Kosky hört 2022 auf

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Kosky hört 2022 auf

      Ist die Nachricht noch nicht gesehen worden oder ganz einfach kein Thema?

      Kosky wolle aber in Berlin bleiben, das meldete am Montag die Berliner Morgenpost. Kosky soll nun in einer anderen Funktion an das Haus gebunden werden, das bestätigte die Komische Oper Berlin auf Nachfrage des kulturradios vom rbb. Die Verhandlungen laufen noch.

      kulturradio.de/nachrichten/201…-mehr-Intendant-sein.html

      ... mit Link zu einer weiteren Seite, auf der man dann hören kann, was Manuel Brug um 8.10 Uhr dazu im Radio sagen wird ...
    • Die Entscheidung tut mir sehr leid, weil Kosky sehr gute Arbeit geleistet hat und ein Haus führt, das Ensemblegeist ausstrahlt, der auch auf das Publikum überspringt. Aber die Entscheidung ist gut nachvollziehbar, weil eine Sanierung des Hauses unumgänglich ist und er sich sicher nicht den Tort antun wird, den Flimm bei der Sanierung der Staatsoper ertragen musste. Die Komische Oper ist bestens aufgestellt, sein Vorschlag, unterschiedliche Spielorte zu nutzen, wurde offensichtlich abgelehnt, so dass ihm nur die Entscheidung überblieb. Er hat doch recht, wenn er Versprechen der Kulturpolitik nicht traut. Alle negativen Aspekte der Sanierung würden am Ende mit seiner Intendanz in Verbindung gebracht.
    • Die Entscheidung ist sehr gut, denn 10 Jahre sind für jede Intendanz ausreichend. Neue Ideen sind gefragt, die bärtigen Frauen, Männer im Mieder, die Poklatsch Choreografien einerseits und die Betroffenheitsbilder andererseits, sind jetzt ausreichend durchdekliniert. Und Kosky wird nicht von der Bildfläche verschwinden. Dies sagend: natürlich hat Kosky der Komischen Oper einen enormen Schub verschafft. Und zwar vor allem dadurch, dass er dem Hause wieder ein Profil und ein erkennbares Konzept verliehen hat (was man von den anderen Berliner Häusern nicht sagen kann). Klug hat er an alte Traditionen der Vor-Felsensteinära angeknüpft und mehr als eine programmatische Lücke im Berliner Repertoire geschlossen. Vielmehr, er hat durch diesen Erfolg auch die Berliner Schließungsdiskussion beendet. Mit klarer Programmatik, Ästhetik und Sprache hat er tatsächlich auch neues Publikum ins Haus geholt. Nach der durchwachsenen Homoki-Zeit und der glanzlosen Endzeitveraltung durch dessen Vorgänger Albert Kost, kam mit Kosky wieder ein Haus, dass eine künstlerische Botschaft hat. Auch wenn man nicht alles gutheißen muss, was an künstlerischen Ergebnissen zu erleben war und ist, gehört es zu den einflußreichsten Häusern des Landes. Was mich oft bedrückt(e), war die oft durchwachsene musikalische Qualität der Dirigenten und des Gesangsensembles, bei dem Typcasting oft über stimmlichen Qualitäten stand und wo (dadurch) für mich zu oft im falschen Fach besetzt wurde. Wer immer Nachfolger wird, wird es nicht leicht haben und braucht eine wirklich gute Idee.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Gundryggia ()

    • Wir wollen bezüglich der Dirigenten nicht unterschlagen, dass sowohl Petrenko als auch Jurowski an der KOB gewirkt haben. Und was die Sänger _innen angeht habe ich nicht übermäßig gelitten. Die Vielfalt ist das Salz in der Suppe! Bei den großen Namen neigt man zu schnell zum mäkeln, ob das ein wirklich guter Abend war oder nicht.
      Ein anderer Aspekt, der nicht vergessen werden darf, ist die Reanimation der Operette, die ja immer so stiefmütterlich behandelt wurde und jetzt junges Publikum ins Haus holt.
    • Die Komische Oper teilte heute offiziell mit, dass die Intendanz von Barry Kosky mit Ablauf der Spielzeit 2021/ 2022 enden wird. Nachfolger werden Susanne Moser, seit 2005 Geschäftsführende Direktorin der KOB und Philip Bröking, seit 2005 Operndirektor der KOB. Barry Kosky wird ab 2022 jährlich 2 Inszenierungen übernehmen. Ab 2022 ist für die Komische Oper eine 5-jährige Generalsanierung geplant. In dieser Zeit wird das Ensemble an unterschiedlichen Spielstätten Aufführungen zeigen.
      Von meiner Seite viel Glück und gutes Gelingen!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von parlando ()