Theater Erfurt

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Ich lese da "Laut Gericht hatte Montavon in vier Fällen Steuern in einem insgesamt hohen fünfstelligen Betrag hinterzogen. Die vier Fälle betreffen Steuererklärungen aus den Jahren 2013 bis 2016." - Da ich keinen Steuerberaterin, dagegen jedoch ziemlich dumm bin, würde ich gerne wissen, was das mit 11.000 € zu tun hat?
    • Cheryl schrieb:

      Welch' Ironie des Schicksals, dass ich Steuerberater bin!
      Dann ist Ihr Beitrag also Werbung in eigener Sache? :whistling:
      Dann sollten Sie aber darauf achten, dass Ihre Beiträge eine stärkere logische Stringenz haben:

      Cheryl schrieb:

      ein kleiner Provinzregisseur
      vs:

      Cheryl schrieb:

      der seit über 20 Jahren im Ausland gastiert
      Oder ging es Ihnen nur darum, ein wenig Häme zu verbreiten:

      Cheryl schrieb:

      Provinzregisseur mit großem Geltungsdrang
      und was hat Letzteres mit der Steuerhinterziehung zu tun?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Reingold ()

    • Gundryggia schrieb:

      Ich lese da "Laut Gericht hatte Montavon in vier Fällen Steuern in einem insgesamt hohen fünfstelligen Betrag hinterzogen. Die vier Fälle betreffen Steuererklärungen aus den Jahren 2013 bis 2016." - Da ich keinen Steuerberaterin, dagegen jedoch ziemlich dumm bin, würde ich gerne wissen, was das mit 11.000 € zu tun hat?
      Nun verkaufen Sie sich doch nicht unter wert! Es handelt sich jedoch in diesem Fall um eine Zahlung von 13.500 EUR p.a. Für mich ist von Interesse, wie es sein kann, dass der Intendantenvertrag von Herrn Montavon eine Fülle von Nebentätigkeiten zulässt. Neben Inszenierungen (die im Übrigen bei ihm nicht limitiert sind; selbst Frau Wagner mit ihrem Sommebetrieb darf pro Spielzeit nur zwei Inszenierungen außerhalb liefern), Tätigkeiten in einer Beraterfirma, Dozenturen in Japan und Kanada, Schweizer Konsular in Thüringen, etc.; da kommt bei mir die Frage auf, wie sich all diese Tätigkeiten mit einer (man sollte doch annehmen) beanspruchenden Intendantentätigkeit verbinden lassen.

      Herr Montavons Geltungsdrang ist lediglich Häme meinerseits.

      Von Interesse dürfte allerdings sein, dass Herr Montavon regieführende Intendanten anderer Häuser zu sich einlädt und anschließend an diesen Häusern selbst inszeniert - und das in Regelmäßigkeit. Das hat Geschmäckle!

      @Reingold:
      Provinz ist ja nun kein exklusiv deutsches Phänomen, man kann auch im Ausland inszenieren und sich nichts destotrotz in der Provinz befinden.
    • Cheryl schrieb:

      Nun verkaufen Sie sich doch nicht unter wert! Es handelt sich jedoch in diesem Fall um eine Zahlung von 13.500 EUR p.a. Für mich ist von Interesse, wie es sein kann, dass der Intendantenvertrag von Herrn Montavon eine Fülle von Nebentätigkeiten zulässt.
      Wie groß diese Fülle ist, ist bisher nicht bekannt. Es ist auch nicht bekannt, woher Sie das wissen. Und ob es eine gute Idee ist, wenn Sie Ihr Wissen hier ausbreiten, ist auch nicht sicher. Ich würde sagen, das könnte Ihnen schlecht bekommen.
      Aber sie haben sich selbst ins Knie geschossen. Wenn er 13.500 Euro an Steuern zu zahlen hat, das wissen Sie selbst, kann Sein Verdienst nicht einmal 30.000 Euro betragen haben. Bei der von Ihnen behaupteten »Fülle« von Nebentätigkeiten, heißt dass, dass er sehr schlecht bezahlte Tätigkeiten ausübt. Und Sie wollten doch das Gegenteil behaupten, oder? Nehmen wir an, dass es sich um eine Inszenierung pro Jahr handelt, dann kann schwerlich von einer »Fülle« die Rede sein, und sie wird außerdem nicht gut bezahlt. Nehmen wir an, es sind 2, dann ist es immer noch keine Fülle, und sie werden sehr schlecht bezahlt. Was wollen Sie uns also vermitteln?
      Ceterum censeo, Werktreue esse delendam.
      Geiserich
    • Luxorioes schrieb:

      Cheryl schrieb:

      Nun verkaufen Sie sich doch nicht unter wert! Es handelt sich jedoch in diesem Fall um eine Zahlung von 13.500 EUR p.a. Für mich ist von Interesse, wie es sein kann, dass der Intendantenvertrag von Herrn Montavon eine Fülle von Nebentätigkeiten zulässt.
      Wie groß diese Fülle ist, ist bisher nicht bekannt. Es ist auch nicht bekannt, woher Sie das wissen. Und ob es eine gute Idee ist, wenn Sie Ihr Wissen hier ausbreiten, ist auch nicht sicher. Ich würde sagen, das könnte Ihnen schlecht bekommen.Aber sie haben sich selbst ins Knie geschossen. Wenn er 13.500 Euro an Steuern zu zahlen hat, das wissen Sie selbst, kann Sein Verdienst nicht einmal 30.000 Euro betragen haben. Bei der von Ihnen behaupteten »Fülle« von Nebentätigkeiten, heißt dass, dass er sehr schlecht bezahlte Tätigkeiten ausübt. Und Sie wollten doch das Gegenteil behaupten, oder? Nehmen wir an, dass es sich um eine Inszenierung pro Jahr handelt, dann kann schwerlich von einer »Fülle« die Rede sein, und sie wird außerdem nicht gut bezahlt. Nehmen wir an, es sind 2, dann ist es immer noch keine Fülle, und sie werden sehr schlecht bezahlt. Was wollen Sie uns also vermitteln?
      Neben einer monetären Komponente, verweist der 'Fülle'-Begriff für mich auch auf eine zeitliche Dimension. Mal die Problematik zusätzlicher Einkünfte ausgeklammert, wer darf denn bitte während seiner regulären Arbeitszeit bei der Caritas ehrenamtlich hospitieren?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Cheryl ()

    • Gunther V. schrieb:

      54.000 (= 13.500 mal vier) war doch nur die Geldstrafe, die im Strafbefehl verhängt wurde. Das ist nicht die Höhe der zu zahlenden Steuern. Der Betrag war sicherlich ein anderer.

      Gundryggia schrieb:

      also, ich lese in meiner Dummheit ja immer noch "Steuern in einem insgesamt hohen fünfstelligen Betrag hinterzogen". Kann also nicht so schlecht bezahlt gewesen sein.
      Das sehe ich wie Sie. Im Steuerverfahren wird die hinterzogene Steuer (hoher fünfstelliger Betrag) noch erhoben, weil Einkünfte bislang bislang nicht versteuert wurden. Im Steuerstrafverfahren werden durch den Strafbefehl € 54.000 für die Straftat festgesetzt (Steuerhinterziehung ist eine Straftat). Die € 11.000 Steuern im Jahr kann ich jetzt anhand des Artikels nicht nachvollziehen. Bei einem hohen fünstelligen Betrag (wie im Artikel angegeben) ist es eher der doppelte Betrag pro Jahr.
    • Cheryl schrieb:

      ....... Schwer zu glauben, dass ein Regiseeur, der seit über 20 Jahren im Ausland gastiert, plötzlich nicht wissen soll, wie man korrekt Steuern abführt...

      mdr.de/thueringen/mitte-west-t…uerhinterziehung-100.html


      Der Artikel kommt für eine Tageszeitung mit der steuerlichen und steuerstrafrechtlichen Thematik sachkundig daher. Trotzdem wüsste man manches gerne mehr:

      Der Anwalt von Herrn Montavon wird wörtlich zitiert: …Die fragliche Steuererklärung hatte mein Mandant allein und ohne Unterstützung eines Steuerberaters angefertigt." Es ging offensichtlich nicht um eine Steuererklärung, sondern um vier Steuererklärungen für die Veranlagungszeiträume 2013-2016. Was ist mit den davorliegenden Veranlagungszeiträumen? Bei Steuerhinterziehung sind diese weder steuerlich noch steuerstrafrechtlich verjährt. Hatte Herrn Montavon in diesen Veranlagungszeiträumen keine ausländischen Einkünfte oder wurde er in diesen Veranlagungszeiträumen zutreffend steuerlich beraten? Wenn er in diesen Veranlagungszeiträumen ausländische Einkünfte hatte und diese zutreffend deklariert wurden, hätte er nur in diese Einkommensteuererklärungen schauen müssen, um zu erkennen, dass die Annahme, „eine weitere Besteuerung in Deutschland [sei] nicht mehr nötig“, abwegig ist.

      Auf jeden Fall spricht es für das Selbstbewusstsein von Herrn Montavon in steuerlichen Dingen, dass er es bei diesen Sachverhalten übernommen hat, die Einkommensteuererklärungen selbst anzufertigen.
    • Buchpruefer schrieb:


      Auf jeden Fall spricht es für das Selbstbewusstsein von Herrn Montavon in steuerlichen Dingen, dass er es bei diesen Sachverhalten übernommen hat, die Einkommensteuererklärungen selbst anzufertigen.
      Vielleicht dachte er: "Mit ELSTER geht das schon..."
      "Ich frage mich ernsthaft, was für ein Rattenloch eine Partei oder Franktion eigentlich sein kann" (A. Poggenburg, AfD, übr seine eigene Partei)
    • Luxorioes schrieb:

      Cheryl schrieb:

      Nun verkaufen Sie sich doch nicht unter wert! Es handelt sich jedoch in diesem Fall um eine Zahlung von 13.500 EUR p.a. Für mich ist von Interesse, wie es sein kann, dass der Intendantenvertrag von Herrn Montavon eine Fülle von Nebentätigkeiten zulässt.
      Wie groß diese Fülle ist, ist bisher nicht bekannt. Es ist auch nicht bekannt, woher Sie das wissen. Und ob es eine gute Idee ist, wenn Sie Ihr Wissen hier ausbreiten, ist auch nicht sicher. Ich würde sagen, das könnte Ihnen schlecht bekommen.

      Dass die Bundesregierung Herrn Montavon das Exequatur als Honorarkonsul der Schweizerischen Eidgenossenschaft erteilt hat, kann im Thüringischen Staatsanzeiger vom 27.08.2012 nachgelesen werden.

      Herr Montavon ist künstlerischer Leiter der DomStufen Festspiele in Erfurt, Vorsitzender des Internationalen Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerbs in Wien, Vorstandsmitglied des Deutschen Bühnenvereins und der Sparkassen Kulturstiftung sowie Mitglied des Direktoriums des Jeunesses Musicales Deutschland.
      magazin.klassik.com/news/teaser.cfm?ID=14309

      Laut Operabase war er seit September 2013 an neun Aufführungen im Ausland beteiligt. Für weitere zurückliegende Jahre macht Operabase weder für inländische noch ausländische Häuser Angaben. In 2011 war er in Nagoya, Japan, Gastprofessor.

      Die CDU-Fraktion verlangt zur Sitzung des Werkausschusses Theater, am 23. 08.2018, Informationen zu den Nebentätigkeiten des Generalintendanten. Dazu erklärte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Thomas Pfistner:
      "Von Seiten der Stadt muss geprüft werden, ob die freiberuflichen Tätigkeiten des Generalintendanten klar von den dienstlichen Obliegenheiten getrennt wurden. Zudem will die CDU-Fraktion im Werkausschuss wissen, ob die entsprechenden Genehmigungen für die Nebentätigkeiten vorliegen. Auch der zeitliche Aspekt zur Umsetzung der Nebentätigkeiten sollte beleuchtet werden".
      cdu-erfurt.de/inhalte/2/aktuel…ralintendanten/index.html
    • Buchpruefer schrieb:


      Die CDU-Fraktion verlangt zur Sitzung des Werkausschusses Theater, am 23. 08.2018, Informationen zu den Nebentätigkeiten des Generalintendanten. Dazu erklärte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Thomas Pfistner:
      "Von Seiten der Stadt muss geprüft werden, ob die freiberuflichen Tätigkeiten des Generalintendanten klar von den dienstlichen Obliegenheiten getrennt wurden. Zudem will die CDU-Fraktion im Werkausschuss wissen, ob die entsprechenden Genehmigungen für die Nebentätigkeiten vorliegen. Auch der zeitliche Aspekt zur Umsetzung der Nebentätigkeiten sollte beleuchtet werden".
      cdu-erfurt.de/inhalte/2/aktuel…ralintendanten/index.html
      Zeit wirds, dass sich dessen die Politik annimmt. Komisch, dass es erst einer Steuerhinterziehung bedarf, um (Kultur)politiker zur Prüfung zu veranlassen. All diese (Neben)tätigkeiten sind ja bereits lange bekannt. Nun ja, besser spät als nie...
    • Cheryl schrieb:

      Zeit wirds, dass sich dessen die Politik annimmt. Komisch, dass es erst einer Steuerhinterziehung bedarf, um (Kultur)politiker zur Prüfung zu veranlassen. All diese (Neben)tätigkeiten sind ja bereits lange bekannt. Nun ja, besser spät als nie...

      Die CDU scheint in Erfurt Oppositionspartei zu sein. Es dürfte ihr daher leichter fallen, sich der Frage der Nebentätigkeiten des Generalintendanten anzunehmen.

      Es ist ja zunächst schön, dass jemand nach Dienstschluss auch noch andere Dinge wuppt. Auch wenn Herr Montavon keine familiären Angelegenheit schultern sollte, scheint er ein rechter Tausendsassa zu sein. Mit Vor- und Nachbereitung der Termine dürfe einiges an Zeitaufwand zusammenkommen. Und dann noch die Tätigkeit an anderen Häusern. Bei einem Generalintendanten eines Stadttheaters bin ich bislang nicht von einer Teilzeittätigkeit ausgegangen.

      Ein Teil der Nebentätigkeiten hat ja irgendeinen Bezug zu seiner Intendantentätigkeit (für das Amt des Honorarkonsuls und die Gastprofessur ist mir das weniger klar). Schon beeindruckend.

      Ob es tatsächlich zu einer Prüfung kommt, deren Ergebnisse die Öffentlichkeit erfährt, bleibt abzuwarten.