Turn of the screw, Staatsoper Berlin

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    • Es handelt sich um einen großartigen Musik-Theaterabend, der die Zuschauer in seinen Bann zieht. Guth liefert natürlich eine Interpretation in seinem Sinne ab, in einem Stück, das ja ohnehin viel Raum für Interpretationen lässt. In den Niederungen des dunklen Bühnenbildes bleibt Freiraum für die Zuschauer, sich das Unerklärbare zu erklären. Großartig die knappe Besetzung im Orchester und ihre Umsetzung durch Musiker der Staatskapelle Berlin unter Daniel Cohen (eher von der DOB bekannt).
      Großartig die Intensität der Darsteller: Maria Bengtsson, pausenlos auf der Bühne, liefert schauspielerisch ein großartiges Rollenporträt, bleibt aber musikalisch etwas blaß. Eindrucksvoll auch der Miles des Countertenors Thomas Lichtenecker. Die anderen Rollen solide bis gut besetzt; was zählt, ist aber die hervorragende Ensembleleistung.

      Ich kann nur jedem empfehlen, in eine der restlichen Vorstellungen zu gehen - mit oder ohne Sonderaktion der Staatsoper. Das Haus ist spärlich besetzt gewesen am 11.04., man hatte den Eindruck, daß viel Touri-Publikum im Haus war, das dann mit dem Stück nicht viel anfangen konnte.