Elbphilharmonie

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Noch eine Anmerkung: Das Konzert war ausverkauft. Vor der Elphi standen etliche Personen, die Karten für das Konzert anboten. Im Saal sah ich dann etliche (ca. 50) freie Plätze. Hochgerechnet dann etwa 100 Tickets (na gut, ziehen wir 30 ab, die aus Gesundheitsgründen nicht da waren), die die Kartenhaie nicht losgeworden sind. :thumbsup: Es scheint mir, dass der Elphi-Hype langsam abflaut und man wieder einfacher an Karten kommen kann.
    • Reingold schrieb:

      Es scheint mir, dass der Elphi-Hype langsam abflaut und man wieder einfacher an Karten kommen kann.


      Heute begann der Vorverkauf für den "Elbphilharmonie Sommer"im August, darunter auch einige Sinfoniekonzerte. Weil das National Youth Orchestra of the USA am 14. August die Alpensinfonie auf dem Programm hat, habe ich zugegriffen (Dir. Antonio Pappano). Joyce di Donato ist mit Berlioz' "Les nuits d'été" dabei. Noch reichlich Karten in den höheren Preisgruppen.
    • Béla Bartók: Rumänische Volkstänze / Ungarische Bauernlieder / Herzog Blaubarts Burg

      Gestern also das 2. Konzert des Budapest Festival Orchesters, wieder mit Gábor Káli statt des erkrankten Ivan Fischer am Dirigentenpult.
      Bekanntlich ist Bartók viel gereist (nicht nur in Südosteuropa), um Volksmusik auf Wachswalzen aufzuzeichnen, u.a. mit dem Ziel, sich musikalisch inspirieren zu lassen. Das Ergebnis war im ersten Teil des Konzerts zu hören. Vor den Rumänischen Volkstänzen (Orchester) Sz 68 spielten 3 Mitglieder des Orchesters (1. und 2. Violine sowie Bass) die Vorbilder, so wie sie Bartók von den Wachswalzen transkribiert hatte. Das war schon sehr beeindruckend, insbesondere die Fähigkeiten der 1. Violine als wahrer Teufelsgeiger. Richtig verblüfft war ich, als die 3 anschließend ihre Plätze im Orchester einnahmen: Der Teufelsgeiger am 2. Pult der 1. Violinen, der Bass nahm den 4. Bass in die Hand und der Spieler der 2. Violine - ein Horn!
      Ich hätte Euch gern einen Link zum Anhören gegeben, damit Ihr einen Eindruck bekommt, aber alles was ich im Netz gefunden habe, konnte sich nicht mit der musikalischen Qualität des Orchesters gestern messen.
      Vor den Ungarischen Bauernlieder für Orchester Sz 100 dann das gleiche Prozedere, nur das diesmal die 3 Musiker durch die ungarische Volksliedsängerin Márta Sebestyén verstärkt wurden: wieder wurden die Lieder vorgetragen, die Bartók dann in dem Orchesterstück verwandt hat. Nach dem Orchesterstück gaben die 4 dann noch einige Ungarische Bauernlieder als Zugabe.
      Hochgestimmt und mit freudigen Erwartungen ging ich in die Pause.
      Der anschließende Blaubart enttäuschte dann aber. Das lag weniger an den beiden Sängern – Krisztián Czer (Blaubart) mit wohlklingendem Bass, Ildikó Komlósi (Judith) leider mit etwas zu viel Vibrato -, sondern am Dirigat. Das war das 9. Mal, dass ich den Blaubart live gehört hatte, und es war die am wenigsten beeindruckende Interpretation.
    • Der Artikel stellt die Situation und die Aussagen des Intendanten in ein völlig falsches Licht. Der Intendant kam auf die Bühne, um die Besetzungsänderung anzukündigen, er sprach relativ eingehend über Järvis Krankheit in den USA, und er hat dann den Ersatzdirigenten ausführlich vorgestellt. Und dann hat er, aber eher launig als im Ernst („weil ich sowieso schon mal da bin“) über die „Problematik“ der Akustik gesprochen. Typisch, dass die Ewignörgler das jetzt gleich wieder verdrehen müssen! Und so schlimm, wie das Publikum dargestellt wird, hab ich es in meinen bisherigen Besuchen auch nicht erlebt. Eher disziplinierter als in anderen Häusern. Heute nach dem Verdi Requiem eine Minute lang absolute Stille.
    • karomedica schrieb:

      Der Intendant kam auf die Bühne, um die Besetzungsänderung anzukündigen, er sprach relativ eingehend über (...)
      Ich dachte erst, Du schreibst über die Konzerte mit dem Budapest Festival Orchester. Da war es ähnlich, nur dass über Ivan Fischers AugenOP informiert wurde. Und dann kamen die "Ermahnungen" mit der gleichen Einleitung.
      Dein Lob des Publikums kann ich leider nicht für alle der von mir besuchten Konzerte unterschreiben.
    • elsa schrieb:

      Naja, das kann man so oder so sehen.
      Über das Publikum in der Elbphilharmonie hat mir erst gestern eine Freundin berichtet: Schumann Symphonie: je wurde nach jeden Satz geklatscht...............
      Ach, es gab Zeiten, daß Sätze sogar da capo gespielt wurden, machte sogar Verdi bei seinem Requiem...
      "Ich frage mich ernsthaft, was für ein Rattenloch eine Partei oder Franktion eigentlich sein kann" (A. Poggenburg, AfD, übr seine eigene Partei)
    • Neu

      Riccardo Muti: "Ich trete da nicht mehr auf! Dort vergeude ich nicht meine Zeit"

      welt.de/kultur/musik/plus19205…te-da-nicht-mehr-auf.html
      Bezahlartikel

      von Manuel Brug

      Wir wissen, was Riccardo Muti im Januar 2019 gesagt hat: Er fände die Elbphilharmonie „mittelmäßig“. Das war – passt halt nichts ins millionenteure PR-Konzept – sofort bezweifelt worden. WELT hat Muti nun in Tokio getroffen. Der Italiener hat noch nie ein Blatt vor den Mund genommen. Und er hatte eine hübsche Geschichte zu erzählen:

      Die "hübsche Geschichte" würde mich schon interessieren. Aber ich kriege den Artikel auch über google nicht. Vielleicht hat jemand anders mehr Glück.
    • Neu

      Muti schrieb:

      Riccardo Muti: "Ich trete da nicht mehr auf! Dort vergeude ich nicht meine Zeit"
      Das würde mich auch interessieren, warum er es als vergeudete Zeit betrachtet. Weil er keine Zeit für Proben im Saal aufwenden will? :whistling: Oder weil er meint, dass sein Klangideal in dem Saal nicht zu verwirklichen ist? Dass hervorragende Konzerte möglich sind, haben andere Dirigenten ja hinlänglich bewiesen.
    • Neu

      Reingold schrieb:

      Muti schrieb:

      Riccardo Muti: "Ich trete da nicht mehr auf! Dort vergeude ich nicht meine Zeit"
      Das würde mich auch interessieren, warum er es als vergeudete Zeit betrachtet. Weil er keine Zeit für Proben im Saal aufwenden will? :whistling: Oder weil er meint, dass sein Klangideal in dem Saal nicht zu verwirklichen ist? Dass hervorragende Konzerte möglich sind, haben andere Dirigenten ja hinlänglich bewiesen.
      Muti mag es gesagt haben, aber Sie haben Ira zitiert und nur mittelbar Muti.