung ein ästhetisch-konzeptioneller Neuanfang verbunden ist - dann sollte der künstlerischen Weiterentwicklung und einer stärker-überregionalen Wahrnehmung des Ensembles nichts mehr im Wege stehen!

      Ich kann selbst dazu nur sagen, daß ich die Butze da draußen hinterm Fernsehturm nur aus der vorbeifahrenden Straßenbahn kenne und auch noch nie im Kulturkraf... äh, Verzeihung, das darf man ja nicht sagen... war. Und dem ist so, weil öfters mal solche Sachen zu lesen waren:

      „Musik in Dresden“ schrieb:

      [...] Wenn ich die Staatsoperette besuche, bin ich mit Abstand der jüngste im Publikum. [...]

      [...] Schön wäre es, wenn im alten Haus der „Volkskammer-Abgeordneten-Beifall“ (so empfinde ich das stets wiederholende rhythmische Klatschen der Besucher) zurückbliebe und einer individuellen Beifallsäußerung Raum gäbe. [...]

      [...] Tatsächlich war die sehr gute Saalakustik zum Gala-Abend am Freitag kein Erweckungserlebnis, sondern ein Offenbarungseid: was, so klingt das Orchester der Staatsoperette, so klingen die Sänger hier? [...] die Kollegen vom tjg [...] haben euch am Freitag mit derbem Witz, mit Charme und frischblutiger Leidenschaft von Minute zu Minute deutlicher hornalt aussehen lassen.Von hier aus kann es mithin nur aufwärts gehen, liebe Staatsoperette Dresden – trau dir, bitte trau dir doch mehr zu! Lass diese verschwurbelte Leubener Verklemmtheit, die anbiedernd-artige Liebenswürdigkeit mit dem alten Haus untergehen. [...]

      Nun gut, jetzt scheint ja erstmal dieser Blog so langsam unterzugehen ...
    • Ohne Axel Köhler in Frage zu stellen, aber in Weimar hat Katrin Kondaurow recht gute Arbeiten abgeliefert:
      Zum Beispiel auch ihre Beteiligung am "Mephisto", der Inszenierung des Jahres 2014.

      Außerdem:

      Dr. Schoen schrieb:

      Ich kann selbst dazu nur sagen, daß ich die Butze da draußen hinterm Fernsehturm nur aus der vorbeifahrenden Straßenbahn kenne und auch noch nie im Kulturkraf... äh, Verzeihung, das darf man ja nicht sagen... war. Und dem ist so, weil öfters mal solche Sachen zu lesen waren:

      „Musik in Dresden“ schrieb:


      ...
      Aber seit wann befindet sich Leuben hinter dem Fernsehturm?
      Zumindest fließt die Elbe zwischen beiden.
    • -Pressemitteilung der Stadt Dresden-vom 26. 10. 2017--------------------------------------------------




      Neue Intendanz für die Staatsoperette Dresden

      [IMG:https://www.dresden.de/media/bilder/presse/2017/1024-kathrin-kondaurow-dp.jpg.scaled/aba0f46e6ac9ad22894f8c2fa23affa1.jpg]Kathrin Kondaurow
      © Diana Petters
      Eine Findungskommission unter Leitung der Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch verständigte sich auf Kathrin Kondaurow als neue Intendantin der Staatsoperette Dresden. Diesem Personalvorschlag muss der Dresdner Stadtrat noch zustimmen. Die Position der Intendanz an der Staatsoperette Dresden wurde im Sommer 2017 zum Spielzeitwechsel 2019/2020 ausgeschrieben. Die vom Dresdner Stadtrat eingesetzte Findungskommission sichtete 38 Bewerbungen und lud neun Bewerberinnen und Bewerber ein, ihre Konzeption für die Staatsoperette Dresden als Musiktheater für Operette, Musical und Oper vorzustellen.
      Bereits gestern, Mittwoch, 25. Oktober, traf sich die designierte Intendantin mit dem Ensemble der Staatsoperette Dresden. Gemeinsam mit der Kulturbürgermeisterin beschrieb sie gegenüber den Ensemblemitgliedern ihre bisherige künstlerische Tätigkeit und gab erste Ausblicke auf ihre im Sommer 2019 beginnende Intendanz. Die Vorbereitungszeit beginnt bereits im August 2018. Dazu Kondaurow: „Ich freue mich sehr auf die vor mir liegende neue und spannende Aufgabe. Die überaus atmosphärische neue Spielstätte im Kraftwerk Mitte birgt enormes Potential, die Staatsoperette ästhetisch und inhaltlich für ein heterogenes Publikum zu öffnen, das Genre der Operette in der Gegenwart salonfähig zu machen und daraus regionale und überregionale Strahlkraft zu entwickeln. Ich würde mich freuen, wenn es gelänge, das Kraftwerk Mitte über Vernetzung mit allen anderen vor Ort agierenden Institutionen als neuen, künstlerisch anregenden, dynamischen Kulturort in Dresden zu etablieren, ein ‚Kulturkraftwerk‘ im wahrsten Sinne des Wortes entstehen zu lassen.“
      Klepsch dankt der Findungskommission für ihre Arbeit: „Mit Kathrin Kondaurow wurde eine Wahl getroffen, die zum einen die Kontinuität der Staatsoperette Dresden wahren wird, zum anderen aber auch erwarten lässt, diese für die Zukunft so aufzustellen, dass sich die Staatsoperette einem noch breiteren Publikum als bisher öffnet. Mit ihrer Vorprägung als Pianistin verfügt sie über die künstlerische Expertise und ihr Studium der Rechtswissenschaft, der Musikwissenschaft und des Kulturmanagements gibt ihr das notwendige Werkzeug an die Hand, um dieses Haus erfolgreich zu führen.“
      Kathrin Kondaurow
      Kathrin Kondaurow wurde 1983 in Berlin geboren. Seit ihrer jüngsten Kindheit durchlief sie eine intensive musikalische Ausbildung, u.a. als Pianistin. Sie studierte Jura, Musikwissenschaft, Kulturmanagement und Französische Literaturwissenschaft in Berlin, Weimar und Jena mit Schwerpunkt auf Musiktheater und Theatermanagement. Bereits während ihres Studiums war sie in verschiedenen Bereichen des Theaters tätig: 2005 im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Staatsoper Berlin, 2006 als Regieassistentin am Theater Erfurt, seit 2007 regelmäßig in der Dramaturgie am Deutschen Nationaltheater Weimar. Im Bereich des Konzertmanagements kuratierte Sie für die Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar eine eigene Konzertreihe und arbeitete in der Künstleragentur weim|art. Seit der Spielzeit 2011/12 ist sie am Deutschen Nationaltheater Weimar engagiert, zunächst als Assistentin des Operndirektors und der Dramaturgie, seit der Spielzeit 12/13 als Musiktheaterdramaturgin. 2012 und 2013 hatte sie die künstlerische und organisatorische Leitung des Weimarer Opernballs inne. Die Produktion "Die Erleuchtete Fabrik" nach Luigi Nono u.a., die sie gemeinsam mit der Regisseurin Julia Huebner konzipierte, erhielt den Götz-Friedrich-Preis 2012/13. Im Bereich des Kinder- und Jugendtheaters sowie für Sonder- und Zusatzformate hatte sie die Produktionsleitung inne. Als Produktionsdramaturgin arbeitete sie regelmäßig in den Genres Oper, Operette und Musical mit renommierten Regisseuren und Dirigenten wie Andrea Moses, Vera Nemirova, Anthony Pilavachi, Frank Hilbrich, Eva-Maria Höckmayr, Sabine Hartmannshenn, Michael Talke, Stefan Solyom und Stefan Lano zusammen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von thomathi ()

    • Klempi hat nochmal nachgelegt: sz-online.de/nachrichten/kultu…aatsoperette-3804608.html
      Und hier ein schön harmlos-nichtssagendes Interview: mdr.de/kultur/videos-und-audio…operette-dresden-100.html

      Zum aktuellen Sprinklerdebakel (mindestens fünf Millionen reiner Sachschaden, für dieses Jahr hat sich's mit der Butze wohl erledigt) siehe noch den Leserkommentar unter dem Artikel hier: nmz.de/kiz/nachrichten/million…ette-dresden#comment-7528