Spielzeit 2019/20 Staatsoper Hamburg

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    • Otello, 3.10.19
      Wenn man in so kurzer Zeit 2 Otello-Inszenierungen sieht, bietet sich ein direkter Vergleich ja geradezu an, noch dazu bei einem Duell HH - M! :D
      Otello: Marco Berti - Jonas Kaufmann
      Ich mag es einfach, wenn die Rolle von einem Tenor gesungen wird. 1 : 0
      Jago: Marco Vratogna - Claudio Sgura
      Bei beiden ist für mein Gefühl noch Luft nach oben. 0,5 - 0,5
      Cassio: Oleksiy Palchykov - Evan LeRoy Johnson
      Letzteren fand ich vor der Pause ziemlich schwach, während Palchykov einfach eine wunderbar klare und kräftige Tenorstimme sein eigen nennt. 1 : 0
      Desdemona: Guanqun Yu - Anja Harteros
      Frau Yu war wirklich gut, aber gegen Frau Harteros war sie chancenlos: 0 : 2 :)
      Emilia: Nadezhda Karyazina - Katerina Bradic
      Frau Karyazina hinterließ bei mir mit ihrem warmen, vollen Mezzo einen deutlich stärkeren Eindruck. 1 : 0
      Inszenierung: Die HHer finde ich deutlich packender, auch wenn die Münchner eine interessante Deutung bot. 1 : 0
      Chor: Beide Chöre waren hervorragend: 0,5 : 0,5
      Orchester: Da war das Münchner einfach besser: 0 : 1
      Endergebnis: 5 : 4 für HH nach streng objektiven, wissenschaftlichen Kriterien. :whistling:
      Ich hätte natürlich auch einfach schreiben können, dass das gestern ein sehr spannender, erfreulicher Opernabend war. :rolleyes:
    • susakit schrieb:

      Immer dieses (Vor)urteil
      Liebe Susakit,
      da ich ihn ja nun live erlebt habe, darfst Du das "Vor" gerne streichen.
      Aber meine Formulierung sollte natürlich diese Reaktion(-en, was macht eigentlich elsa?) hervorkitzeln. JK ist für mich schon ein (hochmusikalischer) Tenor, aber wirklich kein Otello. Ihm fehlt einfach das metallische Strahlen in der Stimme.
    • ira schrieb:

      Von wem war die Inszenierung? Wer hat dirigiert? Und wie war das bei Marco Berti mit der Dynamik? Hat er nicht zu sehr durchgebrüllt? Wie war das "Esultate!" im Vergleich zu Kaufmann?
      Fragen über Fragen... ;)
      Die ersten beiden Fragen kann man problemlos auf der Seite der Hamburger Staatsoper entnehmen: staatsoper-hamburg.de/de/spiel…php?AuffNr=159251#pagenav
      Aber um sie nicht zu überfordern: Bieito/Carignani
      Berti hat nicht "durchgebrüllt", und das "Esultate" war strahlend klar.
      Antworten über Antworten ... ;)
    • Danke sehr, Reingold!
      Ja klar, den Regisseur und den Dirigenten hätte ich selber nachschauen können, aber nachdem ich schon am Fragen war....

      Reingold schrieb:

      JK ist für mich schon ein (hochmusikalischer) Tenor, aber wirklich kein Otello. Ihm fehlt einfach das metallische Strahlen in der Stimme.
      Auch wenn elsa jetzt schäumt, aber da stimme ich voll und ganz zu. Das ist es ja auch, was Domingo von ihm unterscheidet, der HAT (oder leider hatte) nämlich den Glanz und das Strahlen in der Stimme.
    • Das war Opernzauber! Verdis "Otello" als fulminante Two-Men-Show in Hamburg
      "Was für eine fulminante Aufführung! Die lebensbejahende Handlung der Oper mit der wohl besten Musik Verdis ist hinlänglich bekannt: Der Schwarzafrikaner Otello wird zum Opfer einer bösen Intrige seines Weggefährten Jago und erwürgt am Ende kurz vor seinem Selbstmord seine geliebte Desdemona in rasender, unbegründeter Eifersucht. Eigentlich verspricht das keinen schönen Abend."
      Ulrich Poser berichtet aus der Hamburgischen Staatsoper
      klassik-begeistert.de/giuseppe…r-hamburg-3-oktober-2019/
    • Ich war heute Abend noch mal im Otello. Leider hatte Marco Berti eine leichte Rauigkeit auf der Stimme, die er den ganzen Abend nicht weg bekam. Aber trotzdem wieder eine hervorragende, sehr differenzierte Darbietung. (Nichts mit Dauerforte!)
      Guanqun Yu hat mir beinahe noch besser gefallen als letztes Mal, vielleicht weil die Erinnerung an Anja Harteros nicht mehr ganz so überwältigend war.
      Leider war das Dirigat teilweise etwas ungenau, es klapperte manchmal ein wenig, daher war ich heute nicht so zufrieden wie am 3. 10.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Reingold ()

    • Neu

      Eine luxuriöse Besetzung bot die letzte (am 4.12.!) Aufführung von "Hänsel und Gretel" dieser Spielzeit: Jochen Schmeckenbecher als Peter und Irmgard Vilsmaier als Gertrud. Für Elbenita Kajtazi war Elsa Benoit als Gretel eingesprungen, die ich bereits in München mehrfach in verschiedenen Rollen erlebt habe und die mit viel Spielfreude und berührender Stimme mehr als überzeugte. Etwas ungewohnt das durchaus rasche Dirigat von Volker Krafft. Leider ist die Erkältungssaison in vollem Gang ... und anders als in der Elphi gibt es keine Hustenbonbons an der Garderobe.