Klaviernächte des Palais-Sommers

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    • Klaviernächte des Palais-Sommers

      Im Rahmen der Klaviernächte des "Palais-Sommers 2018" geben am Freitag, den 20. Juli ab 20 Uhr der Holländische Tenor Anton Saris und die junge Pianistin Irina Roden im romantischen am Elbhang gelegenen Garten des Dresdner "Japanischen Palais" ein Konzert mit Liedern von Schubert, Coates und Quilter.
      Der Eintritt ist frei.
      Da die Veranstaltungsreihe von Spenden und Sponsorengeldern lebt, sollte man trotzdem mit gut gefüllter Börse erscheinen.

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    • Auch für den Tenor Anton Saris war der Konzertabend mit der Pianistin Irina Roden im Park des Dresdner Japanischen Palais eine neue Erfahrung.

      Ansonsten erfreut er uns mit seinem Liedgesang in Sälen mit lediglich vierzig bis einhundert Plätzen.

      Als wir eine halbe Stunde vor Konzertbeginn den Garten mit den beiden über 200 Jahre alten Platanen betraten, erwarteten uns vor der Bühne keine Stuhlreihen, sondern einige Hundert Chakrenyoga-Freunde, die auf Isomatten oder Decken meditierten.

      Rasch änderte sich die Situation, als sich, nach Angaben des Veranstalters über eintausend, „generationsübergreifende“ Besucher zwanglos um die Bühne mit Sitz- oder Liegemöglichkeiten anordneten.

      Für uns Ahnungslosen waren Liegestühle bereitgestellt worden.

      Anton Saris sang, begleitet von der jungen Pianistin, zunächst Lieder von Franz Schubert aus dessen Sammlung „Schwanengesang“, sowie den Zyklen „Die Winterreise“ und „Die schöne Müllerin“. Nach einer Pause wurden Shakespeare-Textvertonungen von Eric Coates und Roger Quilter zu Gehör gebracht.

      Die schöne Tenorstimme von Anton Saris wurde von einer recht ordentliche Beschallungsanlage übertragen und bekam durch die technische Hilfe einen besonderen ungewohnten Klang. Irina Roden war ihm eine in jeder Phase sichere Begleitung und Unterstützung.

      Trotz der ungezwungenen Situation, es wurde gegessen und getrunken, herrschte auf dem großen Areal Stille und es wurde überwiegend konzentriert zugehört. Der Umfang der beiden Programmteile dürfte den Hörgewohnheiten der meisten der Besucher angepasst gewesen sein.

      Dem Veranstalter geht es mit diesem Palais-Sommerfestival "um Entspannen und Genießen, um Entschleunigung und um Resonanz miteinander“. Mit der freien und ungezwungenen Form sollen generationsübergreifend Menschen mit Kultur, Kunst und Bildung Berührung finden und Impulse für Werte und Bewusstsein in der Gesellschaft aufnehmen.

      Zum Abschluss des Konzertes verwöhnte der Sänger sein Publikum mit der „Zueignung“ von Richard Strauss als Zugabe.

      Nach Einbruch der Dunkelheit wurde die der Elbe zugewandte Barock-Fassade des Japanischen Palais mit einer Lichtinstallation angeleuchtet. Nachdem zunächst die Struktur des Bauwerks durch unterschiedliche Farben, dem sogenannten Fassaden-Mapping, betont worden war, wurden dann auf Teile der Fassade Motive eines Gemäldes der Staatlichen Kunstsammlungen „Parau Api. Gibt es was Neues“ von Paul Gauguin projiziert.

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