Müpa Wagnertage 2019

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    • Müpa Wagnertage 2019

      Sie haben es wieder geschafft! :evil: Seit einigen Wochen schaue ich regelmäßig auf der Website, ob der Kartenverkauf für die Wagnertage 2019 begonnen hat. Unter Events fand und findet sich aber nur "Budapest Wagner Days 2018". Heute habe ich mal im Kalender den Juni 2019 aufgerufen - und, siehe da, vom 13. - 16.6. 2019 steht der Ring drin. Und natürlich sind unsere Lieblingsplätze schon verkauft. :cursing:
      Mehr als die Hälfte der Tickets scheinen schon verkauft zu sein. Wer also mit dem Gedanken spielt, sich den Ring in 4 Tagen anzuhören/sehen (von Hartmut Schörghofer überarbeitete Inszenierung), sollte sich mal auf der Website umsehen:
      mupa.hu/en/events/calendar/06/2019
    • RagnarDanneskjoeld schrieb:

      Danke für den Hinweis. Welche Plätze sind denn empfehlenswert?
      Die teuersten. Aber 73300 HUF (ca. 240 €) für den ganzen Ring sind ja auch nicht die Welt. (Wir haben immer gern in der 21. Reihe (für ca. 155 €) gesessen, der 1. Reihe hinter dem Gang, aber die sind schon weg.)
      Momentan gibt es noch 2 Plätze in der 17. Reihe, die würde ich nehmen.
    • Ich habe leider etwas zu spät gesehen*, dass es einen 2. Ring gibt vom 20.-23.6.19. Dieser ist nicht so gut verkauft.
      * Man muss im Kalender mit dem Zeiger über die entsprechenden Tage streichen, um die Vorstellungen zu sehen. Die ungarischen Marketingexperten scheinen eine interessante Strategie zu verfolgen: mache es dem Kunden so schwierig wie möglich, das Produkt zu erwerben. ;(
    • susakit schrieb:

      Schade, dass es die Ring-Teile nicht einzeln gibt.
      In den früheren Jahren war es so, dass ab einem bestimmten (?) Zeitpunkt auch Einzeltickets gab. Für den 1. Ringzyklus gibt es allerdings nur noch wenige Einzelplätze, beim 2. sieht es besser aus.
      Frag doch einfach mal an:
      info@mupa.hu
      (Sollte Dein Ungarisch seit dem Sommer etwas eingerostet sein, versuch es mit Englisch.)
    • Gestern begann der Ring mit Rheingold sehr vielversprechend.
      Ádám Fischer beeindruckt mit spannendem, intensivem Dirigat, das Ochester folgt bereitwillig und bietet einen wunderbaren Klang.
      Sängerisch ist alles auf gutem bis herausragenden Niveau.
      Péter Kálmán ist ein prägnanter Alberich, Johan Reuter ein intensiver, nicht allzu dunkler Wotan. Christian Franz, Siegfried vergangener Tage, hat mit dem Loge eine sehr gute Partie gefunden.
      Die Riesen sind mit Urgestein Walter Fink (Fafner) und Per Bach Nissen (Fasolt) ordentlich besetzt.
      Mime Gehard Siegel ist eine Luxusbesetzung, ich freue mich auf seinen Siegried-Mime.

      Die ungarischen Sängerinnen und Sänger Atala Schöck (Fricka), Lilla Horti (Freia), Erika Gál (Erda), Zsolt Haja (Donner), Suabolcs Brickner (Froh) hinterlassen einen sehr guten Eindruck, ebenso die Rheintöchte (Woglinde) Eszter Wierdl,(Wellgunde) Gabriella Fodor und (Flosshilde) Zsófia Kálnay.
      Hartmut Schörghofer hat sein Konzept deutlich überarbeitet, schöne Videosequenzen hinzugefügt.
      Bei weitem ist es keine konzertante Aufführung mehr, die Personenführung ist intensiv und glaubhaft, ohne Übertreibung auskommend.

      Der Saal m Musikpalast Budapest bereitet durch seine traumhafte Akustik ohnehin reinstes Hörvergnügen.
      Der 1. Akt Walküre hat die Erwartungen noch übertroffen, mehr dazu später.
    • Die Walküre, 14.6. 2019

      Der 1. Aufzug der Walküre ist ja fast eine Oper für sich und wird auch des öfteren in Konzerten gegeben. Deshalb habe ich diesen Akt wirklich schon sehr oft erlebt.
      Gestern im Müpa war das eine Sternstunde. Kongenial ergänzten sich Protagonisten, Dirigent und Orchester.
      3 Protagonisten, Hundings Hundemeute, dargestellt durch Tänzer*innen, keine Requisiten.
      Camilla Nylund (Sieglinde), mit wunderschönem, wandelbar leidend- jubelndem Sopran und Stuart Skelton
      (Siegmund) mit baritonal -dunklem, zu leisen Zwischentönen fähiger Heldentenor und der mächtig-düstere schwarze Bass des Hunding, gegeben von Albert Pesendorfer, zauberten ein spannungsgeladenes Kammerspiel der Extraklasse auf die Bühne.

      Im 2. Akt begegnete man Catherine Foster als Brünnhilde, langjährige Bayreuth-Interpretin dieser Rolle. Ihr Sopran klang frisch, hell, jugendlich-strahlend. Zusammen mit ihrer Bühnenpräsenz überzeugt sie uneingeschränkt.

      Atala Schöck gab ein Kabinettstückchen als selbstbewusste Fricka.
      Johan Reuter in der Rolle des Wotan war an diesem Abend in sehr guter Verfassung, in den Tiefen und Höhen der Partie gleichermaßen präsent, seine Erzählung war von guter Diktion gezeichnet.
      Die Todesverkündigung wurde, vom Orchester farbig getragen, zu einem eindringlichen Höhepunkt zwischen Brünnhilde und Siegmund.

      Den dritten Akt eröffnen die Walküren, bestehend aus einem Ensemble ungarischer Damen: Helmwige- Gertrúd Wittinger, Gerhilde- Eszter Wierdl, Waltraute- Gabriella Fodor, Ortlinde -Beatrix Fodor, Siegrune -Éva Várhelyi, Rossweisse- Zsófia Kálnay, Grimgerde -Erika Gál, Schwertleite- Anna Kissjudit.
      Über Sieglindes eindringliches „hehrstes Wunder“ und Wotans Zornesausbruch mündet der Abend in den hochemotionalen Abschied zwischen Wotan und Brünnhilde. Selten so einfach und doch berührend erlebt.
      Feuergott Loge tritt als rot gekleideter, hervorragender Tänzer auf und waltet freudig seines Amtes.
      Überschwängliche Begeisterung des Publikums für Solisten, Dirigent und Orchester, sowie den für die überzeugende szenische Neueinstudierung verantwortlichen Hartmut Schörghofer.
    • Im Siegfried wurde an die musikalisch hochwertige Qualität nahtlos angeknüpft.
      Dass sich Siegfried Stefan Vinke und Mime Gerhard Siegel blind verstehen, ist auch ihren zahlreichen gemeinsamen Auftritten geschuldet.
      Sowohl sängerisch, als auch szenisch boten beide Weltklasse-Niveau.
      Allison Oakes gab eine lyrische Brünnhilde, schönstimmig. Sie wird in der Partie weiter wachsen. Tomasz Konieczny
      schien als Wanderer stimmlich alles übertönen zu wollen. Das klang eindrucksvoll, manchmal etwas undifferenziert. Mehr Farbigkeit hätte gut getan.
      Péter Kálmán als Alberich ist prädestiniert für diese Rolle.
      Erik Gál als Erda hat einen schönen Mezzo aufzubieten und musste leider aus dem Off singen.
      Walter Fink ist ein der Figur bestens entsprechender Fafner.
      Eszter Zemlenyi bezauberte als Waldvogel aus den Höhen des Bela-Bartok Konzertsaals.

      Ádám Fischer leitete das Radio-Orchester Budapest mit Energie und Leidenschaft, die Musiker boten eine hervorragende Leistung.

      Der Abend begann wegen technischer Probleme 20 minütig verspätet.
      Ob dann alles ordnungsgemäß ablief, ist schwer zu beurteilen.
      Jedenfalls boten die Sänger in ihren Figuren spannungsreiches Musikdrama.
      Regie: Hartmut Schörghofer.