Parsifal, Audi/Baselitz/Petrenko, Pape/Gerhaher/Stemme/Kaufmann

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    • Dann also:

      Die Live-Premierenübertragung auf Bayern 4 Klassik beginnt heute um 15 h 30 mit dem "Foyer".
      Beginn der Vorstellung ist um 16 h.
      Ich denke, die Besetzung ist bekannt.

      "Reif und vieldeutig":

      "Das Bühnenweihfestspiel, das sich Richard Wagner 'für die höchste Reife erspart' hatte, ist sein letztes, wohl auch vieldeutigstes Werk geblieben.
      Die Bayerische Staatsoper eröffnet mit einer "Parsifal"-Neuproduktion die Münchner Opernfestspiele 2018.
      Musikalisch dürfte die Aufführung ein Hochgenuß werden, mit weltweit führenden Wagnersängern wie dem Tenor Jonas Kaufmann (sehr schönes Photo ;) ) in der Titelrolle."
    • Flottes Dirigat. Mit 1 Stunde und 40 Minuten dürfte dieser 1. Aufzug zu den schnelleren gehören.
      Ich glaube, bei James Levine waren es 2 Std. und 5 Min.

      Seltsame Besetzungsstrategie. Amfortas - Christian Gerhaher - klingt wie ein Tenor, bei einem Parsifal, der sehr baritonal ist.

      Christian Gerhaher sagte eben im Pausengespräch: "Ich bin für diese Rolle nicht geschaffen." Bachler hätte ihn überredet und er hätte es nur gemacht, weil Kirill Petrenko dirigiert.

      Musikalisch sehr transparent, feinstimmige Dynamik, gute Textverständlichkeit.
    • Luxorioes schrieb:

      Das haben Sie aber wirklich tollkühn zusammengefasst. Beim verstehenden Hören haben Sie anscheinend auch erhebliche Schwächen, nicht nur beim verstehenden Lesen.
      Wir wollen uns noch mal des ersten Beitrages dieses Treads erinnern. Danke.
      It is only shallow people who do not judge by appearances. The true mystery of the world is the visible, not the invisible. Oscar Wilde
    • Nun. Er hat erklärt, dass das eigentlich nicht seine Partie ist, weshalb er lange gezögert hat, das zu machen. Aber Bachler hat sehr um ihn geworben, und die Tatsache, dass Petrenko dirigiert, hat ihm das Vertrauen gegeben, dass er die Partie unter diesen Umständen sehr wohl singen kann. Merken Sie den Unterschied?

      Der erste Beitrag, Herr Oberaufpasser, schließt nicht aus, dass man eine offensichtliche Falscharstellung der Äußerung eines Sängers kritisiert und richtigstellt.
      Ceterum censeo, Werktreue esse delendam.
      Geiserich
    • @Luxorioes,
      Sie trauen sich was. Es ist keineswegs eine Falschdarstellung! Er hat das Ersuchen Bachlers schließlich angenommen, weil Petrenko dirigiert. Daß er das gemacht hat, "weil er die Partie unter diesen Umständen sehr wohl singen kann", ist trivial und kann sich jeder selbst denken. Ganz ohne Ihre gütige Mithilfe.
      Wenn Sie weiter kommentieren wollen, dann machen Sie das bitte im anderen Thread!
    • Liebe Forumsleute und - leutinnen,

      ich sitze am Radio und höre das was bei mir akustisch ankommt. Das ist dieses mal eine ganze Menge. Es gefällt mir sehr und diskutieren über das, was Christian Gerhaher gesagt, gemeint, vielleicht gemeint hat, kann man dann immer noch. Ich will natürlich niemanden daran hindern, sich in geübter Manier über jedes Komma zu streiten.
    • Viel Lärmens um Nichts. Was Audi und Baselitz abgeliefert haben ist Nichts. Nicht mehr und auch nicht weniger. 2 Vorhangmotive (davon eine Mauer) und ein Wald aus Schaumgummis. Das ist die Leistung von Baselitz. Und was macht Audi? Er stellt die Sänger an die Rampe und verwendet als Speerersatz ein Zahnstocherl. Eine Auseinandersetzung mit dem Werk findet nicht statt. Viel Lärmens um Nichts. Erwartungen voll erfüllt.

      Nach der Genialität von Konwitschny kommen einem bei dieser szenischen Umsetzung die Tränen...

      Hoffentlich fühlt sich jetzt niemand mit meinen Aussagen persönlich angegriffen

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Besserwisser ()

    • Ich habe nur die ersten beiden Aufzüge gehört (dann bin ich essen gegangen). Mein Eindruck: tolles, interessantes Dirigat, sehr gute Kundry, Gerhaher mit ungewöhnlicher, aber nicht uninteressanter Interpretation, Wolfgang Koch souverän. Von René Pape war ich etwas enttäuscht, und Jonas Kaufmann ... er ist einfach nicht mein Fall. Wahrscheinlich habe ich inzwischen schon Vorurteile, denn Millionen F.... rauen können doch nicht irren. ;)
    • Welch eine Enttäuschung! Ich habe selten eine so langweilige, zähe Aufführung erlebt wie heute. Auch die Sänger haben lange nicht das versprochen, was ich mir erhofft habe oder die Marketingmaschinerie versprochen hat. Vor allem von Pape bin ich enttäuscht: Er hat die Rolle derart routiniert gesungen, ohne Bühnenpräsenz, dass seine lange Partie unglaublich lang wurde... Auch Herr Kaufmann ist in der Rolle noch lange nicht angekommen. Ich hatte den Eindruck, er steht ständig neben sich. Petrenko betont das Moderne, auch das Rezitaivische der Partitur, aber so richtig Stimmung will einfach nicht entstehen. Nichts zieht einen in Bann. Die Inszenierung fand ich schlicht öde mit ein paar suggestiven und interessanten Momenten: Aber Audi kann sich nicht entscheiden, ob er das Bühnenbild als Vorlage einer Installation nimmt und daraus eine Inszenierung macht (wie z.B. Castelluccis Tannhäuser) oder doch "realistische" Momente der Inszenierung betonen will. Viele Buhs für die Regie, und, wie ich finde, etwas unbegründet frenetischen Applaus für den Dirigenten.