Karten 2019

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    • Karten 2019

      Laut Aussage des geschäftsführenden Direktors der Bayreuther Festspiele, Herrn Holger von Berg, werden nächstes Jahr die Preise für Repertoire-Vorstellungen um 20 % , die der Neuproduktion um 30 % erhöht.(Pressekonferenz 24.07.2018)

      Des weiteren werden die bisher vorhandenen 43 Preisgruppen auf 11 reduziert.

      Schade das die Preisgestaltung damit Richtung Salzburg tendiert, wenn ich meine alte Wowa Eintrittskarte
      der Meistersinger in der Hand halte, welche damals in der 4.Reihe ca. 100 Euro gekostet hat und nächstes
      Jahr für den selben Platz 384 Euro aufgerufen werden.....

      Ich denke, wir werden uns an den Anblick leerer Plätze im Festspielhaus, bei einigen Aufführungen und einzelnen Preisgruppen gewöhnen.

      Auch wenn vielleicht ein kleiner Teil der Gäste mit dieser Preisgestaltung kein Problem hat, viele wird es abschrecken... <X
    • der DaPonte-Zykklus von Bechtolf war natürlich ein absoluter Tiefpunkt, der wird aber nicht mehr gespielt;-) Der Titus unter Currentzis dürfte an die Top 10 meiner Opernerfahrungen überhaupt herankommen (Zauberflöte sehe ich nächste Woche noch live). Von Qualitätsverlust würde ich vor dem Hintergrund der Produktionen Lear, Lady Macbeth von Mzensk und Wozzeck letztes Jahr wahrlich nicht sprechen.
    • Wenn die Hälfte dem erwartbaren Niveau entspricht ist das 50 % zu wenig!
      Das kann in Häusern mit einem ganzjährigen Spielbetrieb und "menschlichen" Preisen als akzeptabel bis normal angesehen werden, aber nicht bei einem so hochgejubelten und hochgeschriebenen teuren Festival.
      Allein der Jedermann, der immer wieder großartige Interpretationen erfahren hat, ist derzeit kein Vorzeige-Projekt.
    • Wenn im Parkett die B Kategorien zu A werden, halte ich das schon für gewagt. Von den Randplätzen sieht man nämlich tatasächlich einen (z.T.) guten Teil der Bühne nicht. Wenn das dann 350+ EUR kosten soll, ist das schon eine Ansage.

      Meine erste Bayreuth-Karte (Tristan 1996) hat in B3(?) ~100 DM gekostet. Lohengrin 2018 in B3 kostet dieses Jahr 173 EUR. Legt man die statistisch Teuerungsrate zugrunde wären wir bei 69,13 EUR (wenn die 100 DM stimmen, waren es 110 DM, wären es 76,48 EUR...). Wie gesagt, wenn aus B nun A würde...

      Da muss ich mich dann schon fragen, was aus der Festspielidee Richard Wagners wurde. Wenn die Karten der Premierenserie dann in der Spitze über 500 EUR kosten. A1 kostet derzeit 400 EUR, plus 30% wären 520 EUR

      Mal abwarten, aber ggf. dann eben kein Bayreuth mehr. In der Galerie ist es ja leider so, dass die Bayreuth-typische Akustik fast vollständig verloren geht. Daher versuche ich immer Plätze im Parkett zu haben, was ich mir aber auch nur bis zu einer gewissen Schmerzgrenze antue.
    • melchior schrieb:




      Ich denke, wir werden uns an den Anblick leerer Plätze im Festspielhaus, bei einigen Aufführungen und einzelnen Preisgruppen gewöhnen.

      Auch wenn vielleicht ein kleiner Teil der Gäste mit dieser Preisgestaltung kein Problem hat, viele wird es abschrecken... <X
      Wenn man dann zukünftig für einen Randplatz rund 200 Euro zahlen soll, ist das schon sehr happig. Vermutlich wird dann auch mehr Bussi-Bussi-Volk da sein und weniger wirklich interessierte. Das wäre sehr bedauerlich.
      It is only shallow people who do not judge by appearances. The true mystery of the world is the visible, not the invisible. Oscar Wilde
    • elsa schrieb:

      Kann ich bezüglich Salzburg nicht bestätigen. Allein was die Mozart-Produktionen betrift, ist Salzburg auf einem nie erlebten Tiefpunkt, das fing schon mit dem verflossenen Interims-Intendanten an.
      Kann ich nur bestätigen. Der Titus und - zu befürchten- die Zauberflöte reihen sich da nahtlos ein. Um wirklich gute Sänger bemüht man sich bei Mozart schon gar nicht mehr.
    • maestro schrieb:

      Regelmäßige Besucher von Bayreuth und Salzburg sehen an beiden Orten in den vergangen Jahren übrigens eine deutliche Qualitätssteigerung
      Die Qualitätssteigerung macht zumindest in Bayreuth gerade mal Pause....
      Ich verfolge am Radio den "Fliegenden Holländer". Unterirdisch. Gerade keifte sich Ricarda Merbeth durch die Ballade, einfach furchtbar. Und die Szene Holländer/Daland war auch nicht viel besser. Greer Grimsley wackelte sich so durch (was ist eigentlich Phrasierung?), Peter Rose wartete mit seinen Stimmresten auf und rettete sich immer wieder in Sprechgesang. Außerdem ist er zu hell timbriert für den Daland.
      Und dann gab es noch ein kleines Schwimmfest mit dem Chor. Die genannten erhöhten Preise ist das jedenfalls nicht wert.

      Da weiß ich im Nachhinein den Festpiel-"Holländer" "dahoam" erst wieder so richtig zu schätzen :)
    • ira schrieb:

      Schlimm, lieber Botanist! Hören Sie mal rein!
      Ich wundere mich auch. Hatte sie mal in Luxemburg als Senta, da war sie ganz gut.
      Ich bin erst im letzten Akt zugestoßen und kann die Kritik nachvollziehen. Allerdings beeindruckt mich Merbeth immer noch mit ihrer Durchschlagskraft. Chor und Orchester wirkten nicht ganz harmonisch, mehr kann ich nach 20 Minute aber nicht sagen. ;)
    • Richtig, die Durchschlagskraft bei den Spitzentönen hat sie (Schluß!) und da kommen auch die Töne klar und fokussiert, was aber alles andere nicht wett macht. Da eierte sie manchmal um die Töne herum, daß es eine wahre Pracht ist. So nach dem Motto: der richtige Ton wird schon dabei sein ;)
      Das ist jetzt zugegebenermaßen ziemlich böse, aber wenn ich an unsere Einspringerin für Adrianne Pieczonka denke (habe den Namen gerade nicht parat) - das ist schon ein Unterschied wie Tag und Nacht. Wobei ich auch immer noch Julia Varady im Hinterkopf habe...
      Und Chor und Orchester passten ab und an nicht zusammen, wie Sie sagen, am auffallendsten war es anfangs bei dem Chor der Spinnerinnen (daher mein "kleines Schwimmfest" ;) ).