Pereira

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    • "Der Intendant der Mailänder Scala, Alexander Pereira, hat zugegeben, dass das Opernhaus eine Vereinbarung mit dem Kulturministerium Saudi-Arabiens getroffen hat. Demnach soll das dortige Kulturministerium die Scala in den nächsten fünf Jahren mit mehreren Millionen Euro unterstützen. Im Gegenzug wird der saudische Kulturminister in den Aufsichtsrat der Scala aufgenommen. Es hagelt Kritik von politischer Seite."

      br-klassik.de/aktuell/news-kri…udi-arabien-oper-100.html

      Noch Fragen?
    • Man muß die Italiener nicht in Schutz nehmen, aber: Italien hat, neben Griechenland, den größten Kulturschatz Europas zu erhalten. Man denke nur an die antiken Stätten wie dem Colosseum, Pompeji, Venedig, das im Schlamm versinkt, wenn es nicht gerettet wird... ich will nicht alles aufzählen, die Objekte kennt jeder. Das verschlingt Milliarden. Darum finde ich es im Falle der Scala in Ordnung, wenn die Saudis aus ihrem Taschengeld die Finanzspritze ansetzen. Das mag nicht beglückend sein, ausgerechnet die Saudis, deren Traditionen sehr umstritten sind und uns völlig mittelalterlich erscheinen. Aber die Sitzung des Aufsichtsrates steht ja noch aus (18. März) und sowohl an dessen Tisch als auch an dem des italienischen Außenministers werden sicher deutliche Worte gesprochen. Hofft man...
      Carpe Diem

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Eduard19 ()

    • RagnarDanneskjoeld schrieb:

      Eduard19 schrieb:

      Italien hat, neben Griechenland, den größten Kulturschatz Europas zu erhalten.
      Darf man erfahren, woher Sie dieses Wissen haben? Und ganz nebenbei: wie definieren Sie "Kulturschätze"?
      Tatsächlich ist es wohl so, dass etwa Pompeji wieder verfällt, weil der italienische Staat sich da sehr knauserig zeigt.
      It is only shallow people who do not judge by appearances. The true mystery of the world is the visible, not the invisible. Oscar Wilde
    • Man müsste wissen, wieviel Gewicht die Stimme des Saudis im Aufsichtsrat hätte. Könnte er möglicherweise allein Entscheidungen blockieren, oder braucht es dazu Mehrheiten und wenn ja welche? Wie ist der Aufsichtsrat zusammengesetzt? Und welches sind die Motive des Saudis für seinen Antrag. Vielleicht hat er ja tatsächlich nur Interesse an klassischer westlicher Musik und will sich „fortbilden“. Nur aufgrund seiner Herkunft aus diesem Land ihn ungeprüft auszuschließen, wäre vielleicht auch zu kleingeistig. Und wenn er sich „einkaufen“ darf, dann allerdings sind 3 Millionen pro Jahr zu wenig, peanuts für die Saudis. Eine Null dran, mindestens. Wenn schon, denn schon.
    • Ich kann nicht so leicht verstehen, dass hier alles wieder von der negativen Seite gesehen und bewertet wird. Auf der einen Seite wird erwartet, dass die europäischen Werte und Menschenrechte vom dortigen Kulturkreis angenommen und zumindest in Teilen angeeignet werden, auf der anderen Seite will man dann nicht haben, dass sich zum Beispiel SA in europäischer Kultur engagiert und sie auch in SA in Erscheinung tritt. In Abu Dhabi ist man in dieser Beziehung doch sehr rege, einschließlich des Ablegers des Pariser Louvres.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von parlando ()

    • "Zitternde Hände, Blutergüsse am Körper
      Den Schilderungen zufolge sind den Frauen mit verschiedenen bestialischen Methoden große Schmerzen zugefügt worden. Während der Verhöre durch maskierte Schergen habe man den Aktivistinnen heftige Stromstöße verabreicht, sie mit Kabeln geschlagen und sexuell belästigt. Berichtet wird auch, dass die Frauen danach nicht mehr in der Lage waren, zu gehen oder sich aufrecht zu halten. Die Hände der Geschundenen zitterten, ihre Körper waren offenbar mit Blutergüssen und Kratzern übersät."

      tagesspiegel.de/politik/vorwue…ltert-haben/23675572.html

      Hauptsache die Knete kommt....
    • FAZ von gestern, Seite 11:

      Mit Blick darauf, dass Pereira seinen Vertrag gern noch einmal verlängert sähe, darf man auch formulieren: „Ein solches Angebot schafft nicht jeder Intendant heran.“ [...]

      Eine Verwendung wird sich finden, aber dringend braucht die Scala das Geld nicht. [...]

      Die Herrscher Saudi-Arabiens gewähren in ihrem Land weder Meinungs- noch Kunstfreiheit – werden sie ihre Praktiken und Werte auch in den Aufsichtsrat des Mailänder Opernhauses bringen? In diesem Sinn hat der Abgeordnete Maurizio Gasparri von Berlusconis alter Partei Forza Italia eine Anfrage an den Kulturminister gestellt, in der er wissen will, ob Vertreter eines Regimes, das die Grundrechte nicht respektiert, wirklich „in das Herz der Scala“ einziehen sollen.

      Mit seiner Antwort auf diese Frage – „ein klares Nein“ – steht Gasparri bisher allein. Aber nun, da das Thema öffentlich ist, fangen einige Politiker doch an, sich zu winden. [...]

      Drittens wird die Scala immer mehr Teil einer Industrie auch kulturell aufgeladener Luxusgüter [...]. Ein Prinz, das passt da gut zur Oper.

      Dass ein Eintritt Saudi-Arabiens der bürgerlichen Kultur Mailands widerspricht, ist unabweisbar. In den anderen Dimensionen passt es aber ganz gut. Und so ist es wahrscheinlicher, dass es perspektivisch nicht nur um die drei Millionen Euro im Jahr geht. Abu Dhabi, Dubai, Muskat haben sich „Opernhäuser“ und Musikfestivals zugelegt, Frankreich ist mit dem Louvre in Abu Dhabi repräsentativ vertreten. Diesen Zug auf der Arabischen Halbinsel möchten die Scala und ihre staatlichen Träger nicht verpassen; Saudi-Arabien erscheint als eine der letzten großen Gelegenheiten, im Geschäft zu bleiben. [...]

      Aber vielleicht gibt die Machtposition der Saudis sogar den ästhetischen Debatten Schwung, den alten Opern Bedeutung. Verdis „Macbeth“ (ein Tyrann mordet), Puccinis „Tosca“ (ein Tyrann wird ermordet, Saisoneröffnung Dezember 2019), Rossinis „Italienerin in Algier“ (din-din, bum-bum, tac-tac, cra-cra) werden jetzt umso politischer, je mehr man es zu vermeiden sucht.
    • Neu

      Das Ganze kehrt...

      Mailand
      Weltberühmtes Opernhaus rudert zurück. Kein Geld aus Saudi-Arabien für die Scala
      Wäre es nach den Plänen von Intendant Alexander Pereira gegangen, sollten zukünftig mehrere Millionen Euro von Saudi-Arabien an die Scala fließen.
      Dafür handelte sich der Österreicher harsche Kritik von allen Seiten ein. Nach einer Aufsichtsratssitzung an dem weltberühmten Mailänder Opernhaus scheint dieser Deal nun vom Tisch zu sein.
      br-klassik.de/aktuell/news-kri…e-unterstuetzung-100.html

      Mailänder Scala lehnt Saudi-Millionen ab
      Intendant Alexander Pereira habe "naiv" agiert, sagt Mailands Stadtchef.
      sn.at/kultur/allgemein/mailaen…udi-millionen-ab-67450135

      Doch kein Geld vom Saudi
      nzz.ch/feuilleton/mailaender-s…-saudi-arabien-ld.1468101