"Die verkaufte Braut" der Mariame Clément

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    • "Die verkaufte Braut" der Mariame Clément

      Der Librettist der Oper „Die verkaufte Braut“ Karel Sabina (1813-1877) war ein glühender Patriot und radikaldemokratischer Journalist. Wegen seiner exponierten Teilnahme an den 1848er Aufständen war er nach deren Scheitern zum Tode verurteilt und später zu lebenslangem Kerker begnadigt worden. Nach vorzeitiger Entlassung, ständig unter Polizeiaufsicht, hatte er in seiner bittersten finanziellen Not den Erpressungen der k.u.k.-Polizei nachgegeben und sich als Informant anwerben lassen.

      Der Schriftsteller Max Brod (1884-1968) hat durch Aktenstudium nachgewiesen, dass Sabrina“ kein einziges wirklich belangreiches Faktum aus dem Schatze seines unbegrenzten Wissens um Personen und Handlungen der tschechischen Unabhängigkeitsbewegung preisgegeben hat“. Von Max Brod stammt auch die zunächst verblüffende, letztlich aber naheliegende Hypothese, Sabinas Selbstverteidigung seines Verrat sei im Libretto, das er 1864 für den Musikkritiker und Dirigenten Bedrich Smetana (1824-1884) geschrieben hat, bereits vorgezeichnet und gerechtfertigt gewesen: „Jenik verkauft seine Braut, aber liefert sie nicht“

      „Denk nur nach, o Mařenka, denk genau“ wendet sich „Jenik-Sabina“ in Brods Version durch das Libretto an die Nation, „wie kann man glauben, dass ich dich verkauft hab, o Geliebte“ an das Publikum. Damit gibt er einen deutlichen Hinweis, wie seine nutzlosen Berichte an den Prager Polizeirat Javurek-Kezal zu verstehen seien. Selbst Hinweise auf Sabrinas ständige Geldnot finden sich im Libretto, denn Jenik trachtet mit seiner Finte, den Brauteltern aus den Schulden zu helfen. Letztlich zahlte ihm Smetana ganze 20 Gulden für das Opernlibretto. Für eine Arbeit, die ein Welterfolg werden sollte.

      Als 1872 Sabina enttarnt worden war, verhinderte die verschlüsselte Selbstverteidigung seine allgemeine Ächtung nicht, schadete aber keineswegs dem Erfolg der Oper, dass ihr Libretto von einem „Verräter“ stammte.

      Folge ich den Gedanken des Max Brod, so erhält auch die Aversion der Mariame Clément gegen eine Fokussierung der Inszenierung der Oper auf das Folkloristische ihre Berechtigung. Den breiten Erfolg und seine Benennung als die „tschechische Nationaloper“ verdankt das Werk zweifelsfrei dem farbigen Chorgesang, den rasanten Volkstänzen und den einprägsamen Charakterisierungen des Bedrich Smetana. Als er die Oper komponierte, konnte er kaum von den Gewissensqualen seines Librettisten wissen. Selbst in der Gegenwart muss man noch graben, um auf den vermutlichen Ursprung des Sujets zu stoßen: dass sich hinter der Fröhlichkeit des Bühnengeschehens eine individuelle Tragödie verbirgt.

      Die erste Fassung des Werkes von 1866, ein zweiaktiges Singspiel mit gesprochenen Dialogen hatte zunächst wenig Erfolg. 1871 auf drei Akte und mit Rezitativen erweitert, erlangte die Oper 1893 in der Übersetzung von Max Kalbeck ihren internationalen Durchbruch in Berlin und Wien.

      Dass die Vorstellungen in den deutschen Häusern abweichend von den sonstigen Üblichkeiten nicht in der Originalsprache gesungen werden, ist dem Sprachrhythmus des Tschechischen mit seiner starken Betonung der ersten Silben zuverdanken. Erst Leos Janacek hat seinen Opern mit von der griechischen Tragödie abgeleiteten Versformen den natürlichen Sprachrhythmus der tschechischen Sprache verschafft.

      Die Dresdner Inszenierung wird mit einer bühnenwirksamen Übersetzung des 1913 in Böhmen geborenen Musikwissenschaftlers Kurt Honolka dargeboten. Offensichtlich sind in diese Fassung auch Eingriffe des Felsenstein-Assistenten Carl Riha (1923-2012) und Winfried Höntsch eingeflossen, denn beide haben von den 1950er bis zu den 1980er Jahren den sächsischen Opernbetrieb wesentlich beeinflusst, wenn nicht sogar bestimmt.

      Die Regisseurin Mariame Clément hatte die Handlung aus der Zeit um 1865 in die 1980er Jahre verschoben, eigentlich um der starken Frauenfigur der Marie mehr Möglichkeiten ihrer Entfaltung zu bieten. Spürbar wurde das aber kaum. Die Personenführung der Protagonisten bewies das handwerkliche Können der Regie, selbst wenn einige für die Handlung wesentliche Szenen zu beiläufig über die Rampe kamen. Selbst die Sprachverständlichkeit der Sänger war richtig in Ordnung. Die vielleicht bedeutsamen Hintergrundaktivitäten und die Lichteffekte erreichten ihre Wirkung kaum. Trotzdem war die Inszenierung kein großer Wurf, eine vertane Chance das Anliegen der Frau Clément bühnenwirksam umzusetzen.

      War man durch das Bühnengeschehen doch etwas irritiert, so bestand mit der musikalischen Umsetzung die Gefahr, dass für einen großen Teil der Premierengäste das Gebotene zu einer Folge von Darbietungen eines Wunschkonzertes wurde. Reihte sich doch Ohrwurm und Bekanntes, nur von den Rezitativen unterbrochen, aneinander. Folglich wurde auch mehrfach der Handlungsfaden durch allerdings müden Szenenbeifall unterbrochen.

      Für die musikalische Leitung der Premiere war Tomáš Netopil gewonnen worden. Der in Mähren geborene, damit mit der böhmischen Musik bestens vertraute, ist auch mit den Musikern der Staatskapelle seit langem verbunden. Noch mit der Ouvertüre begann den Abend mit einem ordentlichen Tempo ohne dabei die wunderbaren Details der Komposition zu unterschlagen. Die musikalische Gestaltung des Szenischen gelang ihm ebenso „böhmisch“ im besten Sinne, ohne das folkloristische übertreiben. Schließlich befanden wir uns im Opernhaus und nicht auf einem Volksfest. Den Melodien verschafft er ausreichend Raum, nahm sich ausreichend Zeit und führte das Orchester Sänger-freundlich. Damit ging aber im Verlaufe der Vorstellung die Frische, das Flotte der Melodien verloren. Irgendwie erkannten wir unsere Staatskapellen-Musiker nicht wieder.

      Für die musikalische Umsetzung standen Tomáš Netopil für nahezu alle Rollen recht gute Sänger zur Verfügung:

      Mit Spannung war das Rollendebüt der armenischen Ensemble-Sopranistin Hrachuhi Bassénz erwartet, die mit ihrem jugendlich-farbenreichen Gesang bezauberte. Das der Marie aber das von der Regie verordnete Selbstbewusstsein konnte ihre Darstellung nicht vermitteln. Letzlich begrenzte sie ihre Emanzipation, indem sie den Blaumann mehrfach mit einer Kellnernerinnentracht wechselte und einen kaum erkennbaren Schwangerschaftstest simulierte . Dabei gestaltete sie Maries große Arie, in der sie sich von ihrem Liebestraum verabschiedet, zu einem der emotionalen Höhepunkte des Abends.

      Ihr zur Seite,deraufschneiderische Heiratsvermittler Kezal Tijl Faveyts, ein Hausdebütant. Mit seiner hervorragenden Bühnenpräsenz, dem markanten, gut fokussiertem Bass und seiner vorgetäuschten Freundlichkeit wurde er zum Schwergewicht der Aufführung.

      Pavol Breslik als Hans, Tenor, gut aussehend und schlau bot eigentlich vom Beginn an den Traum-Schwiegersohn. Aber es dauerte bis zum dritten Akt, bevor das auch die etwas dümmlichen Brauteltern begreifen konnten. Breslik singt unangestrengt, leicht und verführerisch, aber nicht überragend.

      Der stotternde Wenzel, berührend, mit schönem Tenor und engagiertem Spiel von Benjamin Brunsverkörpert, gehört zweifelsfrei zu den Pluspunkten der Aufführung.

      Stimmlich und darstellerisch überzeugend gut besetzt waren die BrautelternSabine Brohm als Ludmila und Matthias Henneberg als Kruschina. Dazu das finanziell besser ausgestattete etwas arrogante „Elternpaar“ des künftigen Gatten, der körperlich und gesanglich auftrumpfende Tilmann Rönnebeck als Micha und seine gesanglich zurückhaltende Ehefrau Michal Doron als Hata.

      Zu einem musikalischen Glanzpunkt hatte sich das konsequent verdichtete Sextett im dritten Akt gestaltet.

      Etwas herausragend die Tänzerin Esmeralda der Tahnee Niboro und der komödiantische Chao Deng als Indianer. Ordentlich auch Barry Coleman vom „Jungen Ensemble“, der mit leichtem kultiviertem Tenor den Zirkusdirektor verkörperte.

      Nicht zu vergessen, die in bester Volkstümlichkeit vom exzellenten Chor und dem hinreißenden Ballett abgerundeten Szenen. Hier hatten Mathieu Guilhaumon als Choreograf und Cornelius Volke mit dem Chor eine hervorragende Arbeit geleistet.

      Das Bühnenbild und die Kostümevon Julia Hansen passten ordentlich zum Regiekonzept.

      Es wurde freundlich Beifall gespendet aber auch von mehreren Stellen kräftig, nicht unberechtigt, „Buh“ gerufen.

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    • Dafür gab es ja schon genügend Indizien, nicht erst mit dem jüngsten Schlagabtausch.

      Es sieht auch so aus, als ob das hier die einzige Besprechung dieser Produktion bleiben wird, die im Internet auftaucht. Es sollte im Radio gestern noch eine „Hörerrezension“ geben, die aber der MDR wohl nicht interessant genug fand, um sie auch online zu stellen. Habe das nun in früheren Fällen nicht so genau beobachtet, aber auffällig finde ich dieses Schweigen im Walde schon.
    • Dr. Schoen schrieb:

      Dafür gab es ja schon genügend Indizien, nicht erst mit dem jüngsten Schlagabtausch.

      Es sieht auch so aus, als ob das hier die einzige Besprechung dieser Produktion bleiben wird, die im Internet auftaucht. Es sollte im Radio gestern noch eine „Hörerrezension“ geben, die aber der MDR wohl nicht interessant genug fand, um sie auch online zu stellen. Habe das nun in früheren Fällen nicht so genau beobachtet, aber auffällig finde ich dieses Schweigen im Walde schon.
      Der gleichlautende Beitrag ist inzwischen auch bei "Der Opernfreund.de" "veröffentlicht".
      Ich habe aber auch bei der Premiere nur den Jens Schubert und die Nicole Czerwinka gesehen. Selbst die ansonsten unvermeidliche Frau Gerk habe ich nicht ausmachen können.
      Gehört diese Ignoranz zum Theiler-Start?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von thomathi ()

    • 2. Aufführung am 13.März: Insgesamt eine Inszenierung, die dem Stück gerecht wird, keinen ärgert oder polarisiert, auch bei häufigen Wiederaufnahmen mit einer neuen Sängerbesetzung gute Möglichkeiten gibt, sich schnell in der Inszenierung zurechtzufinden und eine eigene Note einzubringen, wenn es sich so ergibt. Es stellt sich die Frage, ob die Verkaufte Braut in der Semperoper gespielt werden muss oder nicht, ich finde ja, weil ein allzu "kopfllastiger" und "intellektualisierter" Spielplan als einziges Maß der Spielplanpolitik dem Umstand nicht gerecht werden kann, das Publikum schlichtweg unangestrengt zu unterhalten. Auch darauf gibt es einen Anspruch, und dem wird das Stück durchaus gerecht, auch wenn Heiratsvermittler derzeit eine schlechte Berufsperspektive haben. Andererseits muss es auch für Ensemblemitglieder Möglichkeiten zum Einstieg in Rollen der ersten Linie geben und nicht nur in Nebenrollen besetzt zu werden. Finde zumindest ich persönlich.
      Sängerisch blieben eigentlich keine Wünsche offen, allerdings fand ich Benjamin Bruns in der Rolle des Wenzel stimmlich sehr viel überzeugender als Pavol Breslik als Hans; den hatte ich stimmlich präsenter in Erinnerung, vielleicht Tagesform oder es verändert sich die Stimme. Das wäre durchaus denkbar, dass sich ein Fachwechsel ankündigt. Im Juni kommenden Jahres ist er als Duca in Rigoletto angesetzt.
      Das Orchester war, wie nicht anders zu erwarten, sehr gut, aber die Oper gibt nicht unbedingt die Plattform, die klanglichen Qualitäten der Staatskapelle besonders erkennbar zu machen. Für mich war das Tempo des Dirigats von Netopil, vor allem der Ouvertüre, einen Zacken zu rasant, auch wenn hier Tempo gefragt ist. Sicher spielte die Kapelle das souverän. Wenn einem aber als Zuhörer der Gedanken durch den Kopf geht, es wird ein neues "blaues Band" der schnellsten Dulchquerung der Oper angestrebt, ist was nicht im Lot. Eine Spur zu schnell ist oft weniger dienlich als eine Spur zu laut. Weniger kann da manchmal mehr sein. Dennoch ein guter Abend, in den man getrost familiären Anhang mitnehmen dann, der mit der Oper sonst keine allzu enge Bindung hat.
    • Man könnte die Ansetzung dieses Stückes kritisch sehen, wenn man die Klischees von der Touristenbespaßungsanstalt ernsthaft diskutieren will. Ich halte sie für schlichten Unsinn; da braucht man sich z.B. nur anzuschauen, womit Theiler angefangen hat (mit Zwölftonmusik, inszeniert vom schlümmsten Skandalregisseur der Welt).

      Eigentlich wäre sogar noch etwas mehr gut gemachte (!) Unterhaltung wünschenswert, über Operetten und Spielopern hinaus. So etwas wie die Hesslersche Intermezzo-Reihe, die leider nicht weitergeführt wurde.

      Was das Medienecho auf die vakoofte Braut betrifft, gab es im MDR ausführlichere Vorabberichte. Deshalb finde die ausbleibende Besprechung des Ergebnisses hier doch etwas erstaunlich. Aber die eigene Redakteurin hat sowas wohl noch nie gemacht und das Rezensentenkollegium hat's halt nicht interessiert ...
    • Bei der 2. Vorstellung der Verkauften Braut gab es so erschreckend viele freie Plätze im Parkett, dass man für jeden Touristenbus froh sein sollte, der Geld in das Haus bringt. Ich sehe auch absolut nichts Verwerfliches darin, dass Touristen in die Oper gehen, das tun sie doch in Wien, Berlin und München ebenso. Das zeichnet ein Haus doch eher aus, als dass es ein Makel wäre. Und es ist doch gut, wenn möglichst viele in der Oper, wo auch immer, ob Tourist_in oder nicht, ein gutes Gefühl mit nach Hause nehmen und wieder kommen. In der sogenannten Provinz in allen Bundesländern sind diese gut organisierten Busfahrten doch die einzige Möglichkeit für Interessierte in ländlichen Wohngebieten, an kulturellen Veranstaltungen teilzunehmen. Sowas ist doch auch ein Bestandteil der Kultur, wenn der Zugang zu kulturellen Veranstaltungen ermöglicht und erleichtert wird und nicht einer privilegierten Schicht der Städter vorbehalten bleibt.
    • parlando schrieb:

      2. Aufführung am 13.März: Insgesamt eine Inszenierung, die dem Stück gerecht wird, keinen ärgert oder polarisiert, auch bei häufigen Wiederaufnahmen mit einer neuen Sängerbesetzung gute Möglichkeiten gibt, sich schnell in der Inszenierung zurechtzufinden und eine eigene Note einzubringen, wenn es sich so ergibt. Es stellt sich die Frage, ob die Verkaufte Braut in der Semperoper gespielt werden muss oder nicht, ich finde ja, weil ein allzu "kopfllastiger" und "intellektualisierter" Spielplan als einziges Maß der Spielplanpolitik dem Umstand nicht gerecht werden kann, das Publikum schlichtweg unangestrengt zu unterhalten. Auch darauf gibt es einen Anspruch, und dem wird das Stück durchaus gerecht, auch wenn Heiratsvermittler derzeit eine schlechte Berufsperspektive haben. Andererseits muss es auch für Ensemblemitglieder Möglichkeiten zum Einstieg in Rollen der ersten Linie geben und nicht nur in Nebenrollen besetzt zu werden. Finde zumindest ich persönlich.
      Sängerisch blieben eigentlich keine Wünsche offen, allerdings fand ich Benjamin Bruns in der Rolle des Wenzel stimmlich sehr viel überzeugender als Pavol Breslik als Hans; den hatte ich stimmlich präsenter in Erinnerung, vielleicht Tagesform oder es verändert sich die Stimme. Das wäre durchaus denkbar, dass sich ein Fachwechsel ankündigt. Im Juni kommenden Jahres ist er als Duca in Rigoletto angesetzt.
      Das Orchester war, wie nicht anders zu erwarten, sehr gut, aber die Oper gibt nicht unbedingt die Plattform, die klanglichen Qualitäten der Staatskapelle besonders erkennbar zu machen. Für mich war das Tempo des Dirigats von Netopil, vor allem der Ouvertüre, einen Zacken zu rasant, auch wenn hier Tempo gefragt ist. Sicher spielte die Kapelle das souverän. Wenn einem aber als Zuhörer der Gedanken durch den Kopf geht, es wird ein neues "blaues Band" der schnellsten Dulchquerung der Oper angestrebt, ist was nicht im Lot. Eine Spur zu schnell ist oft weniger dienlich als eine Spur zu laut. Weniger kann da manchmal mehr sein. Dennoch ein guter Abend, in den man getrost familiären Anhang mitnehmen dann, der mit der Oper sonst keine allzu enge Bindung hat.
      Die Premiere hatte Netopil extrem langsam, fast zögerlich dirigiert. Da hatten selbst Orchestermitglieder gemeckert.
      Siehe meine Besprechung!
    • parlando schrieb:

      Bei der 2. Vorstellung der Verkauften Braut gab es so erschreckend viele freie Plätze im Parkett, dass man für jeden Touristenbus froh sein sollte, der Geld in das Haus bringt.
      Ich sollte es wohl noch einmal etwas präziser formulieren: Es gibt Leute (die man natürlich noch nie in einer Vorstellung gesehen hat), die das Haus als „Touristenoper“ verunglimpfen und so tun, als gäbe es da nur lauter leichtverdauliche Ware für die Reiseveranstalter. Mit der Betonung wohlgemerkt auf nur, im Sinne von ausschließlich. Und ich frage mich schon lange, was dieses blöde Gequatsche eigentlich soll.

      Im übrigen hat ein emeritierter Rezensent nach seinem Besuch der zweiten Vorstellung nun doch noch etwas geschrieben:
      musik-in-dresden.de/2019/03/16…rkaufte-braut-semperoper/