HH Repertoire 18/19

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    • Reingold schrieb:

      Um so besser fand ich Vladimir Baykov als Gunther - eine Luxusbesetzung in dieser Rolle. (Warum hast Du ihn nicht erwähnt?) Der einzige Sänger, der mir rundum gefiel!
      Es freut mich, daß Vladimir Baykov am 2.12. wohl deutlich besser drauf war als in ersten Vorstellung. Am 25.11. wirkte er auf mich irgendwie fahrig, oberflächlich, verwechselte am Ende Gutrune mit Brünnhilde (kein Beinbruch, aber für mich ein Zeichen, daß er vielleicht nicht ganz bei der Sache war).
    • Reingold schrieb:

      ira schrieb:

      Dazu singt Desdemona "Qui è là? Otello?"
      Ich mäkel ja nur ungern an einer meiner Lieblingsopern herum, aber hier hat sich der Librettist nicht gerade mit Ruhm bekleckert: Wenn ich ins nächtliche Schlafzimmer käme und meine Frau schlaftrunken: "Wer ist da? Reingold?" fragen würde, käme ich aber schon ins Grübeln, ob ein klitzekleiner Zweifel an der ehelichen Treue nicht vielleicht doch angebracht wäre. :S ...

      Reingold schrieb:


      2. Geharnischter schrieb:

      verwechselte (...) Gutrune mit Brünnhilde
      Hast Du noch nie Deine Schwester mit Deiner Frau verwechselt? :rolleyes: 8o :saint:
      Reingold, wenn Sie schon so aus dem Nähkästchen (bzw. eigenem Schlafzimmer) plaudern: Vielleicht hat Ihre Frau Sie ja schonmal mit dem eigenen Bruder verwechselt 8o :thumbsup: ?!
    • Reingold schrieb:

      Die Tosca heute Abend fing schon mal schlecht an: Kristin Lewis lies sich ansagen, und man konnte leider hören, dass es ihr nicht gut ging,
      Und es scheint ihr noch immer nicht gut zu gehen, denn sie hat offenbar diese Serie gar nicht mehr gesungen, sondern an ihrer Stelle Adina Aron. Nun, nach einem Blick auf die "Tosca" am kommenden Samstag, für die ich Tickets habe, sah ich, daß Malin Byström angekündigt ist. Ich bin sehr gespannt, denn diese Sängerin kenne ich nicht.
      Werde dann an dieser Stelle über sie berichten. Und über den Rest der Mannschaft :)
      Carpe Diem
    • Eduard19 schrieb:

      Reingold schrieb:

      Die Tosca heute Abend fing schon mal schlecht an: Kristin Lewis lies sich ansagen, und man konnte leider hören, dass es ihr nicht gut ging,
      Und es scheint ihr noch immer nicht gut zu gehen, denn sie hat offenbar diese Serie gar nicht mehr gesungen, sondern an ihrer Stelle Adina Aron. Nun, nach einem Blick auf die "Tosca" am kommenden Samstag, für die ich Tickets habe, sah ich, daß Malin Byström angekündigt ist. Ich bin sehr gespannt, denn diese Sängerin kenne ich nicht.Werde dann an dieser Stelle über sie berichten. Und über den Rest der Mannschaft :)
      Byström ist im lyrischen Strauss und Janacek-Repertoire wunderbar!! Das wird sicher interessant....
    • Jetzt habe ich die ganze Zeit mit mir gekämpft, ob ich bei diesem schönen Wetter eine Besprechung der Kaufmann-Carmen schreiben soll.
      Das folgende hatte ich gestern Abend geschrieben:
      "Die Erwartungen waren hoch: kein Wunder bei bis zu 126% Preisaufschlag. (Bei unseren Karten waren es allerdings „nur“ 42 %, wir haben statt 12 € 17 € bezahlen müssen, und das pro Karte!!!111ELF!!!)
      Und, war es das wert?
      Es fing jedenfalls erfreulich an: die Ouvertüre wurde sehr schmissig (im Sinne von „schmissig“, nicht im Sinne von „mit vielen Schmissen"!) vorgetragen. Leider gab es dann doch gleich einen: zwischen dem Orchester und dem Soldatenchor zu Beginn hat es gehörig geklappert. Das blieb aber das einzige Manko, insgesamt hat mir das Dirigat von Pier Giorgio Morandi gut gefallen. Zwar ist Carmen nicht meine Lieblingsoper, musikalisch hat mir der Abend jedoch schon Spaß gemacht.
      In der kleinen Rolle des Moralès zeigte Zak Karithi wieder, was für ein toller Sänger er ist. Erster Höhepunkt war dann die Havanaise von Clémentine Margaine (Carmen). Ihr warmer, runder, voller Mezzo hat mich begeistert! Ich hatte die Sängerin vorher noch nie gehört."
      Viel mehr muss ich nun glücklicherweise nicht schreiben, da es einen Bericht in der Welt gibt, mit dem ich im Großen und Ganzen übereinstimme:
      welt.de/print/welt_kompakt/ham…r-Stimme-lag-s-nicht.html
      Womit ich nicht ganz einverstanden bin: Alexander Vinogradov fand ich als Zaccaria deutlich besser, seine Darstellung des Escamillo war doch sehr eindimensional (laut).
      Und noch einige Anmerkungen zu Jonas Kaufmann (Don José): Beeindruckend seine bombensichere Höhe, seine Gesangskultur (Piani, Crescendi,...), nervig aber manchmal seine Stimme - nicht nur in der Mittellage kamen die Töne häufig geknödelt. Und ab und zu dann auch noch die René-Kollo-Manie des Ansingens der hohen Töne über einen Vorhalt.
      So kam Kaufmann bei mir nur auf einem guten 3. Platz ein, nach Margaine und Ruzan Mantashyan (Micaëla).

      Insgesamt ein sehr erfreulicher Abend: ja, es war das Geld wert. ^^

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Reingold ()

    • Ich hatte auch keine Lust, über diese Carmen zu schreiben, und hab deshalb auf deinen Bericht gewartet :) . Bei mir lag es aber nicht am Wetter, sondern an meiner Enttäuschung über die Inszenierung. So fad. Ich hätte gewarnt sein sollen, als ich den Namen des Regisseurs las. Jens-Daniel Herzog hat auch die Meistersinger in Salzburg gemacht. Genauso langweilig wie die Carmen. Hatte mich schon gefragt, wie Kaufmann sich quasi ohne Proben in eine Inszenierung hineinfinden sollte, wunderte mich dann aber nicht mehr: er musste in 90 Prozent der Zeit entweder herumstehen und nachdenklich gucken, oder herumlaufen und nachdenklich gucken. Zwischendurch mal ein kurzer Ausbruch an Leidenschaft oder Wut. Mehr war da nicht an Regie. Auch für die restlichen Sänger galt im Wesentlichen Rampensingen. Bezüglich der musikalischen Leistung stimme ich dir zu. Clémentine Margaine war mir allerdings zu wenig verführerische Zigeunerin, zu viel biedere Hausfrauen-Erotik. Und dann dieser Elvis-Verschnitt als Escamillo! Im Abendblatt war eine nach meinem Eindruck relativ treffende Kritik, man kann sie nicht ergoogeln, Bezahlschranke, aber vielleicht funktioniert dieser Facebook-Link eines Freundes, wenn man ihn in Facebook öffnet, erscheint er in voller Länge:
      abendblatt.de/kultur-live/krit…Jh7WrXJryIKdJkUItRg%3D%3D
    • karomedica schrieb:

      Enttäuschung über die Inszenierung
      Du kanntest die also noch nicht? Ich hielt die für bekannt, deshalb habe ich kein Wort darüber verloren. Und es lohnt sich ja auch nicht, groß ein Wort darüber zu verlieren.

      karomedica schrieb:

      Elvis-Verschnitt
      Ich hatte überlegt, ob dieser fürchterliche Ballonseiden-Anzug ihn als Angeber charakterisieren soll?! Aber dann hätte er doch eher die ganze Zeit sein Torero-Outfit tragen sollen.

      karomedica schrieb:

      Clémentine Margaine war mir allerdings zu wenig verführerische Zigeunerin, zu viel biedere Hausfrauen-Erotik.
      Die Erotik lag in der Stimme! :love:
    • La Fanciulla del West, 10.5.2019

      Als ich aus der Vorstellung kam, hatte ich ein „déjà lu“-Erlebnis. Auch wenn es sich um eine andere Stadt – HH und nicht M – und eine andere Oper – Fanciulla und nicht Tannhäuser – handelte, ging es mir ganz ähnlich wie Susakit.
      Der erste Akt wurde von Josep Caballé-Domenech durchgängig sehr laut und rhythmisch wenig differenziert gegeben. Das sentimentale Lied des Jack Wallace, in der Premierenserie gesungen von Florian Spiess ein erster emotionaler Höhepunkt, war hier, abgeliefert von Shin Yeo, einfach nur langweilig. Die von mir in der Rolle der Minnie sehnlichst erwartete Anja Kampe konnte oder wollte sich gegen die Lautstärke des Orchesters nicht recht durchsetzen, vielleicht war sie zu Beginn auch noch nicht ganz freigesungen. Auch Marco Berti, den ich sonst sehr schätze, konnte als Dick Johnson im ersten Akt nur punktuell glänzen. Einzig Claudio Sgura in der Rolle des Jack Rance beeindruckte mich mit seiner Bühnenpräsenz und seiner heldischen Baritonstimme.
      Was für ein Unterschied dann im 2. und 3. Akt. Der Dirigent hatte wohl das Bremspedal gefunden, jedenfalls erlebte ich ein dynamisch und rhythmisch sehr differenziertes Klanggemälde. Und Kampe und Berti liefen zu Höchstform auf: Gänsehaut pur!
      Um noch einige andere Sänger zu erwähnen: Jürgen Sacher (Nick) zuverlässig wie immer, Kartal Karagedik überzeugte mit seiner Darstellung des empathischen Sonora, einzig Tigran Martirossian als Ashby habe ich, gerade in dieser Rolle*, schon besser gehört.

      Insgesamt fing der Abend also ganz langsam an, aber dann, aber dann …

      Edit: Ich habe mir gerade noch mal meinen Premierenbericht (im alten Forum, als Word-Dokument habe ich ihn noch) durchgelesen. Da hat er mir in dieser Rolle auch nicht gefallen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Reingold ()