Konzertdirektion Adler

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    • Konzertdirektion Adler

      Wer das Glück hatte, am 18.12. in der Philharmonie das Programm des Orchestre Philharmonique de Radio France zu hören, wird wahrscheinlich noch tagelang voller Freude daran zurückdenken. Nach dem etwas gebremsten Auftakt mit Dukas` "Zauberlehrling", war der erste Höhepunkt Elgars Cellokonzert in e-Moll, das in der bezaubernden Sol Gabetta eine sehr zurückhaltende, fast demütige Cellistin nicht im Widerspruch zum Orchester fand, sondern eine klagende, nur in kurzen Momenten aufbrausende Solistin , die mit ruhiger Hand diesem 30minütigen Orchesterstück einen völlig anderen Ton gab als z. B. Yo-Yo Ma, nicht minder interessant, trotz der Gefahr, dass die für mich kompositorisch insgesamt wenig inspirierten Orchesterklänge dadurch noch stärker in den Vordergrund geraten. Aber da ist der persönliche Geschmack sicherlich entscheidend. Ich war sowieso ungeduldig, weil ich sehnsüchtig auf Strauss` "Tod und Verklärung" wartete und mich daran erinnerte, wie gut ich dieses Orchester schon immer bei Strauss fand. Und ich wurde nicht enttäuscht. Mikko Franck hatte sein Orchester bestens vorbereitet, die Violinen klangen überirdisch schön, sein Verständnis für die Farben in der Musik, für den Widerspruch aus Leid und Aufbäumen wurde in rauschende Emotionen gepackt. Ich war im Himmel - und dann kam als Zugabe auch noch Ravels "La Valse" ins Spiel, bei dem das Orchester vor Lust förmlich explodierte. Entweder hatte ich gestern einfach nur gute Laune und war dadurch nicht objektiv, oder aber es war tatsächlich der wunderbare Abend, den ich wahrgenommen habe ^^