Festspiele ehren Wieland Wagner zum 100. Geburtstag

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    • Festspiele ehren Wieland Wagner zum 100. Geburtstag

      Quelle: festspieleblog.de/2016/08/bayr…spiele-was-war-was-kommt/

      Wieland Wagner (*5.10.1917 /+17.10.1966), der Onkel von Festspielleiterin Katharina Wagner, der an der Ausrichtung von Neu-Bayreuth wesentlich mitwirkte, wird nächstes Jahr in besonderer Weise geehrt, wie die Festspielleiterin bekannt gab. Anlässlich des 100. Geburtstags veranstalten die Bayreuther Festspiele ein Konzert im Festspielhaus. Ein Ereignis, das es nur zu besonderen Anlässen gibt, zuletzt zum 200. Geburtstag von Richard Wagner am 22. Mai 2013.
      Konzerttermin: 24. Juli 2017; das Programm steht noch nicht fest, „natürlich wird es auch Wagner enthalten“, sagt Katharina Wagner. Es dirigiert Hartmut Haenchen. Auch für ihn ist es eine besondere Ehre, sollte er doch schon in den 70er Jahren bei den Bayreuther Festspielen mitwirken. Doch die DDR-Führung sorgte dafür, dass die Einladung von Wolfgang Wagner nie bei dem Dirigenten ankam.
    • Zum 50. Todestag: Das Erbe des Wieland Wagner
      Von Sophie Rohrmeier, dpa


      Quelle: nordbayern.de/kultur/zum-50-to…-wieland-wagner-1.5544483

      BAYREUTH - Vor 50 Jahren ist Wieland Wagner gestorben, der Erneuerer der Bayreuther Festspiele nach dem Zweiten Weltkrieg. Heute kämpfen seine Nachkommen um das Sagen auf dem Grünen Hügel.
      Wieland Wagner ist seit einem halben Jahrhundert tot. Aber der frühere Bayreuther Festspielchef ist auch heute noch präsent. Denn das Opernfestival, noch immer ein fester Bestandteil der deutschen und gar globalen Opernszene, wird auch an seiner Vergangenheit gemessen. Heute ringen Wielands Erben um Einfluss auf dem Grünen Hügel, um die Zukunft der berühmten Festspiele gestalten zu können.

      Wieland Wagner, ein Enkel des Komponisten Richard Wagner, starb vor genau 50 Jahren, am 17. Oktober. Im nächsten Jahr wird seine Geburt 100 Jahre her sein. Er hat damit gerade das halbe Jahrhundert erlebt, das von dem größten Verbrechen der deutschen Geschichte geprägt war – dem Nationalsozialismus und dem Holocaust unter Adolf Hitler. Wieland Wagner gilt als Erneuerer der Festspiele nach dem Zweiten Weltkrieg, war jedoch zuvor selbst ein Günstling des Diktators.

      In Filmaufnahmen, die Hitler privat im Kreis der Familie Wagner zeigen, ist auch Wieland zu sehen. Hitler, Dauergast in Bayreuth, war den Kindern eine Art Vaterersatz, und auf den Bildern ist zu sehen, wie er etwa auf Wielands Rücken zeichnet. Seine Mutter Winifred war eine glühende Verehrerin Hitlers. Mit dieser Vergangenheit lebte nicht nur Wieland, damit leben heute auch seine Nachkommen.
      "Als Kinder erlebten wir einen, der sich vom Dritten Reich distanzierte: öffentlich, ästhetisch und privat", erzählt seine Tochter Nike Wagner (71) in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. "Er baute eine Mauer im gemeinsamen Garten gegen seine Mutter, die nicht aufhörte, ihre alten Nazis zum Tee zu empfangen. Heute weiß ich natürlich: Ja, er wurde begünstigt von Hitler." Wieland habe Geschenke und Sympathiebezeugungen bekommen, die dem zukünftigen Bayreuth-Erben galten.
      Die Vorbereitungen für den 100. Geburtstag laufen

      Zum seinem 50. Todestag nun wollen die Bayreuther Festspiele bei einer städtischen Ehrung einen Kranz an seinem Grab niederlegen – feiern wollen sie hingegen seinen 100. Geburtstag im kommenden Jahr. Ein Fest für geladene Gäste soll es werden, im Festspielhaus, am Vorabend der Saisoneröffnung. Das Programm dafür entsteht gerade erst, heißt es aus dem Festspielhaus, die Nachkommen arbeiteten dabei eng zusammen mit der Festspielleitung. Es soll Musik geben und Reden. Die Planung aber dürfte nicht ganz einfach sein.

      Denn Wielands Erben liegen im Clinch mit den Festspielen. Seine Kinder Nike, Daphne und Wolf Siegfried sowie seine Schwester Verena Lafferentz-Wagner (95) klagen gegen die Festspiele GmbH, geleitet von Nikes Cousine Katharina Wagner, und die Richard-Wagner-Stiftung. Es geht darum, wer über die Festspielleitung entscheiden kann - also die Position, die gerade Katharina innehat. In der Stiftung, der zweiten Beklagten in dem Prozess, haben der Bund und der Freistaat Bayern die Mehrheit, die Geschäfte führt Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe.

      Vergangenheit soll aufgearbeitet werden

      Die Stiftung ist der Träger des Festspielhauses und hat es bis zum Jahr 2040 an die Festspiele GmbH vermietet. Aufgrund der Details können Bund und Land fast allein über die Leitung entscheiden. Das ist den Erben Wielands nicht recht. Ihrer Ansicht ist dadurch das Vorrecht der Familie Wagner auf die Leitung untergraben.

      Nike Wagners bisherige Versuche, die Leitung des weltberühmten Festivals zu übernehmen, scheiterten. Unter der Leitung ihrer Cousine Katharina wollen die Bayreuther Festspiele indes ihre umstrittene Vergangenheit besser aufarbeiten. Zum Beispiel mit einem Symposium 2017 zu "Wagner im Nationalsozialismus", zur Frage des Sündenfalls.

      Damit passiert etwas, was Wieland als Festspielchef und wohl auch als Privatmensch nie geschafft hat. Er konnte über seine Vergangenheit als Günstling Hitlers nie offen sprechen, sagt seine Tochter Nike. Er habe Schuldgefühle aus der Nazizeit in sich hineingefressen. "Irgendwie war er ja auch Kriegsgewinnler." Aber seine künstlerische Arbeite zeige, dass Erkenntnisprozesse in ihm abgelaufen seien.

      Wieland Wagner studierte während des Kriegs in München Malerei und Musik bei Kurt Overhoff. Seine ersten Bühnenbilder lieferte er 1935 für die Theater in Lübeck, Köln und Altenburg. Nach 1945 aber begann Wieland damit, was als "Neubayreuth" gilt: 1951 legte er eine stilisierende Inszenierung des "Parsifal" vor, die bis 1973 im Spielplan blieb. Daneben führte Wieland auch in Stuttgart, München, Hamburg, Berlin, Frankfurt und Köln Regie.

      Eine Kurzzusammenfassung des Stammbaums, konzentriert auf die heute relevanten Personen: Richard Wagner (1813-1883) ist der Urvater, wenn man so will. Sein Sohn Siegfried war ebenfalls Komponist, er hatte vier Kinder, darunter die Brüder Wolfgang und Wieland. Die beiden leiteten von 1951 bis 1966 zusammen die Festspiele, nach dem Tod von Wieland übernahm Wolfgang alleine (bis 2008). Heute steht dessen Tochter Katharina Wagner als künstlerische Leiterin an der Spitze. Die Kinder Wielands (1917-1966) sind Iris Wagner (1942-2014), Wolf Siegfried Wagner (geboren 1943), Nike Wagner (geboren 1945) und Daphne Wagner (geboren 1946).
    • Klingsors Zaubergarten schrieb:

      Zum 50. Todestag: Das Erbe des Wieland Wagner
      Von Sophie Rohrmeier, dpa


      Quelle: nordbayern.de/kultur/zum-50-to…-wieland-wagner-1.5544483

      BAYREUTH - Vor 50 Jahren ist Wieland Wagner gestorben, der Erneuerer der Bayreuther Festspiele nach dem Zweiten Weltkrieg. Heute kämpfen seine Nachkommen um das Sagen auf dem Grünen Hügel.
      Wieland Wagner ist seit einem halben Jahrhundert tot. Aber der frühere Bayreuther Festspielchef ist auch heute noch präsent. Denn das Opernfestival, noch immer ein fester Bestandteil der deutschen und gar globalen Opernszene, wird auch an seiner Vergangenheit gemessen. Heute ringen Wielands Erben um Einfluss auf dem Grünen Hügel, um die Zukunft der berühmten Festspiele gestalten zu können.

      Wieland Wagner, ein Enkel des Komponisten Richard Wagner, starb vor genau 50 Jahren, am 17. Oktober. Im nächsten Jahr wird seine Geburt 100 Jahre her sein. Er hat damit gerade das halbe Jahrhundert erlebt, das von dem größten Verbrechen der deutschen Geschichte geprägt war – dem Nationalsozialismus und dem Holocaust unter Adolf Hitler. Wieland Wagner gilt als Erneuerer der Festspiele nach dem Zweiten Weltkrieg, war jedoch zuvor selbst ein Günstling des Diktators.

      In Filmaufnahmen, die Hitler privat im Kreis der Familie Wagner zeigen, ist auch Wieland zu sehen. Hitler, Dauergast in Bayreuth, war den Kindern eine Art Vaterersatz, und auf den Bildern ist zu sehen, wie er etwa auf Wielands Rücken zeichnet. Seine Mutter Winifred war eine glühende Verehrerin Hitlers. Mit dieser Vergangenheit lebte nicht nur Wieland, damit leben heute auch seine Nachkommen.
      "Als Kinder erlebten wir einen, der sich vom Dritten Reich distanzierte: öffentlich, ästhetisch und privat", erzählt seine Tochter Nike Wagner (71) in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. "Er baute eine Mauer im gemeinsamen Garten gegen seine Mutter, die nicht aufhörte, ihre alten Nazis zum Tee zu empfangen. Heute weiß ich natürlich: Ja, er wurde begünstigt von Hitler." Wieland habe Geschenke und Sympathiebezeugungen bekommen, die dem zukünftigen Bayreuth-Erben galten.
      Die Vorbereitungen für den 100. Geburtstag laufen

      Zum seinem 50. Todestag nun wollen die Bayreuther Festspiele bei einer städtischen Ehrung einen Kranz an seinem Grab niederlegen – feiern wollen sie hingegen seinen 100. Geburtstag im kommenden Jahr. Ein Fest für geladene Gäste soll es werden, im Festspielhaus, am Vorabend der Saisoneröffnung. Das Programm dafür entsteht gerade erst, heißt es aus dem Festspielhaus, die Nachkommen arbeiteten dabei eng zusammen mit der Festspielleitung. Es soll Musik geben und Reden. Die Planung aber dürfte nicht ganz einfach sein.

      Denn Wielands Erben liegen im Clinch mit den Festspielen. Seine Kinder Nike, Daphne und Wolf Siegfried sowie seine Schwester Verena Lafferentz-Wagner (95) klagen gegen die Festspiele GmbH, geleitet von Nikes Cousine Katharina Wagner, und die Richard-Wagner-Stiftung. Es geht darum, wer über die Festspielleitung entscheiden kann - also die Position, die gerade Katharina innehat. In der Stiftung, der zweiten Beklagten in dem Prozess, haben der Bund und der Freistaat Bayern die Mehrheit, die Geschäfte führt Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe.

      Vergangenheit soll aufgearbeitet werden

      Die Stiftung ist der Träger des Festspielhauses und hat es bis zum Jahr 2040 an die Festspiele GmbH vermietet. Aufgrund der Details können Bund und Land fast allein über die Leitung entscheiden. Das ist den Erben Wielands nicht recht. Ihrer Ansicht ist dadurch das Vorrecht der Familie Wagner auf die Leitung untergraben.

      Nike Wagners bisherige Versuche, die Leitung des weltberühmten Festivals zu übernehmen, scheiterten. Unter der Leitung ihrer Cousine Katharina wollen die Bayreuther Festspiele indes ihre umstrittene Vergangenheit besser aufarbeiten. Zum Beispiel mit einem Symposium 2017 zu "Wagner im Nationalsozialismus", zur Frage des Sündenfalls.

      Damit passiert etwas, was Wieland als Festspielchef und wohl auch als Privatmensch nie geschafft hat. Er konnte über seine Vergangenheit als Günstling Hitlers nie offen sprechen, sagt seine Tochter Nike. Er habe Schuldgefühle aus der Nazizeit in sich hineingefressen. "Irgendwie war er ja auch Kriegsgewinnler." Aber seine künstlerische Arbeite zeige, dass Erkenntnisprozesse in ihm abgelaufen seien.

      Wieland Wagner studierte während des Kriegs in München Malerei und Musik bei Kurt Overhoff. Seine ersten Bühnenbilder lieferte er 1935 für die Theater in Lübeck, Köln und Altenburg. Nach 1945 aber begann Wieland damit, was als "Neubayreuth" gilt: 1951 legte er eine stilisierende Inszenierung des "Parsifal" vor, die bis 1973 im Spielplan blieb. Daneben führte Wieland auch in Stuttgart, München, Hamburg, Berlin, Frankfurt und Köln Regie.

      Eine Kurzzusammenfassung des Stammbaums, konzentriert auf die heute relevanten Personen: Richard Wagner (1813-1883) ist der Urvater, wenn man so will. Sein Sohn Siegfried war ebenfalls Komponist, er hatte vier Kinder, darunter die Brüder Wolfgang und Wieland. Die beiden leiteten von 1951 bis 1966 zusammen die Festspiele, nach dem Tod von Wieland übernahm Wolfgang alleine (bis 2008). Heute steht dessen Tochter Katharina Wagner als künstlerische Leiterin an der Spitze. Die Kinder Wielands (1917-1966) sind Iris Wagner (1942-2014), Wolf Siegfried Wagner (geboren 1943), Nike Wagner (geboren 1945) und Daphne Wagner (geboren 1946).
      "Ein Fest für geladene Gäste soll es werden, im Festspielhaus, am Vorabend der Saisoneröffnung."
      Schade, das "gemeine Volk" muss draußen bleiben.
    • Hitlers Idealsohn

      Interview: Christoph Driessen, dpa

      Quelle: bayerische-staatszeitung.de/st…el/hitlers-idealsohn.html

      Vor 50 Jahren ist Wieland Wagner gestorben. Seine Tochter Nike erzählt von ihrer Kindheit und dem dunklen Geheimnis um ihren Vater
      Vor 50 Jahren ist Wieland Wagner (1917 bis 1966) gestorben, der Erneuerer der Bayreuther Festspiele und Günstling Hitlers. Seine Tochter Nike Wagner bewundert ihn, sie hatte ein besonders enges Verhältnis zu ihrem Vater. Im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur beschreibt sie einen getriebenen Künstler, der seinen Kindern viele Freiheiten ließ, aber auch ein dunkles Geheimnis in sich trug.
      dpa: Wenn Sie an Ihren Vater zurückdenken, welche Bilder kommen Ihnen da als Erstes in den Sinn?
      Nike Wagner:
      Da gibt es zwei Serien. Einmal die offizielle - Wieland Wagner als der Bühnenkünstler und Erneuerer von Bayreuth - und dann der Privatmensch, der Vater. Eine bunte Flut von Bildern.
      dpa: Was zum Beispiel?
      Nike Wagner: Ich sehe, wie er an seinem langen Schreibtisch Entwürfe macht, zeichnet, Kunstbücher aufschlägt. Oder ich sehe ihn vor dem eisernen Vorhang, wie er sich spöttisch lächelnd vor dem buhenden Publikum verbeugt.
      dpa: War er ein guter Vater?
      Nike Wagner: Er war großartig, auch großartig ungerecht. Er war liebevoll, versetzte aber auch in Angst und Schrecken durch seine Wutausbrüche. Ich hatte Glück, ich war leicht und beweglich und lustig und habe seiner depressiven Natur vielleicht gut getan.
      dpa: Wie muss man sich das vorstellen: eine Kindheit im Haus Wahnfried, dem Domizil Richard Wagners?
      Nike Wagner: Wahnfried war im April 1945 zu großen Teilen zerbombt worden, dadurch waren wir befreit von Pietät und Ahnen-Andacht. Mein Vater hat die Villa zur Gartenseite hin umgestalten können, es zog die Moderne ein - hohe Fenster, viel Licht, ein italienisch anmutender Garten. Die Kindheit war frei und fabelhaft, von Musik und Kunst durchzogen.
      dpa: Wann wurde Ihnen klar: Meine Familie ist etwas Besonderes?
      Nike Wagner:
      Da gab es einen präzisen Moment. Eines Tages sagte jemand zu uns Kindern in Bayreuth: "Ihr meint wohl, weil ihr die Wagners seid, seid ihr was Besseres!" Mit diesem Satz ist mir einiges klar geworden.
      Groupies im Festspielhaus
      dpa: Hatten Sie normalen Kontakt zu anderen Kindern aus Bayreuth?
      Nike Wagner: Bevor wir als Halbwüchsige ins Internat verfrachtet wurden, haben wir ein normales Kleinstadt-Leben geführt. Mit dem Unterschied: mit Schulfreundinnen und Groupies immer im Festspielhaus unterwegs.
      dpa: Das gab keinen Ärger?
      Nike Wagner: Überhaupt nicht, das Festspielhaus war damals ein offenes Haus, ein Spielgelände, ein Abenteuer. Wir sind herumgeklettert im Orchestergraben und auf den Hängebrücken. Keiner hat nachgefragt oder hingeschaut. Ich sehe mich noch auf den Feuerleitern hochklettern auf die heiße Pappe, oben auf dem Dach. Paradiesische Zeiten.
      Beim Arbeiten zugeschaut
      dpa: Haben Sie Ihren Vater auch bei der Arbeit erlebt?
      Nike Wagner:
      Ja, von klein auf. Zuhause mit meiner Mutter beim Erarbeiten des Inszenierungs-Konzeptes, bei den Soloproben mit den Sängern oder am Regiepult. Sehr gern hatte ich auch die Pressekonferenzen, da musste er Rede und Antwort stehen und den Altwagnerianern seine Inszenierungen erklären, das war faszinierend. Er war polemisch sehr begabt, hat glänzend geantwortet, sarkastisch, schlagfertig, ironisch, aber auch ernst.
      dpa: Er allein gegen alle - diese Rolle ist Ihnen ja auch nicht fremd.
      Nike Wagner:
      Naja, so wild war das bei mir nicht. Aber es gibt schon Prägungen, die man übernimmt - oder Beispiele von Mut und Souveränität. Wieland Wagners Persönlichkeit ist aber nur zu verstehen, wenn man seine Jugend hinzunimmt - seine Bestimmung als "Erbe", die frühe Vaterlosigkeit, die übergroße Bindung an die Mutter Winifred, die ihn und seine Geschwister in ihre Bewunderung für Hitler hineingerissen hat. Und später, mit Neubayreuth, hatte er den Bruder neben sich, Wolfgang, mit gleichen Rechten, Wagner zu inszenieren, aber ohne künstlerisches Profil. Es ist kein Wunder, dass er so früh gestorben ist.
      dpa: Meinen Sie, er ist daran zerbrochen?
      Nike Wagner:
      Zumindest waren die familiären Spannungen und Belastungen gewaltig. Es fing damit an, dass sich die eigene Mutter mit dem Rücken zu seinen Bühnenbildern in die Loge gesetzt hat. Natürlich tut das weh. Nach außen hin hat er immer den gegeben, der damit spielt, der das elegant auffängt. Aber jeder Künstler liebt den Erfolg.
      dpa: Diesen Erfolg hat er aber doch auch erlebt.
      Nike Wagner:
      Ja, nach ein paar Jahren hatte er das Spiel gewonnen. Er hat seinen Erfolg durchaus erlebt, und nicht nur mit Wagner in Bayreuth. Auch durch seine Inszenierungen von anderen Komponisten an anderen Bühnen - Gluck, Beethoven, Verdi, Bizet, Orff, Alban Berg. Die Theaterwelt war schockiert von seinem plötzlichen frühen Tod.
      Mauer gegen Mutter Winifred gebaut
      dpa: Wie belastend war die Erinnerung an die NS-Zeit? Er war als junger Mann ja eine Art Günstling Hitlers.
      Nike Wagner:
      Ich war 21, als er starb, und damit zu jung, um ihn darüber zu befragen. Als Kinder erlebten wir einen, der sich vom Dritten Reich distanzierte: öffentlich, ästhetisch und privat. Er baute eine Mauer im gemeinsamen Garten gegen seine Mutter, die nicht aufhörte, ihre alten Nazis zum Tee zu empfangen. Heute weiß ich natürlich: Ja, er wurde begünstigt von Hitler. Durch Geschenke und Sympathiebezeugungen, die dem zukünftigen Bayreuth-Erben galten.
      dpa: Was gefiel Hitler so an ihm?
      Nike Wagner:
      Hitler war Wagnerianer und hat in dem bildnerisch begabten Wagnerenkel wohl eine Art Idealsohn gesehen. Schließlich war er selber einmal Maler gewesen. Wieland war apolitisch in seiner Jugend, wie viele Künstler. Und dazu kam, ganz fatal, dass die Mutter den künftigen "Führer" so früh und so positiv in die Familie aufnahm. Da konnte man als junger Mann kein Widerständler mehr werden. Man muss das auch in der Zeit sehen, luftdicht eingekreist von Ideologie. Wer nicht draußen war oder über "Kontakte" verfügte, war drin. Die Frage ist vielmehr: Wie ist Wieland Wagner da rausgekommen? Wie hat er das verarbeitet?
      dpa: Gab es da später Schuldgefühle bei ihm?
      Nike Wagner:
      Bruder Wolfgang war im Krieg, wurde verwundet, kam in die Charité, und damit war's abgetan. Aber der andere, der begünstigt und vom Militärdienst befreit worden war - wie mag der das genommen haben? Ich denke, dass bei ihm sehr wohl Schuldgefühle vorhanden waren, aber die fraßen sich nach innen. Irgendwie war er ja auch Kriegsgewinnler....
      dpa: Weil er nach dem Krieg zum Zuge kam?
      Nike Wagner:
      Ja - er konnte seine Traumposition Bayreuth besetzen. Wäre die Mutter nicht bekennende Nationalsozialistin gewesen und damit nicht mehr tragbar für einen so prominenten öffentlichen Posten, hätte er noch lange warten können auf sein "Erbe". Winifred hat ihn lange überlebt, sie war, was das betrifft, eine Queen Elizabeth.
      dpa: Hat er denn mal darüber gesprochen, dass die Vergangenheit an ihm nagte?
      Nike Wagner:
      Nach dem Krieg war er politisch sehr wach. Als einer, der sich gegen seine Vereinnahmung nicht gewehrt hatte, konnte er darüber nicht wirklich sprechen. Scham macht stumm. Aber dass Erkenntnisprozesse in ihm abgelaufen sind, ließ sich an seiner künstlerischen Arbeit ablesen. Auf der Bühne ist ihm der Widerstand gelungen. (Interview: Christoph Driessen, dpa)
      Foto:
      Nike Wagner (71) ist Tochter von Wieland und Urenkelin von Richard Wagner. Seit 2014 ist sie Intendantin und Geschäftsführerin des Beethovenfestes Bonn. (Foto: dpa)
    • Sinkothek, Die Presse
      Erinnerung an Wieland Wagner
      Heute jährt sich der Todestag von Wieland Wagner zum 50. Mal. Darf man aus diesem Anlass gegen den Stachel des Zeitgeists löcken und einmal nicht über Zeitgeschichte polemisieren sondern ausschließlich daran erinnern, dass dieser Mann einer der wichtigsten Opern-Regisseure des 20. Jahrhunderts war? Er hat mehr zur gedeihlichen Entwicklung des Musiktheaters beigetragen als die meisten Vertreter seiner Zunft.
      Das Wort Regie-Theater ist – vor allem für Musikfreunde – ein rotes Tuch, weil Kollegen und Nachfahren Wieland Wagners, die zum Teil der Ansicht waren, an seine Arbeiten anzuknüpfen, die Ideen des Herren von Neu-Bayreuth pervertiert haben.
      Die Revolution, die von den „Wieland-Produktionen“ nach der Wiedereröffnung der Festspiele im Jahre 1951 ausgegangen ist, war jedenfalls weltumspannend. Die viel zitierte „Entrümpelung“ der Bühne, die Konzentration, auf die Beziehung zwischen den Personen der Handlung, zeitigte fatale Folgen. Denn den Regiekünstler der folgenden Generation mangelte es in der Regel an einer Eigenschaft Wieland Wagners, die grundlegend für seine Arbeiten war und ihnen ihre unausweichliche Wirkungsmacht verlieh: Musikalität.
      Wieland-Inszenierungen waren aus der Musik geboren. Nicht nur bei den Werken seines Großvaters bedeutete das: den Text, den Gehalt und alles, was zwischen den Textzeilen mitschwingt, in Bewegung, Gebärde, Geste – und nicht zuletzt: in Blicke zu verwandeln. Es ist doch das Geheimnis des Musiktheaters, dass die Musik von Genies wie Wagner, Verdi, Mozart oder Richard Strauss alle diese Wahrheiten in sich trägt. So vermag nur aus Musik geborene szenische Aktion die Totalität erfüllten Musiktheaters zu garantieren.
      Das hat nach Wieland Wagner kaum ein Regisseur mehr begriffen – oder aus der Theorie in die Tat umzusetzen verstanden. Wie er die Szene von falschem Ballast befreite, räumten seine Nachfahren dieselbe wieder mit den Versatzstücken ihrer eigenen Ideen und Vorstellungen voll. Der sprichwörtlichen Entrümpelung folgte Gerümpel aller Art – und aus dem Gerümpel geborener Aktionismus. Dort halten wir derzeit. Wir leben in einer Anti-Wieland-Ära.
      Und weil die letzten verbliebenen Wieland-Produktionen nicht nur in Bayreuth, sondern auch in Wien und anderswo möglichst rasch aus den Spielplänen eliminiert wurden – wohl um nicht die Fallhöhe zwischen der von diesem Künstler erreichten Vergeistigung und der traurigen Realität sichtbar werden zu lassen, bleibt uns die nur langsam verblassende Erinnerung an „Lohengrin“ oder „Elektra“, wie sie szenisch seit damals nicht auch nur annähernd adäquat neu gedacht, neu gestaltet worden sind.
      Vielleicht wiegen solche Gedanken doch schwerer als die Antwort auf die Frage, welche Politiker-Hand ein junger Komponisten-Spross einstens geschüttelt hat . . .
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      Wilhelm Sinkovicz
    • Meran schrieb:

      Und weil die letzten verbliebenen Wieland-Produktionen nicht nur in Bayreuth, sondern auch in Wien und anderswo möglichst rasch aus den Spielplänen eliminiert wurden – wohl um nicht die Fallhöhe zwischen der von diesem Künstler erreichten Vergeistigung und der traurigen Realität sichtbar werden zu lassen, bleibt uns die nur langsam verblassende Erinnerung an „Lohengrin“ oder „Elektra“, wie sie szenisch seit damals nicht auch nur annähernd adäquat neu gedacht, neu gestaltet worden sind.
      Der Artikel ist zwar nicht uninteressant, aber welche Inszenierungen Wieland Wagners dürfte Herr Sinkovicz persönlich (!!!) erlebt haben, außer höchstens Elektra und Lohengrin in Wien und das wahrscheinlich kurz vor ihrer Absetzung, wo er doch selbst 1960 geboren ist? Welche Vergleichsbasis hat er denn zu behaupten, Regisseure nachfolgender Generationen hätten die Ideen Wieland Wagners "pervertiert", wo er doch selbst so gut wie keine der Produtionen Wagners gesehen hat, um sich persönlich von der "Musikalität" Wieland Wagners zu überzeugen? Da möge mich bitte einer vom Gegenteil überzeugen, aber bis dahin halte ich das, was Herr Sinkovicz hier schreibt, für törichte Nostalgie.
      Garstig glatter
      glitschriger Glimmer!
      Wie gleit' ich aus!
      Mit Händen und Füßen
      nicht fasse noch halt' ich
      das schlecke Geschlüpfer!
      Feuchtes Naß
      füllt mir die Nase:
      verfluchtes Niesen!
    • Th.E. schrieb:

      Der Artikel ist zwar nicht uninteressant, aber welche Inszenierungen Wieland Wagners dürfte Herr Sinkovicz persönlich (!!!) erlebt haben, außer höchstens Elektra und Lohengrin in Wien und das wahrscheinlich kurz vor ihrer Absetzung, wo er doch selbst 1960 geboren ist?
      Elektra ist noch virstellbar, deren letzte Vorstellung war 1988, aber der Lohengrin kam letztmals 1974, und ob er in dem Alter schon viel über Wieland Wagner mußte und sich heute noch an viel davon erinnern kann... In Hamburg und Kopenhagen gab es doch noch lange Wieland Wagner-Inszenierungen
      "Ich frage mich ernsthaft, was für ein Rattenloch eine Partei oder Franktion eigentlich sein kann" (A. Poggenburg, AfD, übr seine eigene Partei)
    • Im Grunde genommen ist es für jemanden älteren Semesters ein trauriger Tag! Wenn ich bedenke, welch' grossartige Inszenierungen ich erleben durfte: In vorderster Reihe stand Wieland Wagner (den gesamten Ring, Holländer, Tannhäuser, Tristan), Giorgio Strehler, Jean Pierre Ponelle etc. etc.. Ale näherten sich mit Repekt dem Werk, das sie inszenieren wollten. Und heute? Konwitschny, Homoki, oder gar Kosky. Ja, weit haben wir es gebracht:
    • m.joho schrieb:

      Im Grunde genommen ist es für jemanden älteren Semesters ein trauriger Tag! Wenn ich bedenke, welch' grossartige Inszenierungen ich erleben durfte: In vorderster Reihe stand Wieland Wagner (den gesamten Ring, Holländer, Tannhäuser, Tristan), Giorgio Strehler, Jean Pierre Ponelle etc. etc.. Ale näherten sich mit Repekt dem Werk, das sie inszenieren wollten. Und heute? Konwitschny, Homoki, oder gar Kosky. Ja, weit haben wir es gebracht:
      Naja, das ""Regietheater"", über welches man sich gerne hermacht, hat höchstwahrscheinlich mit Wieland Wagner begonnen und das hat nicht selten zu Buhstürmen geführt (was ihm sogar Spaß gemacht hat), wenn ich so manche zeitgenössische Zeitungsartikel lese. Da müssen Sie mir aber "dem Werk mit Respekt nähern" schon genauer definieren.
      Garstig glatter
      glitschriger Glimmer!
      Wie gleit' ich aus!
      Mit Händen und Füßen
      nicht fasse noch halt' ich
      das schlecke Geschlüpfer!
      Feuchtes Naß
      füllt mir die Nase:
      verfluchtes Niesen!
    • Tatsächlich hat der Schrecken schon viel früher begonnen. Schon in den 20er Jahren gab es Inszenierungen, die die wahren Opernkenner heute als »Regietheater« bezeichnen würden. Dem wurde dann zum Glück ein Riegel vorgeschoben. Aber der hat nur 12 Jahre gehalten. Und Wieland Wagner war dann jedenfalls einer von denen, die ihn wieder zurückgeschoben haben. Aber darauf kommt es nicht an. Hier geht es nicht um historische Fakten, sondern um die richtige Gesinnung. Das muss mal klar sein!
    • Es schreiben ja alle nur zu Aufführungen, in denen sie selbst waren.
      Es liefen viele Wieland Wagner Insz. auch außerhalb von Wien und Bayreuth noch lange nach seinem Tod. Es gab und gibt schon Möglichkeiten, sich auf andere Weise zu informieren. Allein durch Gespräche mit noch lebenden Künstlern, die intensiv mit ihm zusammengearbeitet haben, geht das sogar heute noch, erst recht die 50 Jahre dazwischen. Außerdem gibt es Literatur, Vorträge, Studien, Videos usw.
      Bestimmte Dirigenten glauben ja auch zu wissen, was z.B. Mozart gewollt hat und was folglich bisher falsch interpretiert wurde. Törichte Nostalgie?
      Ich frage mich, ob die Kritiker sich auch so geäußert hätten, wenn Dr. Sinkowicz geschrieben hätte, Wieland Wagner war ein Stümper und heute ist alles toll.
      Ich kann Joho zur Schilderung der Bedeutung und Leistung Wieland Wagners nur zustimmen. Sicher gab es auch bei ihm massive Proteste, sogar mehr als z.B. heute in München in mancher Premiere. Klar ist auch, daß Wieland Wagner heute anders inszenieren würde. Wie kann ich nicht sagen, da ich keine Glaskugel habe.
      Dankbar bin ich Dr. Sinkovicz, daß er überhaupt Wieland Wagners gedacht hat. In München habe ich leider nichts in den Zeitungen gelesen, vielleicht auch überlesen. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, daß im Merker auf ein Gedenken im Hamburger Abendblatt hingewiesen wurde. Da begrüße ich natürlich, wenn auch nur einige Daten aufgelistet wurden.
      Das war es jetzt für mich definitiv.
    • Sie wissen doch: Böhm, Bernstein und Karajan saßen mal zusammen. Böhm sagte: "Also daß mein Mozartstil der einzig angemessene ist, ist ja allgemein bekannt". Bernstein erwiderte: "Nun ja, mir erschien gestern Gott und sagte: Lennie, keiner dirigiert Mozart so wunderbar richtig wie du" "Karajan runzelte die Stirm: "Was soll ich gesagt haben?"
      "Ich frage mich ernsthaft, was für ein Rattenloch eine Partei oder Franktion eigentlich sein kann" (A. Poggenburg, AfD, übr seine eigene Partei)
    • Was heisst hier "richtige Gesinnung". Das ist erneut eine Hintze'sche Nebelpetarde. Respekt gegenüber dem Werk bedeutet, dass das, was sich auf der Bühne abspielt, das Libretto erkennen lässt.
      Übrigens fand vor kurzem eine Wahl durch ein Jury aus 50 euorpäischen Regisseure, Kritiker, Opernsänger und Intendanten des besten Opernregisseurs statt.
      Die Plätze:
      1. Giorgio Strehler¨
      2. Patrice Chereau
      3. Jean-Pierre Ponelle
      4. Wieland Wagner
      5. Luchino Visconti
      6. Franco Zeffirelli/ Luca Ronconi

      Kein Konwitschny, kein Homoki etc... Wie überraschend!!!
    • Ob das überraschend ist oder nicht, hängt davon ab, was das für »ein Jury« war. Diese Information haben Sie uns leider – und natürlich ganz zufällig – vorenthalten.

      (Ihre Definition von Respekt vor dem Werk ist übrigens großartig. Ich erlaube mir, sie in meine Hitparade des von reaktionären Opernfuzzis produzierten unfreiwilligen Humors aufzunehmen.)
    • oaiaaia schrieb:

      Schon in den 20er Jahren gab es Inszenierungen, die die wahren Opernkenner heute als »Regietheater« bezeichnen würden.
      Bei so manchem frage ich mich echt, ob er Namen wie Jessner, Fehling oder Piscator schon mal gehört hat, dieses Bild kennt von Spiegeberg in der Maske Trotzkis, die Prawda in der Tasche...
      "Ich frage mich ernsthaft, was für ein Rattenloch eine Partei oder Franktion eigentlich sein kann" (A. Poggenburg, AfD, übr seine eigene Partei)
    • m.joho schrieb:

      1. Giorgio Strehler¨
      2. Patrice Chereau
      3. Jean-Pierre Ponelle
      4. Wieland Wagner
      5. Luchino Visconti
      6. Franco Zeffirelli/ Luca Ronconi
      Nur dumm daß von denen keiner mehr lebt (Zeffirelli ist ja schon zu Lebzeiten tot...)
      "Ich frage mich ernsthaft, was für ein Rattenloch eine Partei oder Franktion eigentlich sein kann" (A. Poggenburg, AfD, übr seine eigene Partei)
    • Arminius schrieb:

      Bei so manchem frage ich mich echt, ob er Namen wie Jessner, Fehling oder Piscator schon mal gehört hat,
      Nein, haben sie nicht. Es reicht auch vollkommen aus, wenn die Kenntnis von Wieland bis Wagner reicht. Was mehr ist, ist von Übel.

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    • m.joho schrieb:

      Was heisst hier "richtige Gesinnung". Das ist erneut eine Hintze'sche Nebelpetarde. Respekt gegenüber dem Werk bedeutet, dass das, was sich auf der Bühne abspielt, das Libretto erkennen lässt.
      Übrigens fand vor kurzem eine Wahl durch ein Jury aus 50 euorpäischen Regisseure, Kritiker, Opernsänger und Intendanten des besten Opernregisseurs statt.
      Die Plätze:
      1. Giorgio Strehler¨
      2. Patrice Chereau
      3. Jean-Pierre Ponelle
      4. Wieland Wagner
      5. Luchino Visconti
      6. Franco Zeffirelli/ Luca Ronconi

      Kein Konwitschny, kein Homoki etc... Wie überraschend!!!
      Interessant... In welchem Rahmen fand diese Wahl statt? Und wo wurde das Ergebnis veröffentlicht?