Staatskapelle Berlin/Simon Rattle, 12.11.2018

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Staatskapelle Berlin/Simon Rattle, 12.11.2018

      Das Konzert an der Staatsoper war der erste Auftritt Rattles nach dem Ende seines Chefdirigenten-Postens bei den Philharmonikern. Der Eindruck war, daß er in der Zusammenarbeit mit der Staatskapelle eine Frische zeigte, die in den letzten Philharmonikerjahren nicht zu vermerken war.
      Auch das Programm war hochinteressant : es begann mit einem reinen Bläserstück. Canzon Septimi et Octavi Toni von Giovanni Gabrieli. Irgendwie hatte ich hier den Eindruck, daß es sich um eine Konzerteinführung im Sinne der "Sinfonietta" von Janacek handelte. Im zweiten Teil dann die Sinfonie Nr. 86 von Haydn. Da Barenboim kein Interesse an Haydn haben dürfte, wird er von der Staatskapelle selten gespielt. Rattle lockte - stehend ohne Pult - die Feinheiten und den Witz der Sinfonie aus allen Instrumentengruppen heraus (am zweiten Abend in der Philharmonie gab es wohl immer starken Beifall zwischen den Sätzen!).
      Dann im zweiten Teil die Glagolitische Messe von Janacek. Man kennt Rattles Janacek, er ist weniger aufgesetzt intellektuell als vielmehr kraftvoll und fast folkloristisch (man erinnere sich an sein "Totenhaus", 2010). Aus der Aufführung nahm man sehr viel Kraft und Lebensfreude mit, überall hörte man Zitate aus der "Jenufa" und dem "Füchslein" heraus.
      Der Chor aus Brno ergänzte eindrucksvoll die sehr gute Orchesterleistung. Bei den Solisten würde ich nur Simon O Neill erwähnen.
      Vielleicht steht uns eine neue Ära Rattle in Berlin bevor, mit Arbeiten an der Staatsoper, die mit einer gewissen Lockerheit angegangen werden, die ihm zuletzt bei den Philharmonikern fehlte. Auf jeden Fall können die Staatskapelle Berlin und er sichtbar gut miteinander musizieren. Ein eindrucksvoller Abend.
    • Gast1 schrieb:

      Das Konzert an der Staatsoper war der erste Auftritt Rattles nach dem Ende seines Chefdirigenten-Postens bei den Philharmonikern. Der Eindruck war, daß er in der Zusammenarbeit mit der Staatskapelle eine Frische zeigte, die in den letzten Philharmonikerjahren nicht zu vermerken war.
      Auch das Programm war hochinteressant : es begann mit einem reinen Bläserstück. Canzon Septimi et Octavi Toni von Giovanni Gabrieli. Irgendwie hatte ich hier den Eindruck, daß es sich um eine Konzerteinführung im Sinne der "Sinfonietta" von Janacek handelte. Im zweiten Teil dann die Sinfonie Nr. 86 von Haydn. Da Barenboim kein Interesse an Haydn haben dürfte, wird er von der Staatskapelle selten gespielt. Rattle lockte - stehend ohne Pult - die Feinheiten und den Witz der Sinfonie aus allen Instrumentengruppen heraus (am zweiten Abend in der Philharmonie gab es wohl immer starken Beifall zwischen den Sätzen!).
      Dann im zweiten Teil die Glagolitische Messe von Janacek. Man kennt Rattles Janacek, er ist weniger aufgesetzt intellektuell als vielmehr kraftvoll und fast folkloristisch (man erinnere sich an sein "Totenhaus", 2010). Aus der Aufführung nahm man sehr viel Kraft und Lebensfreude mit, überall hörte man Zitate aus der "Jenufa" und dem "Füchslein" heraus.
      Der Chor aus Brno ergänzte eindrucksvoll die sehr gute Orchesterleistung. Bei den Solisten würde ich nur Simon O Neill erwähnen.
      Vielleicht steht uns eine neue Ära Rattle in Berlin bevor, mit Arbeiten an der Staatsoper, die mit einer gewissen Lockerheit angegangen werden, die ihm zuletzt bei den Philharmonikern fehlte. Auf jeden Fall können die Staatskapelle Berlin und er sichtbar gut miteinander musizieren. Ein eindrucksvoller Abend.
      Nun ja, Rattle wird im Juni die DOB mit "Manon Lescaut" hoffentlich entsprechend verzaubern. Von mir aus darf er gerne auch dort Opern machen, das verluderte italienische Repertoire mit oftmals fragwürdigen Dirigenten kann das gut gebrauchen.
    • Ich habe - es müßte auf arte gewesen sein - sein Antrittskonzert im Barbican mit dem LSO gesehen und natürlich auch gehört. Ich war nicht nur von dem Programm angetan sondern auch von einem völlig gelöst wirkenden Rattle.

      barbican.org.uk/whats-on/2018/…-concert-sir-simon-rattle

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Schambes ()

    • Ich will ja nicht bösartig sein, aber das Einzige was mir bei Rattle gefallen hatte war Haydn und Mozart, den verjagten und verhetztenBeethoven fand ich unterirdisch, Brahms, Bruckner und Mahler blieb mir fremd. In der letzten Zeit ist mit auch die Lust vergangen, die Auftritte in der Digital Konzerthall anzusehen/ anzuhören. Da stimmte vielleicht auch die Chemie zwischen Orchester und Chefdirigent nicht und wurde nach außen schöngeredet.
    • Waedliman schrieb:

      Nun ja, Rattle wird im Juni die DOB mit "Manon Lescaut" hoffentlich entsprechend verzaubern. Von mir aus darf er gerne auch dort Opern machen, das verluderte italienische Repertoire mit oftmals fragwürdigen Dirigenten kann das gut gebrauchen.
      Wer sind denn diese fragwürdigen Dirigenten?

      Mir fallen aus den letzten Monaten spontan Sagripanti, Bisanti, Rizzi Brignoli, Arrivabeni und Ciampa ein. Und Runnicles. Aber eben nicht als fragwürdige Dirigenten.
    • Kapellmeister Storch schrieb:

      Waedliman schrieb:

      Nun ja, Rattle wird im Juni die DOB mit "Manon Lescaut" hoffentlich entsprechend verzaubern. Von mir aus darf er gerne auch dort Opern machen, das verluderte italienische Repertoire mit oftmals fragwürdigen Dirigenten kann das gut gebrauchen.
      Wer sind denn diese fragwürdigen Dirigenten?
      Mir fallen aus den letzten Monaten spontan Sagripanti, Bisanti, Rizzi Brignoli, Arrivabeni und Ciampa ein. Und Runnicles. Aber eben nicht als fragwürdige Dirigenten.
      Z. B. ein Herr Rogister, der mir die Salome versaut hat oder Herr Nägele, dessen Temperament bei Carmen in etwa so intensiv war, wie die spendablen Hosen von Schotten. Und man flüsterte mir zu, dass letztgenannter noch nicht einmal Noten lesen könne, was ich mir natürlich nicht vorstellen kann, aber wer weiß das schon :o)
    • Waedliman schrieb:

      Kapellmeister Storch schrieb:

      Waedliman schrieb:

      Nun ja, Rattle wird im Juni die DOB mit "Manon Lescaut" hoffentlich entsprechend verzaubern. Von mir aus darf er gerne auch dort Opern machen, das verluderte italienische Repertoire mit oftmals fragwürdigen Dirigenten kann das gut gebrauchen.
      Wer sind denn diese fragwürdigen Dirigenten?Mir fallen aus den letzten Monaten spontan Sagripanti, Bisanti, Rizzi Brignoli, Arrivabeni und Ciampa ein. Und Runnicles. Aber eben nicht als fragwürdige Dirigenten.
      Z. B. ein Herr Rogister, der mir die Salome versaut hat oder Herr Nägele, dessen Temperament bei Carmen in etwa so intensiv war, wie die spendablen Hosen von Schotten. Und man flüsterte mir zu, dass letztgenannter noch nicht einmal Noten lesen könne, was ich mir natürlich nicht vorstellen kann, aber wer weiß das schon :o)
      Womit Sie sich als veritabler Dummschwätzer vor dem Herrn geoffenbart haben...
      "Ich frage mich ernsthaft, was für ein Rattenloch eine Partei oder Franktion eigentlich sein kann" (A. Poggenburg, AfD, übr seine eigene Partei)
    • Waedliman schrieb:

      Z. B. ein Herr Rogister, der mir die Salome versaut hat oder Herr Nägele, dessen Temperament bei Carmen in etwa so intensiv war, wie die spendablen Hosen von Schotten. Und man flüsterte mir zu, dass letztgenannter noch nicht einmal Noten lesen könne, was ich mir natürlich nicht vorstellen kann, aber wer weiß das schon :o)
      Vielen Dank, dass Sie geantwortet haben, aber Sie hatten das italienische Repertoire angesprochen. Zu den von Ihnen genannten Aufführungen kann ich nichts sagen, da sie mich nicht interessiert haben. Ich bin weiterhin gespannt auf eine Antwort, die das italienische Repertoire betrifft.