München Repertoire 2018/19

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Reingold, zu Nr. 360: das sollte ein Witz sein. Aber immerhin kein so beleidigender wie die Geschichte von Schneefall mit der Apothekerin und der Brücke. Ich habe ein gutes Gedächtnis. Insofern habe ich mir diese vergleichsweise harmlose, kleine Retourkutsche genehmigt. Nix für ungut.
      BTW: als Schneefall den "Witz" eingestellt hat, haben Sie sich nicht beschwert.
    • Das andere sollte ja wohl auch ein Witz sein, oder etwa nicht?
      Das hat mit "nachtragend" nichts zu tun. Aber mir wird nicht zugestanden, was andere sich dauernd herausnehmen. Sie eingeschlossen. Und Sie müssen zugeben, das war eine nette Gelegenheit. Ich hätte auf diesen "Witz" mit der Brücke auch ganz anders reagieren können. Und schon viel früher.
    • Für eine komplette Kritik über den gestrigen Tannhäuser maße ich mich nicht an, kann aber sagen, dass jeder, der für den Bayreuther Tannhäuser Karten hat, sich glücklich schätzen kann. Egal wie schlecht/ gut die Inszenierung sein wird, jeder Zuschauer kann sich an Lise Davidsens kräftigem dramatischen Sopran ergötzen. Die Tiefen und die Höhen gelingen ihr problemlos und trotz Castelluccis (bildgewaltiger aber) kalter Inszenierung spürt man als Zuschauer sowohl ihre Freude als auch ihre Trauer. Ein unvergesslicher Opernabend war das für mich.
    • Tézier ist im wahrsten Sinne des Wortes kurzfristig (d.h. um 13 Uhr etwa) krank geworden.
      Mir hat Nagy auch gefallen; ich bin aber zu sehr an Gerhahers deutlich zarterem Wolfram gewöhnt. Es war eine gute Leistung, vor allem wenn man bedenkt, dass er um die 3 Stunden Vorbereitungszeit hatte. Das Publikum hat dann auch wirklich gejubelt beim Schlussapplaus, als er auf die Bühne gekommen ist. Die Lautstärke des Applauses war auf einer Stufe wie der von Vogt und Davidsen.
    • Nagy war Ersatz für Tezier. Hat sich im Laufe des Abends zu der Form gesteigert, in der ich ihn aus der Bayreuther Tannhäuserproduktion in Erinnerung hatte. Die Stimme ist mit Tezier nur schwer zu vergleichen, der kräftiger wirkt, was aber für den Wolfram nicht recht passt ( ich habe ihn in der ersten Vorstellung der Serie gehört). Nagy war zunächst etwas brüchig, dann aber rund und warm. Mir hat er in dieser Rolle besser gefallen als Tezier.
    • susakit schrieb:

      Tézier ist ein anderer Wolfram, als Gerhaher. Viel diesseitigdr, bodenständiger, selbstbewusster.
      Tézier habe ich jetzt nicht gehört. Aber Nagy früher schon. Und der gefällt mit persönlich besser als Gerhaher. Ich sehe den Wolfram durchaus mit den 3 Merkmalen, die Sie benennen. Und außerdem ist er in Elisabeth verliebt. Und das bestimmt nicht nur rein platonisch.
      Insofern könnte ich mir auch Tézier gut vorstellen.

      susakit schrieb:

      Schön, dass wir sie alle haben!
      Ja, so ist für jeden Geschmack eine Interpret dabei.
    • Wenn es schon mal eine gelungene, atmosphärisch stimmige, ästhetische Produktion (Lotte de Beer) am Haus gibt, an der man eigentlich nicht wirklich etwas aussetzen kann und die noch dazu gut besetzt ist, dann muß man das nutzen. Und es ist eine Produktion, die quasi das Alleistellungsmerkmal hat, daß alle drei Einakter an einem Abend aufgeführt werden.
      Die Rede ist von "Il trittico", wozu ja schon viel geschrieben wurde.

      Auch die Aufführung am Dienstag hat mir wieder sehr gut gefallen und wurde erneut mit viel Applaus bedacht.
      Eva-Maria Westbroek ist mittlerweile in der Produktion gut angekommem und wirkte überzeugender als noch in der Premierenserie.
      Statt Wolfgang Koch als Michele nun Ambrogio Maestri (auch als Gianni Schicchi). Stimmlich sehr gut, aber darstellerisch etwas weniger gefährlich als Wolfgang Koch. Galeano Salas als Rinuccio ist ja schon einmal für Pavol Breslik eingesprungen. Mir gefällt sein etwas baritonal gefärbter Tenor gut, die leichte Unruhe in der Stimme müßte er vielleicht noch besser in den Griff kriegen. Aber sonst: Sehr hübsch war das kleine "Firenze"-Liedchen. Und, liebe Inga, Milan Siljanov bot eine hervorragende Leistung ;) Auch die anderen Darsteller auf hohem Niveau.
      Alle aber übertrumpfte wieder Ermonela Yaho als Suor Angelica. Ihre Ausbrüche, ihre piani, die Kraft ihrer Darstellung: überwältigend.
      Bertrand de Billy empfinde ich eigentlich immer als hervorragenden Dirigenten der ersten Reihe. So auch hier, ich habe Petrenko nicht vermißt. Er geht auf die Sänger ein und setzt die richtigen Akzente.
      Nach der "Suor Angelica" ist man ja zunächst mal sehr betroffen. Da tut der "comic relief" des "Gianni Schicchi" richtig gut und man verläßt das Theater positiv gestimmt nach einem hervorragenden Opernabend.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ira ()

    • gestern eine insgesamt sehr starke Lucia-Wiederaufnahme, eigentlich eine Sternstunde, mit Pretty Yende, Javier Camarena, George Petean und Alexander Vinogradov. Es wäre jetzt wirklich unfair jemanden hervorzuheben, zu gut und überzeugend in ihren Rollenportraits wären alle vier Hauptrollen. Wenn es kleinen Wehrmutstropfen gab, dann waren es vielleicht zwei, drei Unstimmigkeiten zwischen Yende und Sascha Reckert an der Glasharfe (oder wie immer der richtige Namen ist?) gegen Ende des ersten Teils der Wahnsinnsszene. Da Reckert eigentlich ja sehr erfahren ist in der Lucia, würde ich die Abstimmungsprobleme mal bei Yende (und dem Dirigenten Fogliani) sehen, das lässt sich aber sicher noch in den Folgevorstellungen korrigieren. Unbedingt reingehen!