Zweites Kammermusik-Gesprächskonzert

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    • Zweites Kammermusik-Gesprächskonzert

      Die Gesellschaft der Freunde der Staatskapelle hatte am Sonntagabend in
      die Aula des Sächsischen Landesgymnasiums für Musik zum zweiten
      Gesprächskonzert mit dem Moderator Tobias Teumer eingeladen.
      Als Mitwirkende waren das Dresdner Streichquartett Thomas und Barbara
      Meining (Violine) Andreas Schreiber (Viola) sowie Martin Jungnickel
      (Violoncello) mit den Gästen Anke Heyn (Violoncello) und Luke Turrell
      (Viola) angekündigt, um sich und zwei Streichsextette vorzustellen.
      Tobias Teumer erläuterte die Kompositionen "Streichsextett op. 18 B-Dur"
      von Johannes Brahms und das "Streichsextett op. 4 Verklärte Nacht“ nach
      einem Gedicht von Richard Dehmel und unterhielt sich mit den
      Mitwirkenden über ihren Werdegang, ihre Pläne, vor allem über ihr
      Verhältnis zur Musik, zu den beiden Werken sowie zu ihren
      Lebensumständen in Dresden.
      Alle sechs Musiker sind Mitglieder der Staatskapelle Dresden. Das
      Dresdner Quartett spielt inzwischen seit 25 Jahren in dieser Besetzung.
      Mir war besonders aufschlussreich, was der britische Bratschist Luke
      Turrell, der über ein Stipendiat bei der Orchesterakademie der Berliner
      Philharmoniker im vergangenen Jahr zur Staatskapelle gekommen war, über die unterschiedliche Kultur beider Orchester berichtete.
      Bei den Berlinern spielen 131 hervorragende Individualisten
      miteinander, während er in Dresden erstmalig in seiner
      Musikerlaufbahn einen „Klangkörper“ erlebt.
      Eine Diskussion, welches Orchester das bessere sei, halte er für wenig zielführend.

      Außerdem gab es noch einen aufschlussreichen Vergleich zweier Instrumente:
      Der Konzertmeister der Staatskapelle Thomas Meining spielte das
      Brahms-Streichsextett mit einer Stradivari-Violine, die sich seit 1831
      im Besitz des Orchesters befindet, und die Schönberg-Komposition mit
      einem Instrument von Guarneri.
      Da war doch deutlich merkbar, dass die Stradivari über den gesamten
      hörbaren Frequenzbereich einen weichen Klang entwickelte, während das
      zweite Instrument doch bei den höheren Tönen eher spitz und fast
      aggressiv klingt, dabei natürlich aber auch über intensivere
      Durchdringung verfügt.

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