WA Alcina an der Staatsoper HH 30.9.18

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    • WA Alcina an der Staatsoper HH 30.9.18

      Was für eine grandiose Wiederaufnahme der Inszenierung von Christof Loy. Ein Fest für Freunde der unendlichen (!) Koloraturen und noch längeren (!!) Legati!
      Ich habe überhaupt keine Lust, jetzt den Kritikaster zu geben und irgendwelche Kleinigkeiten zu bemängeln. Von den kleineren Rollen (Melisso: Alin Anca, Oronte: Ziad Nehme, Oberto: Narea Son) bis zu den großen (Alcina: Agneta Eichenholz, Ruggiero: Franco Fagioli, Bradamante: Sonia Prina, Morgana: Julia Lezhneva) war es einfach nur eine Freude, diesen Künstlern zuzuhören. Das Dirigat von Riccardo Minasi hat ebenfalls sein Teil dazu beigetragen, dass es ein großartiger Abend war.
      (Wenn Ihr mich im Vertrauen nach meinem Favoriten fragt, muss ich 2 nennen: Julia Lezhneva und Franco Fagioli. Letzterer hat da in meiner Erinnerung immerhin gegen die fantastische Maite Beaumont zu kämpfen, die ich die 7 vorherigen Vorstellungen (2002 - 06) in der Rolle des Ruggiero gehört habe.)
      Das Publikum war ebenfalls begeistert und so diszipliniert, wie ich es schon lange nicht mehr erlebt habe. (Der Schwindsüchtige vom Dienst hat es aber leider doch noch zum 3. Akt geschafft. X( )

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    • Ich will ja nicht zu viel Wasser in den Wein gießen, aber bei Frau Eichenholz ist doch noch viel Luft nach oben, finde ich. Sie hat eine runde, sehr sauber geführte Stimme, technisch einwandfrei, aber ihr fehlt dann doch deutlich die Dramatik, die die Rolle auch braucht, vor allem in den beiden großen Arien des zweiten Aktes. Für mich war die große Überraschung Riccardo Minasi und das Orchester - was er aus den Philharmonikern rausgeholt hat, die ja nun kein Spezialorchester sind, war wirklich fesselnd. Ich bin kein Fan von Lezhneva, die ich viel zu gehypte finde: Sie hat viel zu wenig Persönlichkeit in der Stimme, alles ist glatt und perfekt, die Leichtigkeit und Freude in ihrer Schlußarie im ersten Akt konnte man nicht mal ahnen. Was mich aber wirklich sehr positiv überrascht hat: Wie gut und sorgfältig die Wiederaufnahme bis in die Choreografie hinein einstudiert gewesen ist.
    • Einojuhani schrieb:

      bei Frau Eichenholz ist doch noch viel Luft nach oben
      Streiche "viel", dann bin ich bei Dir.

      Einojuhani schrieb:

      Riccardo Minasi und das Orchester - was er aus den Philharmonikern rausgeholt hat, die ja nun kein Spezialorchester sind, war wirklich fesselnd
      :thumbup:

      Einojuhani schrieb:

      die Leichtigkeit und Freude in ihrer Schlußarie im ersten Akt konnte man nicht mal ahnen
      Die kam bei mir durchaus an. In ihrer Auftrittsarie fand ich ihre Stimme noch etwas schrill - aber ich wollte ja nicht kritteln.

      Einojuhani schrieb:

      Wie gut und sorgfältig die Wiederaufnahme bis in die Choreografie hinein einstudiert gewesen ist.
      Ja! :thumbsup: Und wie gut die Sänger sich in die Choreografie eingefügt haben.