Dies und das im Kino

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    • Zwischenrufer2 schrieb:

      Sie hat einen Text zusammengestellt, der keinen Sinn ergeben soll.
      Eine Persiflage eben. Solche Volten kommen im Original doch ständig vor.
      Und sie hat Humor und Witz eingebaut, beides geht dem Original leider ab.

      Zwischenrufer2 schrieb:

      Eine Möglichkeit wäre, dass sie mit dem Verständnis der Texte tatsächlich überfordert ist. Das glaube ich eher nicht
      Damit sind Sie gut beraten.
    • ira schrieb:

      Eine Persiflage eben.
      de.wikipedia.org/wiki/Persiflage
      Daraus: "Hier geht es also nicht um eine inhaltliche oder stilistische Transformation wie bei Parodie oder Travestie, sondern die geistreiche satirische Verzerrung von Inhalten, Themen oder Motiven steht im Vordergrund."
      Eine geistreiche Verzerrung kann aus geistreichen Texten niemals sinnlose Texte machen.
      Das soll es aber für mich gewesen sein. Ich meine, der Beitrag sagt genug aus, um zu dem Schluss zu kommen, dass er eine ausführliche Erörterung nicht verdient hat.
      Wie ich Sie kennen, werden Sie mir nicht das letzte Wort lassen. Rechnen Sie aber bitte nicht mit einer Erwiderung von meiner Seite. :)
    • danke, Zwischenrufer2, für die nachhaltige Aufmerksamkeit. Da hat mein Beitrag doch genau das getan, was er auch sollte: Sie haben sich und ihre Auffassungsgabe ausführlich und bestens präsentiert. Wenn Sie jetzt noch etwas hierzu schreiben, haben Sie auch garantiert das letzte Wort. Versprochen!
    • "La forza del destino" aus dem Royal Oper House Covent Garden am 02. April 2019:

      Eine weitere gelungene Produktion des ROH nach der "Walküre" konnte ich vorgestern im Kino sehen, "La forza del destino" in der Inszenierung von Christof Loy, mit der man gut zurechtkommen kann. Ich fand sie besser als unsere Münchner Version. Bis allerdings auf die erste Kampf-Szene zwischen Alvaro und Don Carlo, da ging es in der Kusej-Inszenierung auf dem langen Tisch schon ganz schön zur Sache, ebenfalls von Tézier und Kaufmann großartig gespielt. In London wurden die beiden bereits nach dem ersten Streich von Soldaten getrennt.
      Seltsam war, daß sich Leonora ausgerechnet im Kloster ihres Mantels entledigt und im Nachthemd dasteht (und da war einiges geboten ;-)). Sie sorgte damit beim Pater Guardian und vor allem bei Fra Melitone doch ziemlich für Verwirrung...
      Die beste Inszenierumg ist für mich immer noch die Münchner (1986) von Götz Friedrich mit den Goya-Gemälden.

      Anna Netrebko als Leonora war sehr bewegend, mit dunklem Sopran (wann singt sie wohl die Eboli?), blieb auch in den höchsten Höhen immer schönstimmig. Wunderbar ihre Piani in den Gebeten, anrührend ihre Darstellung. Jonas Kaufmann war in Bestform, man merkte deutlich, daß er sich in dieser Inszenierung wohler fühlte als im "Otello" in München. Ich bleibe bei meiner Meinung, daß sich das sowohl auf den Gesang als auch auf die Darstellung auswirkt. Seine Verzweiflung, als er am Ende als einziger Überlebender übrigbleibt, war höchst eindrucksvoll.
      Ludovico Tézier mit seinem wohlklingenden Bariton, der derzeit wohl der beste Verdi-Bariton sein dürfte, war ein rasender Rächer, so daß es einem kalt über den Rücken lief.
      Die Preziosilla der Veronica Simeoni war von den Haupt-Protagonisten am schwächsten. Sie hatte keine brustige Tiefe, am besten war sie in der Höhe. Ihr Timbre war heller als das der Netrebko, zu hell für die Rolle.
      Und dann waren da noch so ein paar Gesangs-Urgesteine: Ferrucio Furlanetto als Padre Guardiano, Robert LLoyd als Marchese di Calatrava, Roberta Alexander als Curra und Alessandro Corbelli als vergnüglicher Fra Melitone. Allesamt in noch sehr guter stimmlicher Verfassung.

      In der SZ fand sich gestern eine Kritik von Reinhard J. Brembeck mit dem Print-Titel "Hahnenkämpfe", in der er eine Aufführung mit Liudmyla Monastyrska bespricht.
      Voll zustimmen kann ich ihm mit dem, was er über Antonio Pappano schreibt:

      "Die "Forza" war schon immer ein Lieblingsstück der Dirigenten, da das Orchester hier eine weit größere Rolle spielt als in Verdis kurzen Stücken und zudem starke Kontraste auf engstem Raum zusammengedrängt werden. Also interessiert sich auch Antonio Pappano ganz besonders für dieses Stück. Pappano ist seit 2002 Musikchef des Hauses, er ist einer der wenigen großen Dirigenten, der fast alles kann. Glücklicherweise auch Verdi. Pappano hat sich in den letzten 20 Jahren faszinierend entwickelt. Vom Typ her ist er ein gefühlsbetonter, nie aufdringlicher Romantiker. Er bevorzugt einen farbig schillernden Klang, der nie harsch oder kantig daherkommt, sondern sich leicht und flexibel fortbewegt. Das Londoner Publikum liebt Pappano, der Beifall gehört vor allem ihm, der ihn ohne Allüren, bescheiden und dankbar annimmt."

      Und ich habe einmal mehr bedauert, daß wir Pappano in München nicht als GMD bekommen.....

      Ansonsten erntete Herrn Brembecks Artikel bei mir auch einigen Widerspruch, bzw. einen Kommentar dazu:

      "Das liegt daran, dass Jonas Kaufmann als Álvaro als ein Weißer daherkommt wie auch Leonoras mordlüsterner Rassistenbruder Carlo."

      Wie jetzt? Auf einmal? Ich denke, einen weißen Otello-Sänger schwarz zu schminken, ist politically not correct, aber der Alvaro soll auf einmal dunkel "daherkommen"? Kann man in dieser Sache vielleicht mal zu einer Linie finden?

      "Álvaro, Leonoras Lover, ist ein Mestize und damit dem nicht bloß strukturellen, sondern explizit offenen Rassismus von Leonoras Vater und Bruder ausgesetzt. Aus diesem derzeit wieder zunehmend aktuellen Thema ließe sich auf einer Opernbühne schon etwas machen."

      Und das war auch der Fall. Das hier ist schlicht nicht wahr:

      "Dass die beiden verschiedenen Kulturen und Rassen angehören, was im Stück zentral ist und den Hass Carlos entscheidend motiviert und unbewusst verstärkt, ist somit in London fürs Publikum nicht nachvollziehbar."

      Das wurde in mehreren Szenen sogar ausgezeichnet nachvollziehbar. Jedesmal, wenn Alvaro seine Herkunft erwähnt, rastet Don Carlo di Vargas obsessiv aus. Wenn Herr Brembeck das nicht erkannt hat, ist das sein Problem.

      Der Rassismus wird auch zum Thema, wenn Fra Melitone den Bettlern erzählt, daß er Don Raffaele "Indianer" und "Mestize" nachgerufen hat, und wie dieser darauf reagiert hat. Das wird in der entsprechenden Szene sehr deutlich.
      Im übrigen habe ich das Gefühl, es wurden einige Striche aufgemacht. So z.B. im Wirtshaus und in der Volksszene mit dem Rataplan.
      Ach ja, Rataplan: ich kann mich mit dem Stück einfach nicht anfreunden. Pim, pam, pum ;)

      Und hier die ganze Kritik:

      sueddeutsche.de/kultur/verdi-i…d-hahnenkaempfe-1.4393072
    • Das Antrittskonzert von Kirill Petrenko als Chefdirigent der Berliner
      Philharmoniker am 23.08.19 mit
      Alban Berg
      Symphonische Stücke aus der Oper Lulu
      Ludwig van Beethoven
      Symphonie Nr. 9 d-Moll
      Marlis Petersen Sopran

      Elisabeth Kulman Mezzosopran
      Benjamin Bruns Tenor
      Kwangchul Youn Bass
      Rundfunkchor Berlin

      wird live in viele Kinos bundesweit übertragen:
      berliner-philharmoniker.de/kino/#cinema-overview
    • Für alle aus und um München... nächste Woche (4.9.) startet das
      13. Fünfseen Film Festival (fsff),
      bei dem diesmal einige Filme mit Bezug zu Musik & Tanz gezeigt werden:

      Klangraum. Die Seele der Geige
      Ein Dokumentarfilm über das Suchen nach dem perfekten Klang - zum einen beim Bau einer Geige, zum anderen wird Frank Peter Zimmermann mit "seiner" Stradivari begleitet...
      fsff.de/home/cm/fff-current-n-filmarchiv/index.9771.html

      Crescendo - #makemusicnotwar

      Ich habe ihn im Juni beim Filmfest München bereits gesehen und fasse es ohne zu viel zu verraten mal so zusammen: Ein Film über die verbindende Kraft von Musik, aber auch darüber welche Hürden erst überwunden werden müssen, damit gemeinsam wirklich gute Musik entstehen kann.
      (offizieller Filmstart in Dtld.:16.01.2020)
      fsff.de/home/cm/fff-current-n-filmarchiv/index.9868.html

      Nurejew – the white crow

      Dtld. Premiere beim Filmfest München, startet am 26.9. bundesweit in den Kinos. Regie Ralph Fiennes.
      Der Film zeichnet (allerdings ncith chronologisch) die frühen Jahre Nurejews nach und endet bei seiner Flucht in den Westen.
      fsff.de/home/cm/fff-current-n-filmarchiv/index.9571.html

      Außerdem gibt es noch Filme für diejenigen, die außer Klassik auch Jazz und Tango lieben und vieles mehr zu entdecken.
    • Gloria Palast Klassik Newsletter: Vorpremiere Pavarotti

      Sehr geehrte Damen und Herren,
      liebe Klassikfreunde.

      Ich freue mich Ihnen ein weiteres Highlight im Gloria Palast ankündigen zu dürfen:
      Wir zeigen Ihnen am 15.12.2019 um 13:30 Uhr die Vorpremiere des Dokumentarfilms über eine der grössten Stimmen des 20. Jahrhunderts: Luciano Pavarotti.
      [Blockierte Grafik: https://3c-bap.gmx.net/mail/client/attachment/view/tmai15d5969c2efbda1e/aW1hZ2UwMDEucG5nQDAxRDU5NzNGLjUyODkyMEIw;jsessionid=EA1D2E30550C5132829A96F8EAB6B766-n4.bap12b]
      Oscar-Preisträger Ron Howard vollzieht anhand von Beiträgen aus dem Familienarchiv, Interviews und Live-Mitschnitten das Leben eines der berühmtesten Operntenöre der Welt nach. Aufgewachsen in einem einfachen Elternhaus, begleitete Luciano Pavarotti die Begeisterung zur Musik bereits von früh an, auch wenn er sich zunächst anderen Berufsfeldern zuwandte: Nachdem er kurzzeitig mit einer Karriere als Fußballer geliebäugelt hatte, schlug er schließlich eine Laufbahn als Lehrer ein. Letztlich war es allerdings seine musikalische Leidenschaft, die ihm zum großen Durchbruch verhalf. Erste gesangliche Erfolge feierte er als Mitglied eines Männerchors, in den 60er Jahren kam er schließlich als Solokünstler groß raus. Spätestens 1972 mit seinem Auftritt in der Oper wurde er schließlich zum Weltstar und zur unerreichten Größe der Opernwelt.
      Nach Regie-Arbeiten über Rapper Jay-Z und die Fab Four präsentiert Oscar-Gewinner Ron Howard nun seine dritte Musik-Dokumentation innerhalb von nur sechs Jahren: „Pavarotti“ erzählt das Leben des mit mehr als 100 Millionen verkauften Alben wohl populärsten Opernsängers aller Zeiten. Der emotionale Film punktet mit vielen gute Laune versprühenden, aber dazwischen auch immer wieder melancholischen Momenten. Howard spricht zwar Pavarottis persönliche Fehler und Schwächen an, konzentriert sich dann jedoch meist auf die vielen positiven Seiten des Italieners. Dass Rock- und Folk-Fan Howard nicht gerade ein Opern-Experte ist, erweist sich dabei als überraschend hilfreich. So zeigt er uns selbstverständlich den einmalig begabten Sänger, mindestens ebenso ausführlich jedoch auch den Vater, Ehemann und Freund Pavarotti.
      Der Vorverkauf läuft, Karten erhalten Sie an unserer Kasse oder im Internet unter
      www.gloria-palast.de.

      Kay T. Willer
      Klassik im Kino / Teamleiter
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