Staatsoper Wien- Die Frau ohne Schatten

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    • Th.E. schrieb:

      Arminius schrieb:

      Wenn es ein Kostümschinken ist, heißt das noch lange nicht, daß das Stück auch ernstgenommen wird... Man wird sehen.
      Ob der Regisseur etwas ernst genommen hat, hängt ja selbstverständlich immer davon ab, ob es einem gefällt oder nicht.
      Die Frage, die sich häufiger stellt, ist ja eigentlich, ob man den Regisseur ernst nehmen kann.
      It is only shallow people who do not judge by appearances. The true mystery of the world is the visible, not the invisible. Oscar Wilde
    • Bevor mal wieder eine Inszenierung anhand weniger Bilder beurteilt wird, freuen wir uns doch lieber, dass Wien diese Oper nun endlich ohne Striche spielen wird. So sehr ich die vorherige Carsen Inszenierung geschätzt habe, waren die Kürzungen doch sehr schmerzhaft. Auch die vorherigen Aufnahmen aus Wien schätze ich deshalb nicht sonderlich. Wurde die Oper in Wien eigentlich auch schon bei der Uraufführung mit Strichen aufgeführt?
    • Gekürzt wurde ja meistens zu Lasten der Rolle der Amme im letzten Akt, was um so bedauerlicher ist, als es dann um die Ablösung der Kaiserin von der Amme und umgekehrt geht, was ja für die Rollenentwicklung der Kaiserin so wichtig ist und das Problem der Abhängigkeiten von Menschen und deren Überwindung so überzeugend bearbeitet, sowohl textlich als auch musikalisch. Nach dieser sehr heftigen musikalischen Auseinandersetzung, die auch viel von den Sängerinnen abfordert, ist doch die musikalische Einleitung der Folgeszene der Kaiserin mit dem "Vater, bist Du´s?" an Schlichtheit, Schönheit und Eindringlichkeit kaum zu überbieten. Strauss war in dieser Hinsicht ein grandioser Dramaturg und bei guter zänkerischer Besetzung ist die FroSch doch schwer zu überbieten. Und Herlitzius wird die ungekürzte Fassung sicher locker singen und vor allem auch darstellen können.
    • Der Kaiserin haben sie ihr Melodram im dritten Akt ja meistens auch drastisch gestutzt, ganz davon zu schweigen daß Karajan sich damals mit dem Hackmesser über das Stück hergemacht hat... und die Bilder lassen mich als erstes an so mittelprächtige italienische Fantasyfilme der sechziger Jahre denken.
      "Die Woche zwier schadet weder ihm noch ihr" (M. Luther)