Sonderkonzert mit Gewandhausorchester

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    • Leider handelt es sich bei den "gemeinsamen Konzerten" der beiden führenden sächsischen Orchestern nur um eine Formalie.
      Das Konzert des Gewandhausorchesters am 15. September 2018 steht bereits im Jahresprogramm als "Grosses Concert" und beim Beitrag der Staatskapelle Dresden wurde lediglich das 3.Symphoniekonzert am 12. November umgewidmet.
      Beide Konzerte waren auch bereits mit den Dirigaten Herbert Blomstedts ausgeschrieben.
      Mich hätte es auch gewundert, wenn die enge Zeitplanung beider Orchester zusätzliche Sonderkonzerte erlaubt hätten.
      Schlagkräftiger wäre nach meiner Auffassung, wenn breiter thematisiert würde, dass in beiden Orchestern Musiker aus 20 (in Worten zwanzig) unterschiedlichen Nationen tätig sind und harmonisch miteinander hervorragend musizieren und gut zusammenleben.
    • Für die größere Schlagkraft gibt es, wie ich gestern sah, nun auch noch Zeitungsanzeigen. Und das mit der Umwidmung schon geplanter Konzerte weiß eine breitere Öffentlichkeit sowieso nicht.

      Ich finde die Aktion auch beeindruckend, nachdem die Staatskapelle es bis jetzt für meinen Geschmack mit ihrer politischen Zurückhaltung übertrieben und so selbst mit zu einem bestimmten Bild (das in dem Nachbarthread über die Opernintendanz gerade wieder nachzulesen ist) beigetragen hatte.

      Wenn man hier den ganz großen Zusammenhang herstellen will (auch, was bestimmte Meinungen über den Chefdirigenten betrifft), dann findet man ihn in einem Text über ein ganz anderes Thema:

      https://www.nmz.de/artikel/boykott-ist-nicht-die-sprache-der-kunst schrieb:

      Wenn nach dem Hickhack um das unglückliche Agieren der Ruhrtriennale-Intendantin eines klar geworden ist, dann dies, dass politische Ahnungslosigkeit unter Kunstermöglichern, Kunstfreunden, Künstlern eine ganz schwache Sekundärtugend ist. Wir können sie uns nicht länger leisten.
    • Dr. Schoen schrieb:


      https://www.nmz.de/artikel/boykott-ist-nicht-die-sprache-der-kunst schrieb:

      Wenn nach dem Hickhack um das unglückliche Agieren der Ruhrtriennale-Intendantin eines klar geworden ist, dann dies, dass politische Ahnungslosigkeit unter Kunstermöglichern, Kunstfreunden, Künstlern eine ganz schwache Sekundärtugend ist. Wir können sie uns nicht länger leisten.

      Ein wichteger und zumindest für mich ein erhellender Hinweis.
    • Herbert Blomstedt bekennt sich zu Sachsen

      Im Konzert des Gewandhausorchesters am 15. September waren auch Musiker der Staatskapelle Dresden angereist.
      Mit bewegenden Worten wandte sich der hochbetagte Dirigent zwischen den Konzertteilen an das Auditorium und bekannte sich zu Sachsen, seinem sächsischen Publikum und zu den beiden führenden sächsischen Orchestern.
      Dabei erklärte er, dass er eigentlich erst mit seinen Tätigkeiten in Dresden und Leipzig begriffen habe, was Musik und Kultur vermögen.
      Er erklärte sein Unverständnis für jede Art von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus.