Le Prophète /Der Prophet

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    • Le Prophète /Der Prophet

      Ich lese gerne die in diesem Forum abgegebenen Kommentare. Bedauerlicherweise ist aber keiner in diese Oper gegangen oder es mag keiner davon berichten. Deshalb einige Worte meinerseits (Vorstellung vom 03.12.17).
      Vielen Kritiken waren von der Premiere nicht überzeugt.
      Hier ist ein Beispiel: br-klassik.de/aktuell/news-kri…sche-oper-berlin-100.html.
      Als angenehme Überraschung empfand ich (in dieser Reihenfolge):
      Seth Carico als Graf Oberthal.
      In vielen Stücken als Nebendarsteller von mir nicht sonderlich wahrgenommen, war er nun deutlich sicht- und hörbar. Ob es am Bart von Herrn Carico oder meinem Empfinden lag, kann ich nicht genau sagen. Ich freue mich jedenfalls, ihn als Richter im Wunder der Heliane wieder zu sehen.
      Elena Tsallagova als Berthe.
      Sie scheint der zweite Aufguss für viele Produktionen zu sein, nach dem die geläufigeren Darstellerinnen wieder weg sind. Die ganz große Stimme hat sie vielleicht nicht, aber darstellerisch überzeugte sie mich.
      Das Opernballett.
      Ich bin bisher in kein Ballett gegangen, aber gerade die Darbietung zu Beginn des 3. Aktes fand ich sehr beeindruckend. Die oben aufgeführte Kritik sah „keinen erhellenden Beitrag zum Regiekonzept“. Den Ausdruckstanz fand ich aber sehr gut und für das Stück passend. Auch wenn ich mich über die Rollschuheinlage (wie im Original) auch sehr gefreut hätte. An eine einprägende Ballettszene im 3. Akte der Hugenotten kann ich mich jedenfalls nicht mehr erinnern. Vielleicht liegt es auch an meiner Altersvergesslichkeit, schließlich ist das nun auch schon wieder ein Jahr her.
      Beim Ballett und am Schluss waren jedenfalls die Melomanen außer Rand und Band. Die Rufe und Pfiffe anderer gesellten sich zu meinem Beifall.

      Mein Dank gilt der Deutschen Oper Berlin, dass sie das Stück wieder inszeniert hat. Vermutlich versinkt das Stück ins Vergessen, zumal die Inszenierung mit ihren ständig bewegten und wechselnden Bühnenbildern einen großen Aufwand für die Technik darstellt. Vor meinem geistigen Auge waren die Kulissen aus Salome, Rigoletto und Othello sichtbar. Gerade die Drehbühne wurde immer schneller im Kreis bewegt. Langweilig wurde mir nicht.
      Musikalisch empfand ich den letzte Akt großartig (mit Orgel sowie Blechbläser an den vergitterten Seitenwänden). Als Hinweis: Am 23.12.17 um 19.05 Uhr gibt es eine Aufzeichnung bei DLF Kultur.
      P.S. Zudem steht wieder ein schöner Weihnachtsbaum im Foyer und die Waschbecken der Herrentoilette im Parkett wurde erneuert. Diese haben die gleiche Form wie in der Komischen Oper (mit den Tuchspender unter dem Becken).