3. Sinfoniekonzert der "Robert-Schumann-Philharmonie" in Chemnitz

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • 3. Sinfoniekonzert der "Robert-Schumann-Philharmonie" in Chemnitz

      Konzerte mit jungen Musikern gab es am 15. Und 16.Novemberin der Stadthalle Chemnitz.
      Der noch“ stellvertretende Generalmusikdirektor“ derRobert-Schumann-Philharmonie Chemnitz, Felix Bender (Jahrgang 1986), dirigierteAlfredo Casellas „Rhapsodie für großes Orchester op. 11“, das „Doppelkonzert a-Moll op. 102“ von Johannes Brahms und das „Konzert für Orchester“ von Béla Bartók.
      Die Schönheit der Brahms-Komposition wird allerseits viel gelobt. Trotzdem wird das Werk selten aufgeführt, weil es nicht einfach ist,zwei überlegene und übereinstimmende Musiker als Solisten für dieses äußerst diffizile Werk zu gewinnen.
      Mit der jungen, aufstrebenden Violinistin Lea Birringer(Jahrgang 1986) und unserem Freund, dem rumänischen Cellisten Andrei Ioniţă(Jahrgang 1994), hatte man leidenschaftliche Musiker gefunden, die mit einem Sinn für Form sowie Struktur den Geheimnissen der Komposition nachspüren konnten.
      Beide boten die Unterhaltung der Instrumente mit hoherVirtuosität und Engagement und ließen keine Wünsche offen.
      Die Orchester-Begleitung war recht unspektakulär und gab den beiden Solisten ausreichend Freiraum.
      Insbesondere die starke Verzahnung der Solistenparts mit dem Orchestersatz gelang dem Duo mit hoher Meisterschaft, gelten doch beide als neue Stars am Streicher-Solistenhimmel (Times).
      Casellas Komposition, eigentlich eine Collage aus italienischer Volksmusik wurde zwar lärmig dargeboten, konnte aber kein Klangerlebnis vermitteln.
      Mag es nun an der problematischen Akustik des Stadthallen-Saales von 1974 mit der merkwürdigen Deckengestaltung liegen, oder war es die Orchestrierung der Darbietung.
      Andrei Ioniţă zur Raumakustik befragt, meinte aber,dass sich die Musiker gut gegenseitig hören konnten.
      Wesentliches über den problematischen Raumklang sagte derKlang des übrigens intensiven Beifalls aus: Das hörte sich wie dasWellengeplätscher an der Ostseeküste bei ruhigem Wetter an, platterte nur vor sich hin.
      Auch das von den vorderen Parkettreihen die Seitenplätzen unbesetzt blieben, zeigt, dass der Große Saal der Stadthalle Chemnitz für den Konzertbetrieb eigentlich zu breit bemessen ist und ruhig etwas länger bemessen sein könnte. Aber das ist wohl das Schicksal vieler derartiger Mehrzweck-Hallen.
      Die Wirkung der fünf Sätze der Bartok-Komposition „Konzert für Orchester“ war deutlich positiver. Felix Bender dirigierte mit weitausholenden Bewegungen in jeder Phase konzentriert und engagiert.
      Die 91 Musiker der als A-Orchester etwas schmeichelhaft klassifizierten „Robert-Schumann-Philharmonie“ folgten überwiegend engagiert den Intensionen des Chefs und boten auch ansprechende Solo-Passagen.
      Für Bender ein schöner Erfolg an beiden Abenden.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von thomathi ()