TOSCA 11. Mai 2019

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    • TOSCA 11. Mai 2019

      Vielleicht sollte die Oper hier inszenierungsbedingt eher die "Attavanti" heißen, denn ich habe hier einen der dämlichsten Regieeinfälle überhaupt erlebt. Doch der Reihe nach: Ich besuchte am letzten Samstag die Vorstellung der "Tosca" in einer Inszenierung von Johannes Schaaf. Da die Idee des Regisseurs, die völlig gegen den Text gebürstet ist, mich immernoch aufregt, schildere ich es hier einmal detailliert. Der Vorhang öffnet sich, man sieht Cavaradossi mit einem Zeichenblock, im Hintergrund kniet die Attavanti betend vor der Madonna. Ich dachte noch: Ach, ja, so kann man es machen... da erhebt sich Cavaradossi, geht zur Attavanti, nimmt ihr den Schleier vom Haar, richtet ihre langen, blonden Haare, so daß sie über ihre Schultern fließen, sie lachen sich an und man denkt sofort: Nanu? Was läuft denn hier? Sie nehmen sich bei den Händen und rennen seitlich in den Hintergrund. Dann setzt die Musik ein. Angelotti erscheint, sucht und findet den Schlüssel und verschwindet unterhalb der Bühne. Zwischen seinem Verschwinden und dem Erscheinen des Mesners rennen Attavanti und Cavardossi erneut Hand in Hand lachend über die Bühne und verschwinden durch die kleine Seitentür, durch die in Kürze Tosca treten wird. Damit ist von vornherein klar, daß eine der größten und tragischsten Liebesgeschichten der Opernbühne einen schalen Beigeschmack erhält. Den letzten Zweifel zerstreut dann das Bild der Magdalena: Sie ist hier Teil eines Gruppenbildes, Cavardossi zieht die Leinwand herunter, es erscheint nicht nur das Abbild der Attavanti sondern auch ihre nackte, linke Brust. Von da an funktioniert nichts mehr in der Beziehung zwischen Cavardossi und Tosca. Alles Vorangegangene straft das Weitere, die Handlung und das Wort, Lügen.
      Vielleicht, aber nur vielleicht, hätte man unter Umständen Cavaradossi dieses kleine Techtelmechtel nachgesehen, wenn der Sänger es verstanden hätte, Tosca glaub- und ersthaft zu versichern, daß er sie und nur sie liebt. Wenn er sich die Seele aus dem Leib "gespielt" hätte. Aber Andeka Gorrotxategi war leider nichts von dem Hauch einer guten Darstellung gegeben. Ich saß im Parkett, 3. Reihe, Mitte und deshalb konnte ich sehr gut die Mimik aller Beteiligten beobachten. Dieser Cavaradossi wirkte wie ein Musikstudent, der nun seine Abschlußprüfung vorlegen muß. Er war weder ein leidenschafltich Liebender, noch ein Revolutionär. Wenn Tosca ihm die Schein-Erschießung erläutert spiegelt sich absolut nichts auf seinem Gesicht wider: keine Qual, kein Erkennen der List Scarpias. Wenn sie schildert, wie sie den Polizeichef umgebracht hat, steht er weit weg von ihr an der Wand und dreht ihr den Rücken zu. Seine letzte Umarmung war die eines schüchternen Jungen, nicht eines Mannes, den es vor Schmerz innerlich zerreißt, der die geliebte Frau an sich reißt in dem Bewußtsein, sie niemals mehr zu sehen, weil ihm der Tod bevor steht. Schwach war das, ganz schwach. Gesanglich ließ er viele Wünsche offen, seine Stimme saß irgendwo zwischen Hals und Brustwirbelsäule, im 2. Akt kam sie etwas höher, d.h. er hatte sich etwas frei gesungen, es klang aber irgendwie gepreßt. Er bekam alle Höhen, mußte aber dafür Druck einsetzen und die der 2. Vittoria!-Ruf war schon eine ziemliche Tortur für die Ohren. Nach "E lucevan le stelle" gab es nicht einmal einen Ansatz von Applaus.

      Hui He sang die Titelpartie nicht, sie lebte sie. Ich hörte die Sängerin zum ersten Mal, sie gehört ohne Zweifel zu den besten Toscas, die ich je hörte. Ihre Stimme hat einen fantastischen Sitz, ist sehr fokussiert, nie scharf in der Höhe und hat in allen Lagen hervorragende Substanz. Auch in der tiefen Lage spricht die Stimme wunderbar an und ihre strömenden Phrasierungen begeistern. Ihre Stimme hat alle Farben um das auszudrücken, was die leidenschaftliche Tosca ausmacht: Liebe, Eifersucht, Wut, Kummer... ihre Ausbrüche im 1. Akt waren großartig. In jeder Minute nahm man ihr das ab, was der Text ihr vorgab. Ihr "Vissi d'arte" berührte und mir gefiel, daß sie das "Cosi?" am Ende nicht bis zur Atemnnot ausdehnte oder mit einem Schluchzen abbrach. Oft erlebte ich, daß die Sängerin die letzten Zeilen am Schluß des 3. Aktes einfach wegließ: O Scarpia, avanti a Dio! Hu He sang sie, ging zum Rand der Engelsburg und sprang dann zu dieser unglaublichen Musik - das ging einem schon unter die Haut. Wer Gelegenheit hat, sollte sich diese Sängerin unbedingt anhören, u.a. ist sie im Frühjahr 2020 an der DOB als Butterfly zu hören. Für mich Pflicht;-)

      Alexey Markov schaute beim Schlußapplaus in die Runde, als wollte er sagen: Ich brauche keinen Applaus, ich weiß, was ich kann. Er hätte, wenn er es denn gedacht hätte, recht. Er dürfte in seinem Fach zur Spitze gehören. Markovs Stimme hat nicht die Tiefe eines D. Hvorostovsky, aber sie hat mehr Höhe. Das "Mario Cavaradossi, qual testimone il Giudice v'aspetta" habe ich noch NIE dermaßen sicher und unangestrengt gehört. Leider hat ein weiterer unseliger Regieeinfall dazu geführt, daß Markov im Te Deum nicht zu hören war. Scarpia muß auf das Malergerüst steigen, von dort beginnt er "Tre sbirri, una carouzza" und dort oben bleibt er auch, obwohl er dort nichts zu suchen hat, denn den Fächer hat er ja bereits. Markov hat absolut keine Chance gegen den Chor, der ganz vorne positioniert ist. Das war ein weiteres Ärgernis, denn ich glaube, jeder Opernfreund kann sich daran erfreuen, wenn er hört, wie der Scarpia im Te Deum zu hören ist. Was bei guter Positionierung auch nicht schwierig ist, vorausgesetzt die Stimme ist groß genug. Markovs Darstellung hatte eine intelligente, brutale Ausstrahlung. Er beherrscht die Klaviatur der Mimik eines fiesen Machtmenschen. Aber das, was man mitunter bei anderen Scarpias sieht, nämlich trotz aller Brutalität auch diese erotische Aussstrahlung, die auf Frauen anziehend wirkt, die hatte Markov nicht.

      Chao Deng als Angelotti sang und spielte tadellos. Er hat eine sehr ansprechende Stimme und seine Darstellung konnte gefallen, vor allem in der Szene des Erkennens von Cavaradossi.
      Matthias Henneberg als Mesner sowie Tilmann Rönnebeck als Sciarrone sind noch hervorzuheben, alle anderen Partien waren ebenfalls gut besetzt.

      Stefano Ranzani am Pult sorgte für den richtigen Klang und und auch für die entsprechenden Tempi, er verschleppt nie, eilte aber auch nicht voraus und war eine gute Stütze für die Sänger.

      Ein Wort noch zum Bühnenbild: "Fifty shades of grey" würde ich sagen, man könnte in dem Bild auch "Aus einem Totenhaus" spielen, oder "Wozzeck"... oder sonstwas. Nur graue Wände, im 1. Akt eine graue Madonna, im 2. Bild Holzstühle, die man vielleicht bei Ikea findet. Einziger Farbtupfer waren das Wandbild im 1. Akt und Scarpias knallrotes Kostüm im 2. Akt. Tosca, die gerade vom Auftritt ins Palazzo Farnese kommt, trägt ein schlichtes, schwarzes Kleid. Ein bißchen "mehr" Kostüm hätte man sich schon gewünscht. Aber insgesamt gesehen geht die Inszenierung in Ordnung, auch wenn sie nichts Üppiges für das Auge bietet.
      Carpe Diem

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Eduard19 ()

    • Eduard19 schrieb:

      Das war ein weiteres Ärgernis, denn ich glaube, jeder Opernfreund kann sich daran erfreuen, wenn er hört, wie der Scarpia im Te Deum zu hören ist.
      Lieber Eduard19, den Scarpia MUSS man im Te Deum hören! Und zwar richtig gut! Ansonsten ist die Szene verschenkt.
      Und ein Regissseur, dem das nicht klar ist, und der die Stelle mit falscher Positionierung versemmelt, hat sein (musikalisches) Handwerk nicht gelernt.
      Es gibt natürlich auch Scarpias, die im Chor untergehen. Aber zu denen scheint Alexey Markov ja nicht zu gehören.
    • ira schrieb:

      Nachtrag: ich bin sogar der Meinung, daß der Dirigent das mitzuverantworten hat. So eine Fehlplatzierung dürfte er nicht zulassen. In einem solchen Fall hilft es dann auch nichts, wenn er ansonsten eine Stütze für die Sänger ist.
      Vielleicht bei einer Premiere, aber nicht bei einer vielleicht noch ungeprobten Repertoire-Aufführung. Stefano Ranzani gehört übrigens zu den deutlich besseren Dirigenten im Repertoire-Betrieb. Der ist eigentlich immer eine Bank und sowohl in Dresden als auch in Berlin häufig präsent. Der versteht sein Handwerk!
    • ein Abendspielleiter wird niemals an der grundsätzlichen Platzierung der Akteure in einer Produktion etwas ändern, weil hiervon ja verschiedene Dinge abhängig sind (Reaktion der anderen Beteiligten, Licht, etc.....). Vor allem gehe ich mal davon aus, dass bei einem Repertoire-Haus wie Dresden nicht mal eine volle Bühnenprobe für eine x-beliebige Tosca angesetzt ist, sondern bestenfalls drei Tage im Probenraum szenisch (mit Klavier, ohne Chor) geprobt wurde. Da wird sich der Chor im Te Deum schön bedanken, wenn der Scarpia auf einmal vorne an der Bühne ihnen im Weg steht.

      Im Übrigen empfinde ich die Idee mit dem etwas untreuen Cavaradossi gar nicht mal so blöd. Schließlich ist Tosca von Puccini als etwas alternde, cholerische und vor allem sehr eifersüchtige Diva angelegt und Cavaradossi ist jetzt auch nicht nur als Engel gezeichnet? Wieso soll es denn keinen Grund für diese Eifersucht geben (müsste man sich halt anschauen, wie das genau umgesetzt wurde)? Im Gegensatz zu vielen anderen Besuchern empfand ich ja Mattilas Tosca in München auch sehr eindrücklich, weil sie gerade den Aspekt der Diva, die schon über ihren Zenith und deshalb sehr misstrauisch ist, sehr glaubwürdig rübergebracht hat.
    • Maestro, es ist ja schon mehrmals vorgekommen, daß irgendwelche abstrusen Regieeinfälle nach Abreise des Regieteams abgeschafft wurden. Dafür gibt es etliche Beispiele. Manchmal haben auch die Sänger einfach was anderes gemacht.
      Und mit "Abendspielleiter" meinte ich natürlich nicht nur den speziellen Abend, sondern die gesamte Betreuung der Produktion.
      Und wieso sollte der Scarpia dem Chor "im Weg stehen"? Man wird ja phantasievoll genug sein, daß das nicht der Fall ist. Zumindest aber so, daß er gehört werden kann.
    • Ich muss es einfach noch mal deutlich machen:

      1) Ira macht den Dirigenten mitverantwortlich für die Position eines Sängers auf der Bühne.

      ira schrieb:

      ich bin sogar der Meinung, daß der Dirigent das mitzuverantworten hat. So eine Fehlplatzierung dürfte er nicht zulassen.
      2) Kapellmeister Storch erklärt, dass ein Dirigent bei einer Repertoireaufführung nur wenig Einfluss auf diese Frage hat.

      Kapellmeister Storch schrieb:

      Vielleicht bei einer Premiere, aber nicht bei einer vielleicht noch ungeprobten Repertoire-Aufführung.
      3) Darauf reagiert Ira nicht etwa mit "Ja stimmt, da habe ich nicht dran gedacht." oder "Ja, interessant, muss ich mal drüber nachdenken", sondern sie macht nun den Abendspielleiter verantwortlich.

      ira schrieb:

      Und dann gibt es ja immer noch den "Abendspielleiter"....
      4) maestro macht deutlich, dass auch der Abendspielleiter hier wenig Eingriffsmöglichkeiten hat.

      maestro schrieb:

      ein Abendspielleiter wird niemals an der grundsätzlichen Platzierung der Akteure in einer Produktion etwas ändern, weil hiervon ja verschiedene Dinge abhängig sind (Reaktion der anderen Beteiligten, Licht, etc.....).
      5) Auch hier geht Ira nicht darauf ein, sondern erklärt, dass sie ja gar nicht den Abendspielleiter gemeint hat, sondern allgemein "die Betreuung der Produktion"

      ira schrieb:

      Und mit "Abendspielleiter" meinte ich natürlich nicht nur den speziellen Abend, sondern die gesamte Betreuung der Produktion.
      Wie soll man da sinnvoll im Gespräch weiterkommen im Sinne eines Austauschs von Positionen, auf die man sich bezieht, die man gegeneinander abwägt, von denen man sich anregen, ggf. sogar in Frage stellen lässt? So ein Gespräch, völlig egal ob von Angesicht oder hier im Forum, ist doch sinnlos auf diese Art. Ich bin wirklich ratlos.
      (Ich will nicht provozieren, falls mir das jetzt unterstellt wird. Wirklich nicht! Ich will nur wissen, wie so ein Gespräch sinnvoll geführt werden kann.)
    • Die Abendspielleitung ist ja zuständig für die Betreuung der Produktion, wenn der Regisseur nach der Premiere geht. Die Abendspielleitung muss schauen, dass die Vorgänge im Regiebuch (das Buch, in dem alle Regiesünden genau aufgezeichnet sind) auch möglichst so umgesetzt werden.
      Garstig glatter
      glitschriger Glimmer!
      Wie gleit' ich aus!
      Mit Händen und Füßen
      nicht fasse noch halt' ich
      das schlecke Geschlüpfer!
      Feuchtes Naß
      füllt mir die Nase:
      verfluchtes Niesen!
    • Friedrich schrieb:

      Kapellmeister Storch erklärt, dass ein Dirigent bei einer Repertoireaufführung nur wenig Einfluss auf diese Frage hat.
      Ja, und das ist m. E. eben ein Problem. Es ist ja nicht verboten, sich Gedanken darüber zu machen, was man evtl. ändern oder verbessern könnte. Und "wenig" heißt ja nicht gar keinen.

      Und "Abendspielleiter " ist ein Begriff (zumindest bei uns in München), bei dem es darum geht, die Intentionen des Regieteams zu verwirklichen. Oder eben nicht.

      Friedrich schrieb:

      Ich bin wirklich ratlos.
      So geht es mir auch meistens bei Ihnen und bei Reingold.
      Mir ist es bloß meistens zu blöd, die einzelnen Ungereimtheiten auseinander zu nehmen. Da käme schon was zusammen.
    • Th.E. schrieb:

      Die Abendspielleitung ist ja zuständig für die Betreuung der Produktion, wenn der Regisseur nach der Premiere geht. Die Abendspielleitung muss schauen, dass die Vorgänge im Regiebuch (das Buch, in dem alle Regiesünden genau aufgezeichnet sind) auch möglichst so umgesetzt werden.
      Sagte ich doch. Ich habe vorausgesetzt, daß der Begriff des "Abendspielleiters" bekannt ist.
      Und "möglichst so umgesetzt werden" läßt immerhin Spielraum.
    • Sie haben mich nicht ganz richtig verstanden. Von den Fällen abgesehen, in denen ein Abendspielleiter geht und ein neuer dazukommt (was ja bei so Schinken, wie die die Münchner Bohème oder dem Rosenkavalier längst der Fall ist), ist der Abendspielleiter bei jeder Probe anwesend und hat direkten Kontakt zur Regie (nicht selten muss auch der Regieassistent selbst die Abendspielleitung übernehmen). Aber wenn mal Änderungen an der Produktion nachträglich vorgenommen werden, werden diese nicht vom Abendspielleiter vorgeschlagen. Er geht nicht einfach mal her und sagt "Ne, das machen wir heute ein bisschen anders, als es im Regiebuch steht", egal ob ihm die Inszenierung persönlich passt oder nicht.
      Garstig glatter
      glitschriger Glimmer!
      Wie gleit' ich aus!
      Mit Händen und Füßen
      nicht fasse noch halt' ich
      das schlecke Geschlüpfer!
      Feuchtes Naß
      füllt mir die Nase:
      verfluchtes Niesen!
    • Meiner Vorstellung nach können die Sänger Änderungswünsche mit dem Abendspielleiter besprechen, der die dann ggfs. abnicken kann oder auch nicht.
      Ich will ja ungern wieder meine Tochter ins Spiel bringen, aber die hat mehrmals an der BSO hospitiert und solche Vorgänge geschildert. Daß der Abendspielleiter einfach ad hoc seine eigenen Vorstellungen durchsetzt, ist sicher nicht der Fall, das ist schon klar.
      Aber im vorliegenden Fall bestünde dann evtl.die Möglichkeit, den Sänger des Scarpia auf dessen Wunsch anders zu positioneieren.
    • ira schrieb:

      Meiner Vorstellung nach können die Sänger Änderungswünsche mit dem Abendspielleiter besprechen, der die dann ggfs. abnicken kann oder auch nicht.
      Da haben Sie eine falsche Vorstellung. Das ist nicht der Fall. Es mag bei irgendwelchen uralten Schinken so gehen, weil da ohnehin schon alles so ausgeleiert ist, dass es nicht mehr drauf ankommt und sowieso nichts mehr zu machen ist (ein Verschleiß dem jede Inszenierung ausgesetzt ist, die über einen langen Zeitraum in Repertoire ist), so dass niemand mehr so genau hinsieht. So lange aber eine Inszenierung noch halbwegs aktuell ist, hat kein Abendsportspielleiter dieses Recht. Und selbst bei völlig ausgeleierten Inszenierungen geht es nicht, dass er ein Arrangement grundlegend umgestaltet. Jedenfalls nicht ohne Absprache mit den Regieteam oder ausdrückliche Anweisung der Intendanz.
      Geduld mit der Streitsucht der Einfältigen! Es ist nicht leicht zu begreifen, dass man nicht begreift.
      (Marie von Ebner-Eschenbach)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kolderup ()

    • Es geht ja nicht vordergründig um Rechtsfragen, sondern auch darum, wie sich eine Neubesetzung schnellstmöglich in einer für sie oder ihn fremden Inszenierung einfinden kann und dabei den Kontakt zu Dirigent_in, Soufflage und anderen Mitwirkenden halten kann und dabei nicht im Dunkeln stehen bleibt, weil auch die Beleuchtung der Solisten eine Rolle spielt. Im Übrigen hätte man es Frau Caballée nicht zugemutet, von der Engelsburg zu springen, sie ging in der ihr eigenen Souveränität nach der Seite von der Bühne ab!