Sächsische Staatkapelle bald auch im Kulturpalast

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    • Sächsische Staatkapelle bald auch im Kulturpalast

      Die sächsische Staatskapelle wird in der kommenden Saison ihren Widerstand gegen die Angebote der Stadt und der Dresdner Philharmonie aufgeben und eine Reihe Sonderkonzerte im Konzertsaal-Umbau des Kulturpalastes aufführen.
      Zunächst wird am 22. September das traditionelle Konzert zum 470. Geburtstag der Staatskapelle und am 27. November ein Konzert mit dem Dirigat von Peter Eötvös, dem Capell-Compositeur der Folgesaison, stattfinden.
      Wichtigster Grund des Orientierungswechsels ist aber, dass im Konzertsaal der „Kulti“ wichtige Werke insbesondere von Gustav Mahler und Dmitri Schostakowitsch aufgeführt werden können, deren Darbietung die räumlichen Gegebenheiten des Semper-Baus verbieten.
      Obwohl in den Garderoberäumen der Musiker dieVoraussetzungen für beide Orchester geschaffen sind, bleibt aber die Semperoper die künstlerische Heimat der sächsischen Staatskapelle.

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    • Die akustische Konzeption des Semper Bau ist von Haus aus als Opernhaus ausgelegt. Das Volumen des Raumes muss begrenzt sein, so dass die menschliche Stimme auch das Haus ausfüllen kann.
      Damit ist seine Eignung für Orchesterkonzerte aber begrenzt. Für die Darbietung bestimmter Konzertwerke ist die Semperoper schlichtweg zu klein.
      Neben der Raumgröße spielen aber auch neben einer Vielzahl anderer Faktoren vor allem Grundriss, Schalllenkung sowie –streuung, Bühnen- und Hörflächenanordnungen und Absorptionsverhältnisse des Raumes eine Rolle, ob ein Saal für eine hochwertige Interpretation eines Werkes geeignet ist.
      Leider ist der Raum des Gottfried Semper für bestimmte Werke von u.a. Schostakowitsch, Mahler und Strauss überfordert, zumal gerade diese Komponisten eigentlich zur Kernkompetenz der Staatskapelle gehören.
      Wie schon vergleichsweise geringe Veränderungen des akustischen Konzepts eine Wirkung bringen, hat die 2015 durch die Firma Suono Vivo aus Padua vorgenommene Neugestaltung des Konzert-Bühnenaufbaus, des sogenannten „Konzertzimmers“ nachgewiesen.
      Durch die Neugestaltung der Wände und der Decke, die Größe übrigens abhängig von der Orchesterbesetzung, können sich die Musikerinnen und Musiker an den unterschiedlichen Pulten besser hören und spontaner aufeinander reagieren.
      Auch das Hörerlebnis im Saal hat sich im Positiven verändert.
      Du kannst beruhigt anreisen, denn die Programmplaner kennen die Grenzen des Hauses.