Zauberflöte - Komische Oper am 18.12.2017

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    • Zauberflöte - Komische Oper am 18.12.2017

      Kurz vor Beginn der Vorstellung habe ich die Nachricht vom Tode eines sehr geschätzten Mitgliedes erfahren - ihm möchte ich diese Erinnerung an die gestrige Zauberflöte widmen. Er hat diese Produktion sehr geschätzt, auch mindestens einen der Sänger des gestrige Abends.
      Es handelt sich - alles bekannt - um eine sehr spezielle Produktion, die unter Einsatz von Filmsequenzen die Handlung in das Stummfilmmilieu verlegt. Die Sänger müssen sich in die Filmsequenzen einfügen, an einer Stelle wurde gestern klar, wie genau das geschehen muß: Papageno (?) verfehlte um ein paar Zentimeter den Schwanz der "Katze", schon ragte dieser als schwarzer Strich über die Bühne. Eine recht anstrengende Sache, die doch so leicht aussehen soll. Die musikalische Seite dieser 127. Aufführung (inzwischen wurde diese Produktion weltweit gezeigt, mit über 300.000 Zuschauern) war sehr erfreulich. Schlank und flexibel das Orchester unter dem neuen Studienleiter Jordan de Souza, der schon so beeindruckend die "Pelleas"-Premiere leitete, Pamina war Vera-Lotte Böcker, neues Ensemblemitglied, die eine ergreifende Darstellung lieferte, Tamino Tansel Akzeybek. Schon im ersten Aufzug fiel mir der Papageno auf: leider habe ich ihn nicht erkannt, es war nun für den Besetzungszettel zu dunkel. Ein stimmschöner Papageno, der auch in dieser Produktion nicht nur rummzappelte: es war Köninger, von dem ich weiß, daß auch der Alte Frager ihn sehr geschätzt hat. Der Rest adäquat besetzt. Einzige "Schwachstelle" war m.E. der Sarastro von Larsen, der doch sehr gemächlich daherkam (kann aber auch an der Produktion liegen!). Diese Produktion verfehlt ihre Wirkung bei jung und alt nicht, sie ist eine schöne Ergänzung zu den Zauberflöten, die uns belehren wollen oder pädagogisch-humanistisch daherkommen.