Festtage der Staatsoper 2019: Eröffnung mit den Wienern und Barenboim

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    • Festtage der Staatsoper 2019: Eröffnung mit den Wienern und Barenboim

      Mit dem gestrigen Konzert verabschieden sich die Wiener Philharmoniker (vorerst) von den Festtagen der Staatsoper. 2020 wird das Programm "nur" von der Staatskapelle Berlin bestritten. Im Moment gestaltet sich jeder Auftritt Barenboims zu einer Manifestation seiner Anhänger: gilt der Beifall immer der Interpretation oder ihm?
      Zwei "Erste" stellte man gestern vor: die geistreiche, filigrane "Symphonie classique" von Prokofjew und die Erste von Mahler.

      Der Prokofjew kam zu Beginn recht erdenschwer daher, das feine ironische Übernehmen von Zitaten und Klischees "klassischer" Werke war nicht so recht erkennbar. Im Zusammenspiel der Instrumentengruppen (Bläser-Streicher) klapperte es zuweilen. Im zweiten Satz fand man dann doch zueinander. Insgesamt eine Interpretation, die ich zu schwer fand, zu ernst für dieses Stück.
      Nun ja, bei den Wienern klingen halt auch Einsätze, die in die Hose gehen, faszinierend.

      Und der Mahler? Barenboim lehnt es ab, Mahler als Programmmusik zu verstehen, somit sollte sich die Erste lediglich musikalisch entwickeln. Klapperten auch hier im ersten Satz einige (Bläser-) einsätze, begann dann spätestens im Zweiten eine exemplarische Darstellung. Diese Soli, besonders der Bass im Dritten Satz! Die Wiener nutzten natürlich auch die Gelegenheit, auf ihre hervorragenden Solisten und Ensembles hinzuweisen. Daß Barenboim bei einigen Blecheinsätzen sehr seltsame (dramaturgisch "unlogische") Einsätze wählte - geschenkt!

      Großer Jubel am Ende, der sicherlich auch Anerkennung für das Lebenswerk Daniel Barenboims war. Damit werden wir jetzt immer wieder rechnen müssen.