Klaus Florian Vogt

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    • Klaus Florian Vogt

      "Der Asphalt-Cowboy"

      Text von Thilo Komma-Pöllath
      Fotos von Robert Fischer

      Auch wenn dieser Bericht über Klaus Florian Vogt im "Süddeutsche Zeitung Magazin" vom 29. Juli leider wieder mal nur "reduced" ist, riskiere ich doch dafür ein neues Thema, denn er ist sehr lesenswert und unterhaltsam. Der "Flori" kommt darin überaus sympathisch rüber. Wen es interessiert, vielleicht kommt man da ja noch irgendwie dran.

      sueddeutsche.de/kultur/klaus-f…oy-1.3095059?reduced=true
    • Heute in der SZ (nicht online):

      (mit einem sehr sympathischen Photo)

      Der hohe, schöne Ton

      Maxvorstadt -
      "Gott, welch Dunkel hier" - die gequälte Seele des Florestan in Beethovens "Fidelio" klingt nicht wie eine Stimme aus den Tiefen des Kerkers, sondern scheint in ihrer ätherischen Klarheit, der fast knabenhaften Höhe geradewegs vom Himmel herabzusteigen. Die Stimme von Klaus Florian Vogt polarisiert, den einen ist sie für einen Heldentenor viel zu lyrisch, andere lieben gerade diese Qualität und die verlässliche Mühelosigkeit, mit der der Tenor die großen Wagner-Partien wie den Lohengrin oder Parsifal bewältigt. An diesem Sonntag, 2. Oktober, kommt Vogt quasi zwischen zwei "Fidelio"- Vorstellungen an der Bayerischen Staatsoper auf Einladung des Opernclubs München ins Hansa Haus an der Brienner Straße 39. Das Künstlergespräch beginnt um 11 h. Klaus Florian Vogt, der im kommenden Mai in Romeo Castelluccis mit Spannung erwarteten "Tannhäuser"-Neuinszenierung die Titelpartie singt, wird im Opernclub sicherlich auch verraten, warum er lieber im Campingmobil zu seinen Verpflichtungen anreist, als im Sterne-Hotel zu nächtigen. Der Eintritt zur Matinée kostet zehn Euro, Clubmitglieder zahlen fünf Euro."
    • Ein sehr interessanter Artikel, danke!

      Zu Musik und Mathematik: ich halte die Aussage von KFV an der Sache vorbeigehend. Mathematik und Musik ergänzen sich. Musik ist strukturell z.T. angewandte Mathematik (man lese dazu "Gödel, Escher, Bach).
      Man kann das eine nicht gegen das andere aufwiegen und schon gar nicht ohne Schaden Stunden sowohl bei dem einen als auch bei dem anderen streichen.
    • Auf Wunsch eines einzelnen Herrn mal aus Facebook hierher kopiert:

      Parsifal, 30.10.2016
      Im Vorfeld der Aufführung hörte ich, ich würde wohl eine der besten Kundrys meines Lebens
      hören. Mit Superlativen dieser Art bin ich ja immer vorsichtig – wobei „eine der besten“ ja für
      den Rest meines Lebens noch ein wenig Luft nach oben lassen würde. Da ich zum ersten
      Akt keine Zeit hatte, kam ich erst zur Pause.
      Jede Generation hat ihre „beste Kundry“ - Daniela Sindram hat sich mit dieser Kundry mit
      Sicherheit in die erste Reihe der aktuellen Darstellerinnen dieser Rolle gedrängt und die
      Latte sehr hoch gelegt. Einige kleine Textunsicherheiten seien bei ihrem Debut – war es
      doch, oder?? – entschuldigt. Sie hat sowohl die nötige und gewünschte warme Mezzofarbe,
      als auch problemlose Höhen. Da klingt nichts – nicht einmal das „wütend umschlang“ –
      geschrien.
      Ihr zur Seite zunächst Derek Welton als Klingsor. Was bitteschön hat das Besetzungsbüro
      denn da geritten? Die Töne sind ja alle mehr oder weniger da, aber darstellerisch war der
      nicht anwesend. Geht gar nicht! Wie der im nächsten Jahr den Rheingold-Wotan singen will,
      ist mir schleierhaft.
      Und Vogti?
      Moment, ich schau mich mal kurz um .... ..... – o.k., Dino ist grad nicht da, dann kann ich’s ja
      schreiben. Der Mann ist auf einem guten Weg – auf einem guten Weg vom Töneproduzierer
      zum Sänger. Er fing zwar an, wie ich ihn kenne, aber dann – ein solches „Amfortas, die
      Wunde“ habe ich lange nicht mehr gehört. Das war schlichtweg sensationell. Endlich hat der
      Mann auch mal den Mut zu gewollt unschönen Tönen. Da wird im Interesse des Ausdrucks
      auch mal die eine oder andere Rauheit in der Stimme in Kauf genommen. Allerdings dauerte
      die Freude nicht lang, „die Lippe, ja ... so zuckte sie ihm; ... etc“ wurde wieder nur
      buchstabiert – wie wir es von ihm kennen. Die Phrase „In Ewigkeit wärst du verdammt ...“
      allerdings war wieder ähnlich eindrucksvoll gestaltet. Da sich in der Folge aber wieder
      häufiger Klaus-Flori’sche Buchstabierversuche häuften, beschloss ich, es bei diesem im
      Großen und Ganzen sehr guten zweiten Akt zu belassen.



      Dinos Reaktion ließ übrigens nicht lange auf sich warten...
    • als bekennder KFV Skeptiker hatte ich dazu ja auch im Berlin-Thread was geschrieben;

      "... Klaus Florian war erstaunlich kräftig und ausdrucksstark unterwegs (deutlich besser als in Bayreuth), bis er dann leider mit einem knabenhaft geflüsterten „Mit diesem Zeichen bann ich deinen Zauber“ den positiven Eindruck wieder weggeschmissen hat..."

      spätestens mit dem Tannhäuser werden meine Nerven aber wieder auf eine starke Belastungsprobleme gestellt werden.