Saison 2018/2019

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    • Saison 2018/2019

      Viktor Schoner kann nicht ganz verstecken, dass er bis vor kurzem Leiter des KBB in München war; bei den Regisseuren (Schilling, Ranisch, Kimmig, Warlikowski), bei den Ensemblemitgliedern (Kammler, Juric, Nekoranec) und bei den schon bekannten Gastsängern (in den Premieren u.a. von der Damerau oder Gantner) sind die Münchner Einflüsse unverkennbar. Das muss nichts schlechtes für Stuttgart bedeuten:

      staatsoperstuttgart.de/
    • Schambes schrieb:

      Radio
      Heute SWR 2 um 17 Uhr 03:

      Oper Stuttgart - Lohengrin
      mit Okka von der Damerau als Ortrud (Rollendebut) , Michael König als Lohengrin (not my cup of tea) und Simone Schneider als Elsa.(ebenfalls Rollendebut).
      Hat das jemand gehört oder sogar mitgeschnitten? Okka von der Damerau als Ortrud würde mich interessieren. Ich kann mich nicht erinnern, schon einmal davon gehört zu haben, dass eine Sängerin in derselben Spielzeit Ortrud, Ulrica und Azucena singt...
    • Konrad Nachtigall schrieb:

      Hat das jemand gehört oder sogar mitgeschnitten?
      Die Kritikerin der SZ - Ekaterina Kel - hat es gehört und sogar gesehen.

      Die Print-Ausgabe titelt:

      Alter Held in neuer Schieflage
      Der Ungar Árpád Schilling inszeniert zur Spielzeiteröffnung an der Oper Stuttgart Richard Wagners "Lohengrin"

      Leider ist der Artikel wieder mal nur SZPlus. Aber sehr interessant, auch was die Inszenierung betrifft. Árpád Schilling stellt die Figur des Lohengrin auf dem Kopf. Er ist ein Mann aus dem Volk und nicht "von Gott gesandt".

      "Schillings Dreh funktioniert gut, bis im dritten Akt in der Hochzeitsnacht nicht nur Elsa, sondern auch den Zuschauern grundsätzliche Fragen kommen..."

      Zu Okka von der Damerau schreibt Frau Kel:

      "Stattdessen ist Ortrud - gesungen von der bezaubernden Okka von der Damerau, die allein schon wegen ihrer selbstgesetzten expressiven Akzente in der Partie alle überstrahlt, - mächtiger denn je, ihre entehrten Germanen-Götter stärken sie. Sie ernennt einfach jemand anderen aus dem Volk als den nächsten Führer, dem alle folgen."

      sueddeutsche.de/kultur/oper-al…ge-1.4150862?reduced=true
    • Stuttgarter "Lohengrin": Allenfalls Gicht am Ende des Tunnels
      Mit und ohne Schwan sind autoritäre Politiker gerade wieder sehr in Mode.
      Der Ungar Árpád Schilling zeigt Wagners Gralsritter-Oper als bittere Satire auf die Wankelmütigkeit und Ignoranz des Volks. Das Diktatoren-Karussell dreht sich immer weiter.
      br.de/nachrichten/kultur/stutt…-ende-des-tunnels,R54k9ZH

      Das Volk ist verunsichert
      deutschlandfunkkultur.de/lohen…ml?dram:article_id=429384

      Masse, Macht und Märchen
      stuttgarter-nachrichten.de/inh…00-860d-86f13d4027a9.html

      Staatsoper Stuttgart eröffnet Saison mit "Lohengrin"
      musik-heute.de/18603/staatsope…tet-saison-mit-lohengrin/
    • Hm... dass die Kritiker die Inszenierung gesehen haben, glaube ich Ihnen. Meine Frage war ja aber, ob Sie Frau von der Damerau gehört haben. Hier ist ungekürzt alles, was ich unter den vier obigen Links gefunden habe (auf die SZ habe ich keinen Zugriff):


      Diverse schrieb:

      Schauspielerisch ganz stark waren Okka von der Damerau als coole Ortrud und Martin Gantner als Friedrich von Telramund im Honecker-Look - ein Paar, das auch stimmlich jederzeit in der Lage war, dieses Brabant unter Kontrolle zu halten.

      Okka von Damerau verfügt als Ortrud über einschmeichelnde Töne ebenso wie über geifernde…

      … dass sich bei [Okka von der Damerau] nicht dieselbe Balance zwischen Stimmschönheit und Ausdruck herstellt, ist vor allem der Exaltiertheit ihrer Partie geschuldet. Von der Damerau lebt sie aus – und nimmt dafür in Kauf, dass ihr Sopran in der Höhe auch mal flattert oder dass nicht jeder Ton eine Punktlandung ist.

      Okka von der Damerau aus dem Ensemble der Bayerischen Staatsoper gibt als Ortrud ihr Haus- und Rollendebüt.
      Tja. Immerhin weiß ich jetzt, dass ihr Sopran (sic!) in der Höhe manchmal flattert.
    • Start in eine neue Ära: „Lohengrin“ in Stuttgart - Retter wider Willen
      Mit einem dunklen, nihilistischen „Lohengrin“ startet die Stuttgarter Oper in eine neue Intendanz. Nicht alles lief dabei optimal. Die Premierenkritik.

      "Okka von der Dameraus erste Ortrud
      Einen Triumph feiert eine Münchner Leih-Sängerin. Okka von der Damerau singt ihre erste Ortrud so, wie es sein muss, nämlich allein mit den Zinsen ihrer Stimme. Kein einziges Mal gerät ihr substanzreicher Mezzo an den Anschlag. Nach innen gekehrte Passagen formt sie, ohne klanglich etwas abzuschnüren, Entladungen funktionieren ohne künstlichen Nachdruck. Eine solch natürliche, inhaltlich genau gestaltete, auch sehr frauliche Ortrud jenseits aller funkensprühenden Hexen-Klischees ist ein singulärer Fall – und dürfte Begehrlichkeiten bei den internationalen Besetzungsbüros wecken."

      merkur.de/kultur/premiere-von-…r-stuttgart-10289655.html
    • Von der Damerau war wirklich stark. Nie exaltierte Furie, sondern immer lady-like. Bei den "entweihten Göttern" ist ihr der Ton auf "Rache" unvermittelt abgebrochen, was sie aber geschickt kaschieren konnte. Jennifer Davis sprang übrigens für Simone Schneider ein.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von RagnarDanneskjoeld ()

    • Ich war am Mittwoch in der Vorstellung und mich konnte Frau von der Damerau nicht überzeugen. Im zweiten Akt war sie meiner Meinung sehr schrill, fast schon hysterisch. Zum Schluss fand ich sie gut als sie auf das Podest (vormals Bett) sprang und sang: Erfahrt, wie sich die Götter rächen, von deren Huld ihr euch gewandt!
      Frau Jennifer Davies als Ersatz für die erkrankte Simone Schröder konnte Gefallen.
      Insgesamt fand ich alles zu laut - die Sänger, das Orchester und besonders den Chor. Es fehlte der warme Klang.