Linz Tristan und Isolde in der Iszenierung von heiner Müller

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Diese Inszenierung bleibt mir ein Rätsel: Heiner Müller hat im Grunde nichts in Szene gesetzt, alles wirkt wie die Verweigerung jedweder Regie. Ich habe zu Zonenzeiten seinen fantastischen "Macbeth" an der Volksbühne mehrfach gesehen, heute zeigt sein "Arturo" am BE noch immer, wie genial er eigentlich mit Darstellern umgehen konnte. Und beim Tristan: ein großes Nichts, die gesamte Wirkung entsteht durch den Bühnenraum und die Kostüme. Und dies reicht für wunderbar düstere Stimmungen. Die Kostüme hat ja Robert Wilsons Kostümbildnerin geschneidert, vielleicht wäre es verrückter gewesen, der Amerikaner hätte sich selbst an dem "Rest" versuchen dürfen. Da ich nur in den beiden ersten Akten der GP war, werde ich nichts zu den Sängern schreiben, aber warum es seinerzeit in Bayreuth (dort habe ich die Produktionen nicht mehr gesehen) einen Aufstand der Verbände gegeben haben soll, erschließt sich mir überhaupt nicht. Rätselhaft eben...aber szenisch eine großartige Askese ... und das Orchester überzeugt auch ...

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von opernwahn ()

    • Die Kostüme waren von Yamamoto...und wenn man nach zwei Akten in der GP geht
      ist ja auch alles gesagt. :/

      Ich habe bei den Bayreuther Aufführungen des besagten Tristans am Ende immer (!)
      die Tränen in den Augen gehabt, was nicht an einer Augenkrankheit lag.

      Damals echauffierte man sich sehr, das beide einander nicht nahe kamen, was ich aber nie so gesehen habe.

      Ich hatte immer sehr das Gefühl, das Teile des Publikums verärgert waren, das die letzte bürgerliche Bastion von einem Marxisten besetzt wurde.

      wz.de/kultur/buehne/yohji-yama…ein-albtraum_aid-30007429

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von melchior ()

    • Ich habe die Produktion seinerzeit auch live in Bayreuth erlebt. Mit Siegfried Jerusalem und Waltraud Meier.

      melchior schrieb:

      Ich hatte immer sehr das Gefühl, das Teile des Publikums verärgert waren, das die letzte bürgerliche Bastion von einem Marxisten besetzt wurde.
      Das trifft auf mich nicht zu, weil ich damals keine Ahnung hatte, was oder wer Heiner Müller war. Interessiert mich normalerweise auch nicht. Mir hat die Produktion trotzdem nicht gefallen, und genau aus dem Grund:

      melchior schrieb:

      das beide einander nicht nahe kamen,
      (Mir fällt in diesem Forum zunehmend auf, daß kaum je zwischen "das" und "dass" unterschieden wird. Ein Hoch der Rechtschreibreform, denn mit "ß" passiert das mit Sicherheit seltener.)

      Mich hat genau das gestört. Und der viele Müll auf der Bühne. Nomen est omen.