Augsburg 2018/2019

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    • Augsburg 2018/2019

      Zur Zeit gibt es eine neue Spielstätte in der Fuggerstadt - Martini-Park. Leicht macht die Intendanz es nicht dorthin zu kommen, aber als wir das Gelände betraten war alles etwas angenehm ungewohnt und hatte seinen Reiz. Der Klang im Saal war etwas hart in der ehemaligen Fabrikhalle. Die Sicht auf die Bühne und die Beinfreiheit sehr gut. Ich habe mich wohlgefühlt. Das nur vorab.
      Und das Stück selbst? Handlung etwas wirr und chaotisch, die Musik jedoch sehr, sehr schön und fließend und für die Münchner "Verkaufte Braut" eine gute Einstimmung. Sängerisch und musikalisch war alles auf einmn hohen NIveau. Ein Teil der Sänger ist bekannt von anderen Spielstätten - Marco-Buhrmeister vom Haus selbst und Scott MacAllister als Gast. Mir gefiel Jihyun Cecilia Lee als Jitka. Eine schöne junge Stimme.
      Frankfurt und Prag soll die Oper im neuen Jahr ebenfalls bringen. Es ist immer schön, wenn ein Haus sich entschliesst ein unbekannteres Werk zu bringen. Es gibt noch viel zu entdecken. Hoffentlich bleiben uns mutige Intendanten erhalten.
      Übrigens: Dalibor steht noch mehrmals in Augsburg auf dem Spielplan nd von der Landeshauptstadt ein Katzensprung.
    • Schon komisch daß manche Stücke bisweilen in kleinen Wellen auftauchen. Soweit ich überblicke war der letzte "Dalibor" im deutschsprachigen Raum die Wiener Produktion von 1968 mit den Rysaneks, und dieses Jahr gleich zwei auf einmal... Wie war es denn szenisch?
      "Ich frage mich ernsthaft, was für ein Rattenloch eine Partei oder Franktion eigentlich sein kann" (A. Poggenburg, AfD, übr seine eigene Partei)
    • Arminius schrieb:

      .. Wie war es denn szenisch?
      Sehr solide und in die Neuzeit verlegt mit einem Einheitsbühnenbild. Die Interimsbühne gibt auch nicht viel her. Es gab einmal einen Tisch, einen Schrank und einen Bildschirm der den Kerkermeister einblendete.Niemand braucht auf dem Bauch liegend singen, es gab keine Mätzchen.
      Bis auf Dalibor, der wie ein Knecht gekleidet war und auf Grund seiner Größe wirkte er speziell gegenüber Milada (Sally du Randt) wie ein Riesenbaby, hatten alle heutige Kleidung an. Es blitzte und rauchte. Kompliziert war alles nicht.
      Die Regie ist von Roland Schwab, der in München den Mefistofeles gemacht hat.
    • Irgendwo las ich, das sei so eine Art Fidelio. Da ist schon was dran, allerdings wird viel gestorben und am Ende geht es übel aus.
      Nachzulesen ist, daß die Uraufführung 1868 in Prag aus Anlaß der Grundsteinlegung für das Nationaltheater stattfand. Man wollte wohl gegenüber den Habsburgern den Kopf höher tragen. In Böhmen soll es noch häufig Aufführungen geben.

      Felicia Weathers und Sandor Konya:

      youtube.com/watch?v=sFFNPBV7u2I